Ist es okay, in Katzencafés zu gehen?

In immer mehr Cafés kann man nicht nur Kaffee und Smoothies trinken, sondern dabei auch mit Katzen abhängen. Geht es den Tieren dabei gut?

© Patrick Hamparoglu

Die Idee kommt aus Japan. Dort gibt es schon seit Jahren Cafés, die Katzen halten, mit denen die Gäste dann spielen können. Auch in anderen Ländern machen immer mehr Katzencafés vor allem in Großstädten auf. In Deutschland gibt es sie schon in Berlin, Köln, Aachen, Hannover und Nürnberg.

Wenn man Tiere mag, klingt es natürlich erst mal traumhaft, beim Kaffeetrinken von einem ganzen Haufen schnurrender Katzen umgeben zu sein. Vor allem für Leute, die selbst nicht mit Tieren zusammenleben oder ihre Tiere vermissen, wenn sie unterwegs sind, scheint das eine tolle Alternative zu sein. Aber wenn man Tiere mag, stellt sich auch ziemlich bald die Frage: Wie ist das für die Katzen?

Im schlechtesten Fall sind Katzencafés eine andere Art von Zoos, für die Tiere gezüchtet, gekauft und eingesperrt werden. Je nach Land gelten solche Katzen als besonders „niedlich“ und damit gewinnbringend, denen bestimmte Merkmale an- oder abgezüchtet wurden, auch wenn sie dadurch unter gesundheitlichen Problemen leiden können. Damit die Besucher auf ihre Kosten kommen, halten Cafés außerdem oft möglichst viele Katzen und bieten ihne keine Rückzugsmöglichkeiten, was für die Tiere viel Stress bedeuten kann. Auch die Einrichtung der Cafés und die Spielzeuge sind nicht immer auf die Katzen, sondern manchmal eher auf die Menschen abgestimmt. Gerade im Urlaub kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass es ausreichende Tierschutzgesetze gibt und Veterinärämter, die auf deren Einhaltung achten.

© Petra Thaler

Im besten Fall leisten Katzencafés einen Beitrag zum Tierschutz, indem sie heimatlose Katzen aufnehmen, sie unter vernünftigen Bedingungen halten und Besucher mit Informationen versorgen. Die Katzen sollten gesund, nicht ängstlich und kastriert sein und sich auch während der Öffnungszeiten jederzeit in einen Raum zurückziehen können, der für Besucher unzugänglich ist. Auch im Café selbst brauchen die Tiere Kletter- und Liegemöglichkeiten, die nur sie erreichen können. Ein Katzencafé sollte nie Tiere vom Züchter kaufen, sondern Katzen aus dem Tierheim adoptieren.

Ein gutes Beispiel dafür, wie es richtig geht, ist der Katzentempel in München, in dem sechs Katzen aus dem Tierheim leben und es ausschließlich veganes Essen gibt. Ansonsten gilt wie immer: Hinschauen, nachfragen und im Zweifel lieber kein Café unterstützen, das den Katzen eher schadet als ihnen Gutes zu tun.

Ihr denkt darüber nach, euch selbst eine Katze nach Hause zu holen? Diese Dinge solltet ihr beim Adoptieren von Tieren beachten.

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.

Stressfreies Silvester für Hunde und Katzen

Wenn Menschen Silvester feiern, ist das für Tiere oft stressig oder gefährlich. Wir haben fünf Tipps, mit denen eure Hunde und Katzen gut ins neue Jahr kommen.

Foto: Patrick Hamparoglu

1. Anleinen

Wer nachmittags oder abends noch mit dem Hund spazieren geht, sollte ihn nicht von der Leine lassen. Oft fängt die Knallerei schon lange vor Mitternacht an, und erschreckte Tiere fliehen leicht. Deshalb stellt außerdem immer sicher, dass euer Liebling mit Adressanhänger und eurer Telefonnummer ausgestattet ist, falls er sich doch einmal losreißt.

2. Drinnen bleiben

Wenn es draußen ballert und raucht, haben Tiere nichts vor der Tür verloren. Hunde und Katzen können sich nicht nur vor Raketen erschrecken, sondern auch verletzt werden. Deshalb macht es euch mit ihnen rechtzeitig zu Hause gemütlich und lasst sie nicht allein.

3. Musik hören

Ganz ausblenden lässt sich der Feuerwerkslärm meist nicht, aber es hilft oft, die Rollläden zu schließen und leise Musik zu hören. Wobei die Betonung auf „leise“ liegt: Überfordert Hunde und Katzen nicht mit noch mehr Lärm.

Foto: Conny Maisch

4. Aufpassen

In manchen Familien gehört Bleigießen zu Silvester dazu. Das verwendete Wasser ist allerdings hochgiftig für Hunde und Katzen. Auch Wunderkerzen können Tiere erschrecken. Passt also entweder besonders gut auf, um eure Lieblinge von Gefahren fernzuhalten, oder konzentriert euch auf andere Traditionen wie Luftschlangen oder Raclette mit veganem Käse.

5. Ruhig bleiben

Wenn ihr Mensch entspannt ist, sind auch Hunde und Katzen meist entspannt. Die wichtigste Regel ist also, Tiere nicht in ihrer Angst zu bestärken, sondern Gelassenheit auszustrahlen und sie mit sanften Worten, Streicheleinheiten und dem einen oder anderen Snack zu beruhigen. So kommt ihr gemeinsam gut ins neue Jahr.