5 Fragen für alle, die mit einem Hamster zusammenleben wollen

Hamster sind klein und niedlich, aber deshalb nicht automatisch easy Mitbewohner. Diese Fragen sollte sich jeder vor dem Zusammenziehen stellen.

© Ricky Kharawala

Passt ein Hamster in mein Leben?

Ein paar Kubikzentimeter Platz hat fast jeder, aber damit ist es auch bei einem kleinen Tier wie dem Hamster nicht getan. Hamster brauchen Bewegungsfreiraum, Spielmöglichkeiten und das passende Futter, darüber informiert man sich am besten nicht erst, wenn der neue Mitbewohner schon eingezogen ist. Und wer gerne ausschläft, überlegt sich lieber noch mal, wie gut ein Tier dazu passt, das am liebsten frühmorgens schon die ersten Runden dreht und dafür tagsüber pennt.

Welche und wie viele Hamster will ich halten?

Da gibt es tatsächlich Unterschiede, über die man sich am besten vorher informiert. Bis auf Campbell-Zwerghamster sollte man keine Hamster zusammen halten, und selbst bei diesen braucht man unheimlich viel Erfahrung um beurteilen zu können, was spielen und was Todeskampf ist. Daher: besser ein einzelnes Tier aufnehmen.

Ist mein Zuhause hamstersicher?

Hamster sind richtig gut darin, sich durch sämtliche kleine Öffnungen zu quetschen und so in gefährlichen Situationen zu landen. Außerdem erschrecken sie leicht und können dann zubeißen oder weglaufen. Und wer schon mit größeren Tieren zusammenlebt, überlegt lieber noch mal genau, wie gut die auf einen neuen Mitbewohner klarkommen, den sie nicht essen dürfen.

Wo ist der nächste Tierarzt, der Ahnung von Hamstern hat?

Ärzte sucht man am besten nicht erst, wenn man krank ist, das gilt auch für Tiere. Die meisten Hamsterarten stammen aus nordafrikanischen Ländern und zählen damit hierzulande zu den Exoten. Nicht alle Tierärzte kennen sich deshalb gut mit den Bedürfnissen von Hamster und ihren häufigsten Krankheiten aus.

Wo hole ich mir einen Hamster?

Auch wenn die Hamster einen durchs Fenster der Zoohandlung noch so niedlich angucken: Wer Tiere in Geschäften oder bei Züchtern kauft, unterstützt damit immer den Handel und lässt dafür ein Tier im Tierheim zurück. Gerade Kleintiere werden oft zu mehreren in winzigen Plastikkisten transportiert und „gelagert“, bevor sie über die Verkaufstheke gehen. Einen Hamster (und überhaupt alle Tiere) sollte man immer aus dem Tierheim holen.

Und apropos exotische Tiere: Schlangen, Echsen und Schildkröten solltet ihr euch wirklich nicht ins Haus holen.

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.
Go Vegan!

Ist es okay, in Katzencafés zu gehen?

In immer mehr Cafés kann man nicht nur Kaffee und Smoothies trinken, sondern dabei auch mit Katzen abhängen. Geht es den Tieren dabei gut?

© Patrick Hamparoglu

Die Idee kommt aus Japan. Dort gibt es schon seit Jahren Cafés, die Katzen halten, mit denen die Gäste dann spielen können. Auch in anderen Ländern machen immer mehr Katzencafés vor allem in Großstädten auf. In Deutschland gibt es sie schon in Berlin, Köln, Aachen, Hannover und Nürnberg.

Wenn man Tiere mag, klingt es natürlich erst mal traumhaft, beim Kaffeetrinken von einem ganzen Haufen schnurrender Katzen umgeben zu sein. Vor allem für Leute, die selbst nicht mit Tieren zusammenleben oder ihre Tiere vermissen, wenn sie unterwegs sind, scheint das eine tolle Alternative zu sein. Aber wenn man Tiere mag, stellt sich auch ziemlich bald die Frage: Wie ist das für die Katzen?

Im schlechtesten Fall sind Katzencafés eine andere Art von Zoos, für die Tiere gezüchtet, gekauft und eingesperrt werden. Je nach Land gelten solche Katzen als besonders „niedlich“ und damit gewinnbringend, denen bestimmte Merkmale an- oder abgezüchtet wurden, auch wenn sie dadurch unter gesundheitlichen Problemen leiden können. Damit die Besucher auf ihre Kosten kommen, halten Cafés außerdem oft möglichst viele Katzen und bieten ihne keine Rückzugsmöglichkeiten, was für die Tiere viel Stress bedeuten kann. Auch die Einrichtung der Cafés und die Spielzeuge sind nicht immer auf die Katzen, sondern manchmal eher auf die Menschen abgestimmt. Gerade im Urlaub kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass es ausreichende Tierschutzgesetze gibt und Veterinärämter, die auf deren Einhaltung achten.

© Petra Thaler

Im besten Fall leisten Katzencafés einen Beitrag zum Tierschutz, indem sie heimatlose Katzen aufnehmen, sie unter vernünftigen Bedingungen halten und Besucher mit Informationen versorgen. Die Katzen sollten gesund, nicht ängstlich und kastriert sein und sich auch während der Öffnungszeiten jederzeit in einen Raum zurückziehen können, der für Besucher unzugänglich ist. Auch im Café selbst brauchen die Tiere Kletter- und Liegemöglichkeiten, die nur sie erreichen können. Ein Katzencafé sollte nie Tiere vom Züchter kaufen, sondern Katzen aus dem Tierheim adoptieren.

Ein gutes Beispiel dafür, wie es richtig geht, ist der Katzentempel in München, in dem sechs Katzen aus dem Tierheim leben und es ausschließlich veganes Essen gibt. Ansonsten gilt wie immer: Hinschauen, nachfragen und im Zweifel lieber kein Café unterstützen, das den Katzen eher schadet als ihnen Gutes zu tun.

Ihr denkt darüber nach, euch selbst eine Katze nach Hause zu holen? Diese Dinge solltet ihr beim Adoptieren von Tieren beachten.