Vegan im Kino

Wer sich zum Film nicht mit ungesundem Quatsch vollstopft, kann gleich zuhause bleiben. So geht veganes Essen im Kino.

Popcorn

Die Jubelnachricht zuerst: Das Popcorn in so gut wie allen großen Kinoketten ist vegan. Das gilt für die süße und die salzige Version und auch, wenn es künstlich nach Butter schmecken soll. Wer nicht ins Cinemaxx, Cineplex oder ein sonstiges Multiplex-Kino geht, fragt sicherheitshalber noch mal nach.

Nachos

Die meisten Kinoketten verkaufen Nachos und Dips der Marke Hombre. Deren Nachos sind laut eigener Aussage vegan, das gilt aber weder für die Salsa noch für den Käsedip. Also lieber einen Bottich Käsesoße von zuhause mitbringen.

Chips und Nüsse

Je nach Kette variiert das Angebot ein wenig, aber irgendwas mit Chips und Nüssen gibt es fast überall. Beim Cinemaxx lässt sich sehr vorbildlich online einsehen, welche veganen Snacks es in verschiedenen Städten gibt, ansonsten gilt wie immer: Viele Sorten Pringles sind vegan, Standard-Erdnüsse und Studentenfutter sind vegan, alte Trickser wie Chipsfrisch ungarisch sind es nicht. Unser Einkaufsguide hilft im Zweifel weiter.

Eis

Am Plastikaufsteller mit den mischbaren Gummitieren gehen Veganer lieber vorbei – die enthalten nämlich echte Tiere – aber das Eis sollte man nicht einfach so ignorieren. Die allermeisten Kinos haben eine Langnese-Kühltruhe am Start, in der vegane (allerdings nicht tierversuchsfreie) Klassiker wie Flutschfinger, Calippo und Capri chillen. Kleinere Kinos haben außerdem oft Schätze wie Mr. Tom, Ritter Sport Marzipan oder Oreos im Regal.

Getränke

Auch hier setzen die meisten Kinos praktischerweise auf große Marken wie Bionade, Coca-Cola, Fritz, Red Bull und Beck’s, bei denen das allermeiste vegan ist. Meist gibt es außerdem heißen Tee und schwarzen Kaffee. Dass Sojamilch dazu cool wäre, kann man ruhig solange erwähnen, bis es was wird.

Ihr guckt Filme lieber zuhause? Hier sind unsere Netflix-Empfehlungen und die passenden selbstgemachten Snacks dazu.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
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Warum jeder seine Cornflakes mit Sojamilch essen sollte

Keine Ausreden mehr, wirklich nicht. Hier sind 6 Gründe, warum vegane Milch die bessere Milch ist, wenn es um Cornflakes geht.

Foto: Yvens Banatte

1. Viele Cornflakes sind eh schon vegan

Und zwar nicht nur die klassischen plattgedrückten Maiskörner, sondern auch zufällig vegane Luxuscerealien wie Nugat Bits, Schoko Krunchy oder Zimt Chips, die zwar nicht ganz so gesund sind wie eine Schale Spinat zum Frühstück, aber doch irgendwie angenehmer. Dieses tierfreie Zuckerglück mit etwas zuschütten, das eben noch in einem entzündeten Euter rumgeschwappt ist? Vielleicht lieber nicht.

2. Denkt an die Kinder!

Apropos Euter: Die haben Kühe nicht etwa, weil sie damit so gut an Melkmaschinen andocken können, sondern genau wie Menschen, um ihren Nachwuchs zu stillen. Und genau wie Menschen (und alle anderen Säugetiere) „geben“ Kühe auch nur dann Milch, wenn sie gerade schwanger waren und jetzt ein Baby darauf wartet, gefüttert zu werden. Wer also schon seit Kinderzeiten gerne Kuhmilch über seine Cornflakes kippt, sollte spätestens beim Erwachsenwerden darauf kommen, dass dafür irgendwo ein Kalb von seiner Mutter getrennt wurde und die Milch jetzt dringender gebrauchen könnte.

3. Gesünder geht’s immer

Klar haben wir alle das Bild der liebevollen 50er-Jahre-Hausfrau vor Augen, die ihrem rotwangigen Nachwuchs literweise Kuhmilch eintrichtert, damit die Kleinen groß und stark werden. Aber damals haben sie uns ja auch Zigaretten als unschädlichen Freizeitspaß verkauft. In Wahrheit sorgt Kuhmilch gerade bei Kindern immer wieder für Allergien, reagieren auch Erwachsene darauf oft mit fiesen Magenproblemen und ist vor allem am Mythos nichts dran, dass es nirgendwo sonst so viel Eiweiß und Kalzium gibt. Das steckt auch zur Genüge in Alternativen wie Sojamilch, denen oft sogar weitere sinnvolle Dinge wie Vitamin B12 zugesetzt sind.

4. Eine Welt voller Möglichkeiten

Wer Kuhmilch trinkt, trinkt Kuhmilch. Wer Pflanzenmilch trinkt, kann sich je nach Tageslaune und Cerealien zwischen Mandelmilch, Dinkelmilch, Haselnussmilch, Kokos-Reis-Milch und zig anderen Sorten entscheiden. „Ich mag kein Soja“ zählt also definitiv nicht als Argument.

5. Das Auge isst mit

Der unwichtigste aller Gründe, aber trotzdem: So eine Packung Oatly-Hafermilch beispielsweise macht sich auf dem Frühstückstisch direkt viel hübscher als der alberne Karton mit der glücklichen Kuh (die in Wahrheit ziemlich unglücklich ist). Und für Leute, denen Facebook morgens noch zu anstrengend zu lesen ist, macht auch der Text darauf mehr Spaß.

6. Was kostet die Welt!

Nicht so viel, ehrlich gesagt. Zwar wird Kuhmilch dank Subventionen immer noch viel billiger verkauft, als das bei einem Produkt mit so viel aufwändiger Tierquälerei dahinter möglich sein sollte, aber inzwischen kann sich wirklich jeder die pflanzliche Alternative leisten. Längst gibt es in den Discountern nicht nur Sojamilch, sondern auch Soja-Vanillemilch, Hafermilch und Reismilch für wenig Geld, und wer am liebsten via DIY spart, kann sich beispielsweise Haselnussmilch auch günstig selbst machen.

Noch mehr vegane Cornflakes, Milchsorten und sonstige Frühstückszutaten stehen im Einkaufsguide. Und wer sich nach dem ersten Schritt noch ein paar mehr trauen möchte, ist beim Vegan Kickstart richtig.