Stressfreies Silvester für Hunde und Katzen

Wenn Menschen Silvester feiern, ist das für Tiere oft stressig oder gefährlich. Wir haben fünf Tipps, mit denen eure Hunde und Katzen gut ins neue Jahr kommen.

Foto: Patrick Hamparoglu

1. Anleinen

Wer nachmittags oder abends noch mit dem Hund spazieren geht, sollte ihn nicht von der Leine lassen. Oft fängt die Knallerei schon lange vor Mitternacht an, und erschreckte Tiere fliehen leicht. Deshalb stellt außerdem immer sicher, dass euer Liebling mit Adressanhänger und eurer Telefonnummer ausgestattet ist, falls er sich doch einmal losreißt.

2. Drinnen bleiben

Wenn es draußen ballert und raucht, haben Tiere nichts vor der Tür verloren. Hunde und Katzen können sich nicht nur vor Raketen erschrecken, sondern auch verletzt werden. Deshalb macht es euch mit ihnen rechtzeitig zu Hause gemütlich und lasst sie nicht allein.

3. Musik hören

Ganz ausblenden lässt sich der Feuerwerkslärm meist nicht, aber es hilft oft, die Rollläden zu schließen und leise Musik zu hören. Wobei die Betonung auf „leise“ liegt: Überfordert Hunde und Katzen nicht mit noch mehr Lärm.

Foto: Conny Maisch

4. Aufpassen

In manchen Familien gehört Bleigießen zu Silvester dazu. Das verwendete Wasser ist allerdings hochgiftig für Hunde und Katzen. Auch Wunderkerzen können Tiere erschrecken. Passt also entweder besonders gut auf, um eure Lieblinge von Gefahren fernzuhalten, oder konzentriert euch auf andere Traditionen wie Luftschlangen oder Raclette mit veganem Käse.

5. Ruhig bleiben

Wenn ihr Mensch entspannt ist, sind auch Hunde und Katzen meist entspannt. Die wichtigste Regel ist also, Tiere nicht in ihrer Angst zu bestärken, sondern Gelassenheit auszustrahlen und sie mit sanften Worten, Streicheleinheiten und dem einen oder anderen Snack zu beruhigen. So kommt ihr gemeinsam gut ins neue Jahr.

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Exotische Tiere sind keine Haustiere

Auch wenn sie noch so interessant oder niedlich sind: Wir erklären, warum Schlangen, Schildkröten und Echsen nicht ins Haus gehören.

Die Haltung

Anders als beispielsweise Hunde oder Katzen sind exotische Tiere nicht domestiziert, also nicht an das Leben in Häusern und mit Menschen gewöhnt. Schildkröten, Bartagamen, Skorpione, Frösche und Schlangen sind Wildtiere, die in der Freiheit oft ihr ganzes Leben lang keinen Menschen begegnen würden. Deshalb ist es für sie meist schon stressig, Menschen zu sehen, geschweige denn, von ihnen berührt zu werden.

Auch umgekehrt ist es für Menschen ziemlich schwierig, zum Beispiel einer Spinne oder einem Leguan anzusehen, ob sie sich wohlfühlen, Angst haben oder vielleicht sogar krank sind. Viele exotische Tiere sterben früh, weil ihre Halter sie nicht rechtzeitig behandeln lassen oder es keine Tierärzte in der Nähe gibt, die sich mit ihnen auskennen.

Nicht nur für die Tiere bedeutet es Stress und Gefahr, mit Menschen zusammenzuleben. Auch für Menschen können exotische Tiere wie giftige Spinnen oder Würgeschlangen gefährlich werden. Dazu kommt, dass ungefähr 90 Prozent aller in Gefangenschaft gehaltenen Reptilien Salmonellose-Erreger in sich tragen, die den Tieren nichts ausmachen, für Menschen aber hochgefährlich sein können.

Ein exotisches Tier artgerecht zu halten ist ein Widerspruch in sich, weil Wildtiere nur in Freiheit artgerecht leben können. Oft stimmen nicht einmal grundsätzliche Bedingungen wie die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit. Und selbst wenn Halter sich Mühe geben, diese Faktoren an die im Herkunftsland der Tiere anzupassen, können Glaswände und Mauern nie das Leben draußen ersetzen.

Der Handel

Jedes Jahr werden rund 600.000 Reptilien nach Deutschland importiert – unter ihnen noch immer viele Wildfänge. Andere werden in Massenzuchtanlagen von Großhändlern im Ausland „produziert“. Die Tiere werden dann wie Ware – zum Beispiel in engen Plastikboxen – verschickt und über lange Distanzen transportiert. Viele Tiere überleben diese Tortur nicht.

Tiere, die es „geschafft“ haben,  bleiben oft auch nach ihrer Ankunft bei deutschen Großhändlern in winzigen Behältnissen eingesperrt, damit sie die Händler bis zum Verkauf möglichst wenig kosten. Das gleiche gilt für die in Deutschland nachgezüchteten Tiere. Im nächsten Schritt werden die Tiere dann auf Tierbörsen, über Zoohändler, Baumärkte oder sogar über das Internet verkauft. Die Haltungsbedingungen sorgen für psychischen Stress und extreme körperliche Belastungen, die in vielen Fällen zum Tod führen. Sterberaten von bis zu 70 Prozent werden in der Zoohandelsbranche bereits einkalkuliert.

Der internationale Handel mit Tieren sorgt außerdem dafür, dass weltweit Ökosysteme durcheinandergeraten. Es ist meist schwer, eine Tierart unter Artenschutz zu stellen, und selbst wenn Tiere unter Schutz stehen, werden sie oft trotzdem aus ihrem eigentlichen Lebensraum gerissen und ins Ausland verkauft. Das schadet nicht nur dem Ökosystem in ihrem Heimatland, sondern auch dem im Ankunftsland, wenn „eingeschleppte“ Tierarten sich ohne natürlich Fressfeinde unkontrolliert ausbreiten und heimische Arten bedrohen.

Sich ein Tier ins Haus zu holen sollte immer gut überlegt sein. Bei exotischen Tieren ist es fast nie eine gute Idee. Wer die nötige Fachkenntnis und die Möglichkeit hat, einem exotischen Tier ein gutes Zuhause zu bieten, adoptiert ein heimatloses Tier aus einer Auffangstation oder einem Tierheim. Sonst hilft das weder den Tieren noch den Menschen.