11 Dinge, die ihr erst entdeckt, wenn ihr euch vegan ernährt

Vegan leben heißt, ein paar Sachen wegzulassen – und dafür zig neue auszuprobieren. Diese 11 Lebensmittel entgehen den meisten Fleischessern.

Lupinen

Gehören zu der Familie der Hülsenfrüchte und sind ziemlich vielseitig. Mittlerweile kann man Lupinendrinks, -joghurts, -eis und -aufstriche kaufen.

Seitan

Das Weizenfleisch kann man fertig gewürzt als Wurst-, Braten-, oder Aufschnittalternative kaufen. Die Fortgeschrittenen kaufen sich Seitanpulver und machen sich den Kram selbst.

Tempeh

Muss zwar erst eingelegt werden, aber dann ist die Fleischalternative aus fermentierten Sojabohnen nicht nur super gesund, sondern schmeckt auch noch großartig.

Kichererbsen

Im Curry, als Hummus, im Salat – Kichererbsen sind die besten Erbsen. Apropos Hummus: Zum Frühstück, zum Mittag, zum Abendessen, für zwischendurch und als Mitternachtssnack. Hummus geht immer.

Quinoa

Wer nicht immer Pasta, Kartoffeln und Reis essen möchte, hat hier mal eine etwas ausgefallenere Alternative. Quinoa passt super in Suppen und Salate.

Chiasamen

In den kleinen Dingern steckt superviel: Protein, Eisen, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren. Chiasamen sind als Pudding oder übers Müsli gestreut ein fantastisches Frühstück.

Kala-Namak-Salz

Kala Namak gibt eurem Rührtofu den letzten Kick. Schmeckt richtig ei-ig.

Pflanzenmilch

Früher gab es immer nur Kuhmilch. Und die schmeckt immer gleich. Wie langweilig. Jede Pflanzenmilch schmeckt anders. Und es gibt unfassbar viele Sorten.

Aquafaba

Heißt übersetzt „Bohnenwasser“ und das ist ein kleines Zaubermittel. Das Wasser von den Kichererbsen wird nie wieder weggeschmissen, denn daraus lässt sich Baiser, Mousse au Chocolat, Käsekuchen, Sahne und noch viel mehr machen.

Hefeflocken

Gibt’s in jedem Drogeriemarkt und sind dazu reich an Nährstoffen und Vitaminen. Eignet sich perfekt für den Käsegeschmack auf Pizza oder Spaghetti.

Käse aus Cashews

Geröstet oder einfach pur: Cashews sind ein toller Snack. Mit ein paar Gewürzen im Mixer entsteht aus Cashews eine leckere Käsealternative.

Ihr habt jetzt Lust, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Unser Vegan Kickstart hilft euch beim Einstieg.

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Dinge, die Veganer ständig hören

Das Nervigste am Vegansein ist nicht das Vegansein selbst, sondern dass andere so gern ihren Senf dazugeben. So antwortet ihr ruhig auf die häufigsten Fragen.

Foto: Ryan McGuire

„Hundertprozentig vegan geht nicht, also kannst du es auch direkt sein lassen.“

Etwas gar nicht zu machen, weil man es nicht perfekt machen kann, ist eine traurige Einstellung. Natürlich sind wir alle schon mal versehentlich auf eine Ameise getreten oder haben eine Mücke eingeatmet, aber das heißt nicht, dass wir Tieren deshalb absichtlich schaden sollten. Wir haben auch alle schon mal unabsichtlich Menschen verletzt und sehen das trotzdem nicht als Argument, ihnen vorsätzlich wehzutun. Beim Vegansein kommt es nicht darauf an, sich aus der Welt zurückzuziehen, weil die nicht komplett vegan ist, sondern dafür zu sorgen, dass sie es wird.

„Stört es dich, wenn ich vor dir Fleisch esse?“

Nein. Solange Fleischesser nicht mit Steaks wedeln oder mit Würstchen fuchteln, nur um Veganer zu ärgern, ist es völlig egal, ob sie das Fleisch vor ihnen essen oder allein zu Hause. Für die Tiere kommt das aufs Gleiche raus.

„Würdest du in einem nicht-vegetarischen Restaurant essen?“

Klar! Erstens wollen auch Veganer nicht immer alleine bestimmen, wo es mit Freunden oder der Familie zum Essen hingeht. Und zweitens hilft es am Ende allen, wenn auch nicht-vegetarische Restaurants mitbekommen, dass es eine Nachfrage nach vegetarischem und veganem Essen gibt und ihr Angebot darum erweitern.

