Der vegane Elternguide

Ihr wollt vegan leben, aber eure Eltern sind dagegen? Wir haben Tipps, wie ihr euch gegenseitig besser versteht.

Informiert euch

Oft macht sich eure Familie einfach nur Sorgen, dass ihr Mangelerscheinungen bekommt. Informiert euch also und erklärt euren Eltern, Großeltern und anderen besorgten Verwandten, warum das Risiko eines Eiweißmangels gegen Null tendiert, ihr für gesunde Knochen keine Milch braucht und mit einer pflanzlichen Ernährung sogar Krankheiten vorbeugt. Wenn ihr eure Eltern ernst nehmt, nehmen sie euch meist auch ernst.

Bleibt im Gespräch

Auch wenn es nerven kann, immer wieder auf die gleichen Fragen antworten zu müssen: Wehrt sie nicht einfach ab, sondern bleibt sachlich und geduldig. Vielleicht hilft es, euren Eltern unsere FAQs unten als PDF auszudrucken oder ihnen ein Buch über vegane Ernährung zu geben. Bei Verwandten, die absichtlich immer wieder mit den gleichen blöden Sprüchen kommen, hilft meist auch ein bisschen Humor. Und wenn ihr mit jemandem so gar nicht auf einen Nenner kommt, einigt euch eben darauf, dass ihr beim Essen euer eigenes Ding macht und dafür andere Gemeinsamkeiten habt.

Geht mit einkaufen

Verständlich, wenn eure Eltern keine Lust haben, sich im Supermarkt durchs Pflanzenmilch-Regal zu wühlen oder die veganen Aufstriche zu suchen. Geht also mit und zeigt ihnen mithilfe unseres Einkaufsguides, wo es welche veganen Produkte gibt und dass veganes Einkaufen weder besonders aufwändig noch teuer sein muss. Außerdem könnt ihr euch zusammen für Nudeln ohne Ei, frisches Obst und Gemüse oder zufällig vegane Süßigkeiten entscheiden, die das gemeinsame Essen anschließend viel einfacher machen.

Fangt an zu kochen

Eure Eltern haben vermutlich schon genug um die Ohren, klar also, dass sie nicht vor Freude ausflippen, wenn sie auf einmal ein zusätzliches Gericht kochen sollen. Zeigt ihnen also, dass es oft gar nicht darum geht, alles umzuwerfen, sondern ihr euch zu Salzkartoffeln und Mischgemüse einfach selbst ein Stück Seitan in die Pfanne werfen könnt, während der Rest der Familie Schweineschnitzel isst. Oder ihr nehmt euren Eltern die Kocharbeit mal komplett ab und überrascht sie mit schneller One-Pot-Pasta, veganem Kuchen zum Kaffee oder Pancakes als Sonntagsfrühstück. Damit bleibt der Familienfrieden immer noch am besten gewahrt.

Go Vegan!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

Tofu zubereiten – So geht es richtig

Naturtofu schmeckt pur nach einem Schwamm aus Langeweile. Erst mit der richtigen Technik wird daraus die vielseitigste Zutat in der veganen Küche.

Vorher immer: Auspressen

Die Flüssigkeit in der Verpackung dient dazu, den Tofu bis zum Öffnen frisch zu halten, hält anschließend aber Marinaden und Gewürze davon ab, sich breitmachen zu können. Die Verpackung also öffnen und das Wasser abgießen. Danach den Tofu in Küchenpapier wickeln, zwischen zwei Teller legen und für mindestens 10 Minuten mit einem Buch, einer Packung Mehl oder anderen Gegenständen beschweren.

Marinieren

Der ausgepresste Tofu kann Marinaden viel besser aufnehmen. Eine einfache lässt sich zum Beispiel aus Olivenöl, Orangensaft, Sojasauce und Knoblauch mischen, aber auch andere Öle, Essig, Miso- oder Korianderpaste oder Zwiebeln passen super zusammen. Den Tofu am besten vorher schon in Scheiben, Würfel oder Streifen schneiden und dann mindestens eine halbe Stunde darin einlegen. Noch einfacher ist es, den Tofu über Nacht oder über mehrere Tage mitsamt Marinade in einer luftdichten Dose im Kühlschrank zu lagern und so immer marinierten Tofu zur Hand zu haben.

Panieren

Alternativ zur Marinade oder zusätzlich kann man Tofu in Sesamkörnern wälzen, klassisch mit Semmelbröseln oder Paniermehl plus Gewürzen panieren oder in Sojamilch tunken und in einer Mischung aus Mehl, Salz, Pfeffer und Paprika wälzen, bevor er in der Pfanne oder im Frittierfett landet.

Braten

Wenn es schnell gehen soll, den Naturtofu in einer Pfanne mit viel Öl und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen wie Paprika, Curry, Kurkuma oder Sojasauce anbraten. Dazu passen auch super Zwiebeln, Tomaten und grob gehackte Chilis. Der angebratene Tofu macht sich besonders gut auf Salaten oder in Currys oder Suppen.

Frittieren

Wer eine Fritteuse besitzt oder gerne mit Töpfen voll heißem Öl spielt, kann marinierten Naturtofu oder Varianten wie Räucher-, Mandel- oder Paprikatofu auch darin frittieren.

Backen

Noch eine Möglichkeit: Den Tofu in Olivenöl, Salz, Pfeffer und je nach Geschmack anderen Gewürzen und Kräutern wälzen und auf einem Backblech im Ofen bei 200 Grad ungefähr 30 Minuten backen, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden. Auch beim Überbacken von Aufläufen macht Tofu sich sehr gut, wenn man ihn mit Kräutern, Zitronensaft, Gemüsebrühe, Pfeffer, Salz und etwas Wasser zu einer feinen Masse püriert.