Vegan leben

Wenn die Entscheidung gegen Tierquälerei erst mal gefallen ist, geht der Rest ganz leicht. Mit unseren Tipps und Tricks fürs vegane Einkaufen, Kochen und Essen schafft jeder den Übergang.

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Vegan Kickstart
Der erste Schritt
Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Vegan Kickstart versorgt euch 30 Tage lang per Mail mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.

Vegan und gesund

Tieren tut es sowieso nicht gut, eingesperrt, verstümmelt und getötet zu werden, aber auch für Menschen hat das vegane Leben so einige gesundheitliche Vorteile. Der offensichtlichste: Wer sich damit beschäftigt, ob Tierprodukte im Essen stecken, schaut automatisch auch darauf, was sonst so drin ist. Dabei ist es überhaupt nicht schwierig, alle Nährstoffe aus Pflanzen zu ziehen, und das Risiko für einige der häufigsten Zivilisationskrankheiten kann man auch verringern.
Darauf müsst ihr achten
Dem beugt ihr vor
Darauf müsst ihr achten
Vitamin B12

Das einzige Vitamin, auf das Veganer wirklich achten sollten. Vitamin B12 ist wichtig für die Blutbildung und das Nervensystem und wird nur von Mikroorganismen hergestellt. Zwar kann ein B12-Mangel auch bei Vegetariern und Fleischessern auftreten, aber Veganer sollten besonders darauf achten, die Versorgung durch Nahrungsergänzungsmittel, angereicherte Lebensmittel oder eine spezielle Zahnpasta sicherzustellen.

Kalzium

Das Gerücht, dass Milch für starke Knochen sorgt, stimmt nicht so ganz. In Wahrheit ist die Osteoporoserate in den Ländern am höchsten, in denen die meiste Milch konsumiert wird. Leichter geht die Versorgung mit grünem Gemüse wie Brokkoli oder Grünkohl, Sesam, Mandeln und kalziumreichem Mineralwasser. Außerdem wichtig für die Kalziumversorgung: ausreichend Vitamin D.

Eisen

Eisenmangel kommt bei Veganern nicht häufiger vor als bei Omnivoren, aber es sollten alle auf eine gute Versorgung aufpassen. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, manche Gemüsesorten und Trockenfrüchte liefern wichtiges Eisen. Und Vitamin C erhöht die Aufnahme von Eisen. Wer sich ausgewogen ernährt und zu eisenhaltigen Lebensmitteln zum Beispiel ein Glas Orangensaft trinkt, macht also alles richtig.

Proteine (Eiweiß)

Vor einem Proteinmangel muss auch bei pflanzlicher Ernährung niemand Angst haben, schließlich ist Eiweiß fast überall drin. Gute pflanzliche Proteinquellen sind beispielsweise Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, doch selbst Kartoffeln und Brokkoli enthalten gewisse Mengen. Es ist praktisch unmöglich, zu wenig davon zu sich zu nehmen, wenn man insgesamt genug isst.

Omega-3-Fettsäuren

Gehören zu den ungesättigten Fettsäuren, von denen man im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren ausreichend zu sich nehmen sollte. Es gibt drei wichtige Omega-3-Fettsäuren, von denen hauptsächlich eine in Pflanzen vorkommt. Die anderen muss der Körper daraus herstellen. Es gibt außerdem Omega-6-Fettsäuren, die in der veganen Ernährung reichlich vorkommen, aber die Umwandlung von der einen Omega-3-Fettsäure in die zwei anderen erschweren.

Vitamin D

Am einfachsten ist es, sich jeden Tag mindestens 15 Minuten lang die Sonne auf möglichst viel Haut scheinen zu lassen, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. Zwischen Oktober und März wird bei uns eine Supplementierung oft empfohlen. Veganer nehmen dafür am besten ein Vitamin-D2-Präparat (weil D3, das zum Beispiel oft Margarine zugesetzt ist, oft aus Wollfett gewonnen wird) oder achten auf eine entsprechende Kennzeichnung.

Jod

Ein Jodmangel kommt auch in Europa noch sehr häufig vor. Durch die häufige Verwendung von Jodsalz konnte dieses Problem verkleinert werden. Leider wird Jodsalz heute bei Brot und Fertigprodukten nicht mehr grundsätzlich verwendet. Nachschauen lohnt sich also. Am einfachsten ist es, grundsätzlich Jodsalz zu verwenden und regelmäßig Algen (mit mittlerem Jodgehalt, z.B. Nori) zu essen.

Dem beugt ihr vor
Alzheimer

Hoffentlich sowieso noch weit entfernt, aber vorbeugen lohnt sich immer. Wer sich pflanzlich ernährt und damit viele Antioxidantien, aber wenige Transfettsäuren und gar kein Cholesterin zu sich nimmt, senkt eventuell das Demenzrisiko.

