Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist

Für jedes Tier, das jemand bei einem Züchter kauft, bleibt eins im Tierheim. Jedes Jahr werden dort 300.000 Tiere abgegeben.

Viele von ihnen finden nie ein neues Zuhause und bleiben bis an ihr Lebensende im Tierheim. Gleichzeitig züchten Menschen weiter Tiere. Dabei halten sie Hunde in völlig überfüllten Käfigen, sperren Kaninchen hinter Gitter und schwängern Katzen immer wieder, um immer neuen Nachwuchs verkaufen zu können. Sie versuchen, „perfekte“ Tiere zu schaffen, mit bestimmten Körperformen, Haaren oder Federfarben, weil die das meiste Geld bringen. Dass Hunde mit extrem kurzen Nasen kaum atmen können, Katzen ohne Schwänze das Gleichgewicht fehlt und Kanarienvögel durch dichte Federhauben nicht sehen können, gehört dazu.

Wenn gerade Pythons, Bartagame oder Leguane gefragt sind, werden auch die verkauft, nachdem sie in ihren Heimatländern gefangen wurden, um dann im falschen Klima und in engen Terrarien zu sterben. Wenn ein Tier krank oder verletzt ist, lohnt es sich für die Züchter oft nicht, es zum Arzt zu bringen. Und wenn Tiere alt und damit unverkäuflich werden, bekommen sie bei Züchtern und im Zoohandel keinen schönen Lebensabend, sondern werden getötet und entsorgt oder als Futter verkauft. Während die Tiere im Tierheim weiter warten.

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Jedes Jahr landen 300.000 Tiere im Tierheim

Wer ein Tier beim Züchter kauft, sorgt damit automatisch dafür, dass ein Tier im Tierheim bleibt. Dort werden die Hunde, Katzen und Kleintiere zwar gut behandelt, ihnen fehlt aber Zuneigung. Viele Tierheime sind außerdem so überfüllt, dass sie gar keine Tiere mehr aufnehmen können.

Hunde vom Züchter sind nicht gesünder

Die Angst, dass alle Tiere im Tierheim verhaltensgestört, alt und krank sind, ist völlig unberechtigt. Im Gegenteil: während es im Tierheim beispielsweise jede Menge guterzogene Mischlingshunde gibt, sorgt der Rassenwahn bei Züchtern dafür, dass viele Welpen schon mit körperlichen und psychischen Schäden zur Welt kommen. Je nachdem, was gerade gefragt ist, wird Hunden zum Beispiel eine so kurze Nase angezüchtet, dass sie kaum noch richtig Luft bekommen, oder sie haben Hüftfehlstellungen, die ihnen ihr Leben lang Schmerzen verursachen.

Hunde gehören nicht an die Kette.

Hunde an kurze Ketten zu legen ist nicht nur gefährlich für die Tiere, die nicht weglaufen können und extreme Ängste entwickeln, sondern in vielen Orten auch verboten. Wer einen Hund an der Kette sieht, meldet sich also am besten direkt bei der Polizei.

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Terrarien sind nicht artgerecht

Viele Schlangen und Echsen, die in Deutschland gehalten werden, sterben früh. Das liegt nicht nur daran, dass ein Terrarium niemals groß genug sein kann, um dem natürlichen Lebensraum der Tiere nahezukommen, am falschen Klima und dem psychischen Stress, den das Gefangensein für sie bedeutet. Sondern auch daran, dass es für Menschen schwer bis unmöglich ist, beispielsweise einem Leguan anzusehen, ob er gesund ist oder nicht, und kranke Tiere deshalb oft nicht behandelt werden.

Kastration hilft Katzen

Natürlich sind Katzenbabys niedlich, aber schon jetzt gibt es in Deutschland so viele Katzen, dass sich die überfüllten Tierheime kaum noch um sie kümmern können. Vor allem ausgesetzte Katzen vermehren sich unkontrolliert, aber auch Katzen, die in den Garten oder vors Haus dürfen, bekommen oft ungeplant Nachwuchs und verschlimmern damit das Problem. Katzen zu kastrieren ist die einzige Lösung dagegen.

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