Vegan auf Festivals

Vegan auf Festivals ist immer so eine Sache. Wir haben Tipps für euch, wie ihr am besten tierleidfrei durch den Festivalsommer kommt.

Lage checken!

Viele Festivals haben inzwischen die Nachfrage nach veganem Essen registriert und stellen ihr Angebot entsprechend auf. Zwar lässt sich von den Veranstaltern meist wenig über die Stände vor Ort erfahren, aber wer mobilen Pflanzenbratern wie Just Like Your Mom oder der Veggie Snack Bar online folgt, bekommt einen guten Überblick über die nächsten Standorte.

Pommes finden!

Wer schnell Kalorien, Fett und Wärme braucht, kommt meist auch ohne spezielle Veggie-Stände durch. Bei vermeintlich tierfreien Wok-Pfannen ist eher Vorsicht geboten (da oft mit Fischsauce zubereitet), auch bei den kleinen Frühlingsrollen ohne Fleisch solltet ihr besser genau nachfragen, ob sie tatsächlich vegan sind. Dafür kann man mit den guten alten Pommes meist nicht viel falsch machen.

Vorbereiten!

Wer im Vorfeld Zeit hat, kann so gute vegane Köstlichkeiten vorbereiten, dass die Freunde grün vor Neid werden. Quinoa-Möhren Buletten, Kuss-Kuss mit Paprika, mediterrane Muffins oder der Linsen- Kartoffel-Aufstrich lassen sich in schnell vorbereiten und gut über zwei, drei Tage lagern. Hier findet ihr weitere Rezepte.

Selber kochen!

Festivalprofis reisen nicht ohne Gaskocher, Wasserkocher, Grill und Kühltasche (oder suchen zumindest gut ausgestattete Campnachbarn), was schier endlose Möglichkeiten eröffnet. Die Klassiker Dosenravioli, Grillwürstchen und Instant-Nudeln gibt es längst auch rein pflanzlich und in der budgetfreundlichen Discounter-Version.

Snacks packen!

Snacks sind wichtig. Vegane Chips, Flips, Dips, vegane Plätzchen, Kakao-Trinkpäckchen oder Müsliriegel sind schon lange kein Problem mehr. Ganz abgesehen davon, dass auch Klassenfahrt-Favoriten wie Oreos, Mamba und Dosenerdnüsse ganz ohne Tiere auskommen. Wer kühlen kann, packt noch ein paar Kilo Hummus und vegane Schoki ein und hat damit wirklich alle Jeeper abgedeckt.

Bananen mitbringen!

Sorry spießig, aber: gerade auf längeren Festivals sind am Ende alle denen dankbar, die zumindest ein paar Radieschen, eine Gurke oder ein paar Äpfel aufschneiden und damit das Camp vorm Skorbut retten können. Die wichtigste Festivalfrucht bleibt aber die Banane. Mit ihren Mineralien macht sie sogar den Katerkopf ein bisschen besser.

Festival Einkaufsliste

- herzhafte Brotaufstriche
- Erdnussbutter / Marmelade / Schokoaufstrich
- Obst (Bananen!)
- Gemüse (ggf. schon vorbereitet / geschnitten)
- Kekse
- Sojamilch / Sojakakao
- Müsli
- fertige Linsengerichte
- Hummus
- Knabberzeug / Chips
- Toast / Brot
- Instantkaffe / Tee
- Tofu- bzw Seitanprodukte (Würstchen, Bratlinge, Burger, Riegel)
- Gebackene Bohnen aus der Dose
- Gemüseravioli
- Instant-Reisgerichte
- (Mineral-) Wasser / Limo
- Saft
- Schoko- bzw. Müsliriegel
- Suppen

Wenn ihr wissen wollt, wo ihr was einkaufen könnt, dann werdet ihr in unserem Einkaufsguide fündig.

Go Vegan!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

Warum Butter das klimaschädlichste Lebensmittel ist

Jetzt wollen uns die Veganer auch noch die Butter vom Brot nehmen? Ja, denn die macht nicht nur Tiere kaputt, sondern auch das Klima.

Als würde es nicht reichen, dass Butter aus Milch gemacht wird, mit der Kühe eigentlich ihre Babys großziehen wollten. Die werden ihnen stattdessen kurz nach der Geburt weggenommen, eingesperrt und entweder direkt getötet und zu Kalbfleisch verarbeitet oder künstlich befruchtet, damit sie selbst als Milchkühe benutzt werden können.

Falls jemand trotzdem noch mehr Argumente braucht, das mit den Tierprodukten sein zu lassen, bitte sehr: Butter ist das klimaschädlichste Lebensmittel überhaupt. Ein Kilo Butter ist an über 23 Kilo CO2 Schuld. Bei Kartoffeln beispielsweise sind es nicht mal 200 Gramm, bei Tofu nur ein Kilo. Woran das liegt?

Butter zerstört Wälder

Es stimmt schon, dass für den Sojaanbau die Regenwälder abgeholzt werden – aber nicht, um daraus Tofu für Veganer zu machen, sondern um damit Tiere zu füttern. Weil es ziemlich ineffizient ist, Soja und Getreide durch Kühe zu jagen, statt es selbst zu essen, werden dafür riesige Flächen verbraucht. Dem Weltklima tun abgeholzte Bäume natürlich gar nicht gut.

Butter verschwendet Ressourcen

Neben den Lebensmitteln, die als Tierfutter draufgehen, statt direkt Menschen zu ernähren, verbraucht die Milchindustrie auch Unmengen an Wasser, Bodenflächen und Energie.

Butter erzeugt Treibhausgase

Wo viele Tiere sind, wird auch viel verdaut. Die weltweite Tierwirtschaft sorgt jährlich für mindestens 32 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid und außerdem für riesige Mengen an Methan und Stickoxid, die drei klimarevelantesten Treibhausgase also, die entweder direkt durch die Ausscheidungen der Tiere in der Umwelt landen oder indirekt durch Produktionsprozesse wie die Abholzung der Wälder. Umweltschädlicher geht es kaum noch.

Butter ist stark verarbeitet

Und warum ist jetzt Butter schlimmer als andere Milchprodukte? Ganz einfach, weil sie besonders konzentriert ist. Um Kuhmilch in Butter zu verwandeln, sind viele einzelne Schritte nötig, für die jeweils Energie draufgeht und bei denen immer weniger übrigbleibt. Extrem viel Einsatz für extrem wenig Lebensmittel also.

Ihr glaubt nicht, dass ihr ohne Butter könnt? Unser Vegan Kickstart zeigt euch, wie es geht.