Impotenz

Klar kann es alle möglichen Gründe für die sogenannte „erektile Dysfunktion“ geben, aber verstopfte Arterien sind oft einer der wichtigsten. Dagegen hilft unter anderem eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse statt tierischem Fett.

Akne

Kuhmilch enthält Wachstumshormone, die für Kälber genau richtig sind, bei Menschen aber dafür sorgen können, dass die Haut fettiger wird und sich Pickel bilden. Bei Soja-, Mandel- oder Reismilch besteht dieses Risiko nicht.

Herzinfarkt

Wer Tierprodukte isst, nimmt leicht zu viele gesättigte Fette und Cholesterin zu sich. Das kann zu Arteriosklerose und schließlich zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Wer sich pflanzlich ernährt, hat dafür ein geringeres Risiko.

Diabetes

Diabetes Typ 1 lässt sich schwer verhindern, aber Typ 2 lässt sich mit veganem Leben super vorbeugen. Schließlich gelten Übergewicht und eine ballaststoffarme Ernährung als Hauptfaktoren. Wer also viel Obst, Gemüse und Vollkorngetreide isst, macht schon mal viel richtig.

Krebs

Veganer essen meist mehr Obst und Gemüse als andere Leute und nehmen deshalb mehr Antioxidantien zu sich, die vor Krebs schützen können. Außerdem wird der Verzehr von rotem Fleisch, verarbeiteten Fleischprodukten und Milchprodukten mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht.

Die vegane Nährwerttabelle

Wir zeigen euch hier in einer Übersicht, woher ihr die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe bekommt – auch wenn es gut ist, das zu wissen, heißt es allerdings nicht, dass ihr vor jedem Essen diese Liste studieren müsst..

Mineralstoffe
Eisen

Eisen

Eisenmangel muss nicht unbedingt mit der Ernährung zusammenhängen. Eine gute Auswahl eisenreicher Lebensmittel (und es gibt viele pflanzliche), die Kombination mit Vitamin C-reichen Lebensmitteln und einer guten Zubereitung macht es Veganern leicht, ihre Eisenspeicher auf einem Top-Niveau zu halten.

 

Wichtig für: Sauerstofftransport im Blut, Immunabwehr, Bildung von Hormonen, Energiegewinnung

 

Steckt in: Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth, Hafer(flocken), Roggen (z. B. Roggenvollkornbrot) Hirse, Hülsenfrüchten, Samen (vor allem Kürbiskerne, Sesam und Sonnenblumenkerne) und Samenmus, Tempeh, Möhrengrün, Petersilie.

Jod

Jod

Ein Jodmangel kommt auch in Europa noch sehr häufig vor. Durch die häufige Verwendung von Jodsalz konnte dieses Problem verringert werden. Leider wird Jodsalz heute bei Brot und Fertigprodukten nicht mehr grundsätzlich verwendet. Nachschauen lohnt sich also. Am einfachsten ist es, grundsätzlich Jodsalz zu verwenden und regelmäßig Algen (mit mittlerem Jodgehalt, z. B. Nori) zu essen.

 

Wichtig für: (Bestandteil der Schilddrüsenhormone und damit) Gewebewachstum, Zellteilung, Nervenentwicklung bei Neugeborenen, Verstoffwechslung der Nahrung, Grundumsatz, Reifung von Gehirn und Knochen

 

Steckt in: jodiertem Salz, jodiertem Kräutersalz, Algen (wie z.B. Nori)

Kalium

Kalium

Kalium hilft, Schlaganfälle und Bluthochdruck zu vermeiden. Die meisten Menschen haben genug davon im Körper und müssen sich deshalb keine Sorgen machen.

 

Wichtig für: Zellschutz, Herz-Kreislauf-System, Wasserhaushalt

 

Steckt in: Fruchtsäften, Gemüse, Kartoffeln, Obst, Sojabohnen, Weizenkeimen

Kalzium

Kalzium

Das Gerücht, dass Milch für starke Knochen sorgt, stimmt nicht so ganz. In Wahrheit ist die Osteoporoserate in den Ländern am höchsten, in denen die meiste Milch konsumiert wird. Viel wichtiger für die Kalziumversorgung: ausreichend Vitamin D. Wer jung ist, hat zudem noch den Vorteil, seine Knochen richtig gut aufbauen zu können, ab 30 lässt das nämlich entschieden nach. Also vorsorgen.

 

Wichtig für: Knochen- und Zahnaufbau, Blutgerinnung, Muskel- und Herzkontraktion

 

Steckt in: Kalziumreichem Mineralwasser (> 400 mg/l), angereicherter Pflanzenmilch, Sesammus, Mandelmus, oxalatarmem grünem Gemüse (Grünkohl, Wirsing, Brokkoli, Spitzkohl, Pakchoi, Feldsalat, Endivie), „Sojafleisch“ (Textured Vegetable Protein = Sojagranulat und Co.), Hülsenfrüchten, Feigen.

