Leder

Was jeder über die Lederindustrie wissen sollte
Foto: Karremann / PETA

Anders als viele Menschen denken, ist Leder kein Abfallprodukt, sondern das wirtschaftlich wichtigste Nebenprodukt der Fleischindustrie.

Es macht bis zu 50 Prozent des Gesamtwertes der Rindernebenprodukte aus. Auch die Häute von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet.

Damit wir Leder anziehen, unser Geld darin herumtragen und darauf sitzen können, schlachtet die globale Lederindustrie jährlich über eine Milliarde Tiere. Die meisten von ihnen erleiden vorher alle Grausamkeiten der Intensivtierhaltung: In überfüllten Ställen wird ihnen jegliches natürliche Verhalten verwehrt. Sie werden ohne Betäubung kastriert, erhalten schmerzhafte Brandzeichen, ihre Schwänze werden gestutzt, die Hörner gekürzt.

Jährlich werden etwa 330.000 Kühe in deutschen Schlachthöfen nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird.

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Was jeder über Leder wissen sollte
Die Lederindustrie schlachtet jährlich mehr als 1 Milliarde Tiere
Leder kann auch von Hunden stammen

Das meiste Leder auf dem Weltmarkt kommt aus China, wo es kein nationales Tierschutzgesetz gibt. Dort werden neben Kühen, Pferden und Ziegen auch Hunde und Katzen für ihr Leder geschlachtet. Dem fertigen Produkt sieht man nicht an, von welchem Tier die Haut kommt.

Leder ist giftig

Fast jedes sechste Lederprodukt ist mit dem krebserregenden Chrom VI belastet. Gerbereiabwässer enthalten außerdem riesige Mengen anderer Chemikalien und Schadstoffe wie Chrom-Salze, Kalkschlamm, Sulfide, Säuren, Blei, Zyanid und Formaldehyd. Mit diesen Giften kommen nicht nur die Menschen in den Gerbereien und diejenigen, die das Leder später tragen, in Kontakt, sondern sie reichern sich auch im Grundwasser an. Vor allem in der direkten Nähe von Gerbereien erkranken die Menschen deshalb viel häufiger als Krebs als anderswo.

Es gibt auch vegane Docs

Und alle möglichen anderen Schuhe, die ohne Leder auskommen. Neben vielen sowieso lederfreien Klassikern wie Vans, Chucks und sonstigen Sneakern gibt es auch immer mehr Hersteller, die schickere Modelle aus speziellen Synthetikmaterialien entwickeln.

In Deutschland wird fast jede zehnte Kuh nicht richtig betäubt, bevor ihr die Kehle aufgeschnitten wird.
In Bangladesch arbeiten Kinder in den Gerbereien
Birkin Bags werden auch aus Baby-Krokodilen gemacht

Die Reptilien sind oft noch keine 3 Jahr alt, wenn sie mit Messern aufgeschlitzt werden, um ihnen anschließend die Haut abzuziehen.

Leder ist nicht besser als Pelz
Der Weg ins Schlachthaus ist für Kühe eine Qual

Bevor sie getötet werden und man ihnen die Haut abzieht, werden Kühen in Indien häufig  Chilis in die Augen gerieben, um sie zum Weitergehen zu zwingen oder die Tiere werden auf zu kleine und überfüllte LKWs geladen – häufig ohne ausreichend Wasser und Pausen.

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