Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Sich einen Hund, eine Katze oder ein anderes Tier zu wünschen ist mehr als verständlich. Eins zu Weihnachten zu verschenken ist trotzdem keine gute Idee.

Foto: PETA / Katharina Kröger

Es ist meist gut gemeint: Jemand wünscht sich einen Hund, eine Katze, ein Meerschweinchen oder eine Schildkröte, weil es sich nun mal sehr schön anfühlt, ein Tier an seiner Seite zu haben und sich darum zu kümmern, dass es ihm gut geht. Klar hat dieser Mensch vor, regelmäßig mit dem Hund rauszugehen, der Katze nur das beste Futter zu kaufen und alle Steckdosen kaninchensicher zu machen, und überhaupt soll es das Tier richtig gut bei ihm haben. Warum sollte man diesem Menschen den Wunsch nicht erfüllen, vielleicht zu Weihnachten?

Das Problem ist nicht, dass die Absicht nicht stimmt, sondern dass viele Menschen den Wunsch nach einem Tier nicht zuende durchdenken. Der beste Beweis dafür ist, dass die Tierheime nach den Feiertagen regelmäßig Tausende Neuankömmlinge unterbringen müssen, obwohl sie sowieso schon überfüllt sind. Denn auch wenn so ein Welpe mit einer roten Schleife um den Hals unterm Weihnachtsbaum sehr süß ist: Der Alltag mit einem Hund sieht anders aus.

Sich ein Tier ins Haus zu holen ist eine große Entscheidung, und die sollte man nicht einfach so treffen, nur weil Ende Dezember ist. Vor allem Kinder können oft nicht einschätzen, wie es ist, sich jahrelang um ein Tier zu kümmern, egal ob es gerade regnet oder Freibadwetter ist, in den Ferien, während Krankheitsphasen und irgendwann im Alter. Aber auch viele Erwachsene schätzen den Aufwand und die Kosten falsch ein, die es mit sich bringt, einen Hund impfen zu lassen, Möbel und Zimmerpflanzen auf Katzen abzustimmen oder eine Ratte so zu halten, dass sie sich nicht langweilt.

Tiere zu kaufen ist sowieso nie eine gute Idee, das gilt erst recht für exotische Tiere wie Schlangen, Geckos oder Schildkröten, die nicht in unsere Gefilde gehören. Wer Tieren helfen will, besucht am besten das nächste Tierheim und adoptiert da einen Hund, eine Katze oder ein Kleintier. Das geht nach dem Weihnachtsstress viel entspannter als vorher, und man hat nicht nur Zeit, sich mit den eigenen Plänen auseinanderzusetzen, sondern auch, Tiere erst einmal in Ruhe kennenzulernen. Einen neuen Mitbewohner will man ja nicht das erste Mal sehen, wenn er schon im Wohnzimmer sitzt, sondern lieber erst mal schauen, ob man zusammenpasst.

Ihr wisst nicht, was ihr sonst verschenken sollt? Wir wär’s mit Weihnachtssüßigkeiten, Kosmetik oder selbstgemachten Plätzchen?

Haustiere

Weil Liebe nicht käuflich ist.
Go Vegan!

Bitte nehmt eure Hunde nicht mit auf den Weihnachtsmarkt

Zwischen Glühweinständen und Dudelmusik ist kein Platz für Tiere. Warum ihr eure Hunde lieber von Weihnachtsmärkten fernhalten solltet.

Es ist eng und laut

Die laute Musik, das Stimmengewirr und die vielen herumstehenden und herumlaufenden Menschen stressen Hunde nicht nur, sie können sogar gefährlich werden. Vor allem kleine Hunde werden zwischen all den Menschenbeinen schnell übersehen, und auch große können versehentlich getreten, angerempelt oder umgerannt werden. Weihnachtliche Ausflüge mit Hunden gehen besser da, wo es entspannter ist.

Es ist voller Menschen

Im besten Fall wollen die einfach nur freundlich sein und eure Hunde streicheln, im schlimmsten Fall sind sie betrunken und grob zu euren Hunden. So oder so: Nicht jeder Hund steht auf fremde Menschen, erst recht nicht, wenn es im Gewimmel keine Möglichkeit zum Ausweichen gibt. Bevor die Hunde dann vor Panik vielleicht sogar zuschnappen, bleiben sie lieber zu Hause.

Es ist gefährlich

Wenn Hunde heruntergefallene Essensreste oder Müll essen, kann das leicht zu Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen führen. Noch gefährlicher wird es, wenn Hunde Knochen aus Grillresten verschlucken. Von heißem Glühwein, der im Gedrängel auf Hunden landen kann, und Scherben auf dem Boden ganz zu schweigen. Egal, wie sehr man aufpasst, sicher ist es für Hunde auf Weihnachtsmärkten nicht.

Besserer Plan: Hunde bei ihrem Lieblingssitter lassen und mit Menschenfreunden auf die veganen Weihnachtsmärkte gehen.