Milch

Was jeder über die Milchindustrie wissen sollte
Foto: JMcArthur

Kühe produzieren Milch aus demselben Grund wie Menschen: als Nahrung für ihre Babys. Und sie geben auch nur dann Milch, wenn sie ein Kälbchen haben.

Damit wir daraus Joghurt, Eis und Kuchen machen können, werden die männlichen Kälber ihren Müttern häufig bereits am Tag nach der Geburt entrissen und allein in winzige Ställe gesperrt, um sie 3 bis 18 Wochen lang mit Milchersatz zu mästen. Dabei leiden sie oft an Atemwegs- oder Verdauungserkrankungen sowie der Trennung von ihrer Mutter und haben Angst, bis sie schließlich geschlachtet werden.

Auch die weiblichen Kälbchen werden ihren Müttern entrissen und für Kalbfleisch geschlachtet oder für die Milchproduktion bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. Nach Vollendung ihres ersten Lebensjahres werden sie das erste Mal künstlich befruchtet und der Kreislauf beginnt von vorn. Wenn ihre „Milchleistung“ nach vier bis fünf Jahren sinkt, weil sie immer häufiger an Euterentzündungen leiden und ausgemergelt sind, werden sie geschlachtet.

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Was jeder über Milch wissen sollte
Kühe geben nicht einfach so Milch. Sondern genau wie Menschen und alle anderen Säugetiere nur dann, wenn sie schwanger waren. Damit das Kalb nicht wegtrinkt, was ihm eigentlich zusteht, wird es meist direkt nach der Geburt von seiner Mutter getrennt.
Männliche Kälber werden gemästet und geschlachtet
Käse ist nicht immer vegetarisch

Weil Milch eigentlich Nahrung fürs Kalb ist, haben Kälber auch ein besonderes Enzymgemisch im Magen, das ihnen dabei hilft, die Milch zu verdauen. Käseproduzenten benutzen das Lab aus den Mägen besonders jung geschlachteter Kälber, um Hart- und Schnittkäse herzustellen. Lab ist nicht deklarierungspflichtig und in den meisten Käsesorten enthalten, ohne dass es in den Zutaten auftaucht.

Für veganen Käse muss kein Tier leiden
Milch erhöht das Osteoporose-Risiko

Das Gerücht, dass Milch für starke Knochen sorgt, stimmt nicht so ganz. In Wahrheit sind die Raten von Osteoporose in den Ländern am höchsten, in denen die meiste Milch konsumiert wird. Das liegt unter anderem daran, dass konzentriertes tierisches Eiweiß dafür sorgt, dass der Körper Kalzium vermehrt ausscheidet. Leichter geht die Versorgung mit grünem Gemüse wie Brokkoli oder Grünkohl.

Bis zum Alter von sechs Wochen dürfen Kälber ohne Betäubung enthornt werden.
Viele Kühe leiden an Euterentzündung

Die Krankheit, die auch Mastitis genannt wird, gehört zu den häufigsten Gründen, aus denen Landwirte ihre Kühe vorzeitig schlachten lassen. Sie kann durch verschiedene Bakterien ausgelöst werden und ist nicht immer direkt zu erkennen. Die Milchqualität wird deshalb anhand der sogenannten somatischen Zellzahl (SCC) auf Infektionen überprüft, die bei gesunden Kühen unter 100.000 liegen sollte. Allerdings darf der Milchbetrieb dafür die Milch aller Kühe einer Herde vermischen und bis zu einem SCC von 400.000 verkaufen, wobei man davon ausgehen kann, dass einige Tiere in der Herde ein krankes Euter haben.

75 Prozent der Weltbevölkerung verträgt keine Milch
Damit die weiblichen Kühe durchgängig Milch geben, werden sie immer wieder künstlich befruchtet
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