„Ich könnte niemals ohne Käse leben.“

Das haben die meisten Veganer mal gedacht, und die meisten haben es überlebt. Im Ernst: Das Leben ist voller Herausforderungen, die erst mal anstrengend klingen, in Wahrheit aber gar nicht so schwierig sind. Und der Käse-Jieper gehört wirklich eher zu den kleineren Hürden, vor allem wenn es für andere wirklich um Leben und Tod geht und die tierfreien Käsealternativen immer besser werden.

„Du weißt gar nicht, was du verpasst!“

Auch wenn Veganer kein Fleisch essen, haben die meisten das früher mal gemacht und sich dann aus ethischen, gesundheitlichen oder Umweltschutzgründen dagegen entschieden. Wir wissen also, wie Fleisch schmeckt und dass ein großer Teil dieses Geschmacks nichts mit Tier zu tun hat, sondern mit Gewürzen und Zubereitung, die es genauso auch vegan gibt.

„Warum müssen Veganer einem ständig aufdrücken, dass sie vegan sind?“

Die allermeisten Gespräche, in denen dieser Satz fällt, hat ein Fleischesser angefangen, der sich allein durch die Anwesenheit von Veganern im Fleischessen angegriffen fühlt. In Wahrheit haben die allermeisten Veganer auch nicht mehr Lust als alle anderen, den Leuten um sich herum ständig ihre Lebensentscheidungen zu erklären.

„Warum essen Veganer Produkte, die aussehen wie Fleisch?“

Auch Fleisch fällt nicht in Schnitzel-, Wurst- oder Bällchenform aus dem Tier. Diese Formen sind einfach praktisch, deshalb sehen auch die veganen Versionen ähnlich aus. Außerdem hilft es bei der Orientierung, ein plattes Stück panierten Seitan einfach auch Schnitzel zu nennen, weil dann jeder weiß, was gemeint ist. Und letztlich gibt es auch genug Veganer, die aus ethischen Gründen kein Fleisch essen, den Geschmack von gut gewürztem und gegrilltem Protein aber trotzdem mögen.

„Das Tier ist doch schon tot. Wenn du es nicht isst, ist es umsonst gestorben.“

Die Fleischindustrie funktioniert wie jede andere über die Nachfrage. Tiere sind nicht einfach so schon tot, sondern weil damit Geld gemacht werden soll. Wenn die Nachfrage sinkt, wird in Zukunft weniger Fleisch gekauft und weniger Tiere werden getötet. Ganz einfach.

„Bei der Ernte von Obst, Gemüse und Getreide sterben auch Tiere.“

Ganz ohne Schaden für irgendein Lebewesen können wir leider alle nicht leben, das hatten wir oben schon. Wer sich aber wirklich Gedanken über die Tiere macht, die beim Pflanzenanbau sterben, sollte wissen, dass veganes Leben viel weniger Pflanzen verbraucht als Leben mit Fleisch. Eine Kuh zum Beispiel muss erst einmal acht Kilo Pflanzen essen, um diese in ein halbes Kilo Fleisch umzuwandeln. Wenn wir die Kuh nicht essen, sparen wir also auch Pflanzen.

„Und wo bekommst du dein Eiweiß her?“

Vorab: Eiweiß kommt nicht nur in Eiern vor, sondern ist ein anderes Wort für Proteine. Und die sind außer in Zucker, Alkohol und Fett fast überall drin. Es ist also praktisch unmöglich, zu wenig davon zu sich zu nehmen. Für alle, die es genauer wissen wollen, haben wir noch ein paar besonders gute pflanzliche Quellen.

„Menschen haben schon immer Fleisch gegessen.“

Menschen sind Omnivoren, also Allesesser. Das hat uns mal einen Überlebensvorteil gebracht, heißt jetzt aber vor allem, dass wir selbst entscheiden können. Menschen leben heute nicht mehr so wie vor Tausenden von Jahren, sondern haben sich im Laufe der Zeit zum Beispiel auch gegen Höhlen, für Klamotten und gegen Sklavenhaltung entschieden.

„Willst du einem Löwen etwa auch das Fleischessen verbieten?“

Nein. Löwen sind – ähnlich wie zum Beispiel kleine Kinder – nicht intelligent genug, ethische Entscheidungen zu treffen und ihr Verhalten danach zu ändern. Erwachsene Menschen können das aber.