Magnesium

Magnesium

Der Mineralstoff, der sich vegan beispielsweise über Nüsse aufnehmen lässt, sorgt nicht nur für gesunde Muskeln, sondern unterstützt auch den Kalziumstoffwechsel.

 

Wichtig für: Muskeln, Kalziumverwertung

 

Steckt in: Hefeextrakt, Nüssen, Soja, Vollkorngetreide, Weizenkeimen

Selen

Selen

Als Teil eines Antioxidants fängt Selen Freie Radikale und schützt damit die Zellen. Ein Mangel kommt extrem selten vor.

 

Wichtig für: Immunsystem, Zellschutz

 

Steckt in: Bananen, Nüssen (vor allem Paranüssen), Samen, Sojabohnen, Vollkornprodukten

Zink

Zink

Schöne Haut, schönes Immunsystem, schöner Stoffwechsel: Zink spielt im Körper viele wichtige Rollen. Zink lässt sich über die Ernährung ausreichend aufnehmen, wichtig ist allerdings gute Küchenpraxis: Hülsenfrüchte ordentlich quellen und garen, Getreide und Samen keimen. Auch fermentierte oder geröstete Lebensmittel sind eine gute Idee.

 

Wichtig für: Säure-Basen-Haushalt, Alkoholentgiftung, Immunsystem, Sehvorgang, Spermienproduktion, Wundheilung.

 

Steckt in: Vollkorngetreide und Vollkorngetreideprodukten wie Vollkornsauerteigbrot, Hülsenfrüchte (z. B. als Sojajoghurt und Tempeh), Samen, Nüsse

Nährstoffe
Ballaststoffe

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind Bestandteile in unserer Nahrung, die im Magen-Darm-Trakt nicht oder nur teilweise gespalten werden können. Ursprünglich hielt man sie deswegen für überflüssigen Ballast. Heute wissen wir, dass Ballaststoffe eine Gruppe vielseitiger, wichtiger Pflanzeninhaltsstoffe sind. Wer sich ausgewogen vegan ernährt, nimmt, im Gegensatz zur Durchschnittsbevölkerung, in der Regel genug Ballaststoffe zu sich.

 

Wichtig für: Sättigung, Bindung von Gallensäuren im Darm und somit Senkung des Cholesterinspiegels, Unterstützung der Darmtätigkeit, Förderung einer gesunden Darmflora

 

Stecken in: Vollkorngetreide und Vollkorngetreideprodukten wie Vollkornnudeln, Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Trockenfrüchten und Nüssen

Fette

Fette

Von gesättigten Fettsäuren, zum Beispiel aus verarbeiteten Lebensmitteln oder manchen tierischen Produkten, lieber nicht zu viel essen; dafür sind ungesättigte Fettsäuren umso wichtiger für die Zellen. In vielen Pflanzen steckt genug davon drin.

 

Wichtig für: Energiegewinnung, Aufbau der Zellwände, Hormonbildung

 

Stecken in: Avocados, Nüssen, Samen, Pflanzenöl

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate

Am besten darauf achten, weniger einfache Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehlprodukte zu essen und mehr komplexe Kohlenhydrate aus Vollkorn und Gemüse. Die liefern zudem noch wichtige Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe.

 

Wichtig für: Energiegewinnung

 

Stecken in: Getreide und Getreideprodukten wie Nudeln, Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Gemüse und Obst

Proteine (Eiweiß)

Proteine (Eiweiß)

Vor einem Proteinmangel muss auch bei pflanzlicher Ernährung niemand Angst haben, schließlich sind Proteine fast überall drin. Es ist praktisch unmöglich, zu wenig davon zu sich zu nehmen, solange man genug isst.

 

Wichtig für: Bildung von Körpergewebe (z.B. Muskeln), Aufbau von körpereigenen Proteinen, Energiegewinnung, Zellaufbau, Hormonbildung

 

Stecken in: Getreide und Getreideprodukten wie Nudeln, Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth, Hülsenfrüchten inklusive Soja und Sojaprodukten, Nüssen und Kartoffeln

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind chemisch sehr unterschiedliche Pflanzeninhaltsstoffe. Ihre Zahl wird in die Tausende geschätzt. Im menschlichen Körper, wie auch in den Pflanzen, haben sie eine sehr vielfältige, teils gesundheitsfördernde Wirkung.

 

Wichtig für: Krebsvorbeugung, Senkung des Cholesterinspiegels, Immunsystem, Radikalabwehr

 

Stecken in: Gemüse, Obst, Gewürzen und Kräutern

Vitamine
Folsäure

Folsäure

In der Allgemeinbevölkerung ist die Versorgung oft kritisch. In einer ausgewogenen und frischen veganen Ernährung steckt ausreichend Folsäure. Wer nicht gerade eine Schwangerschaft plant, muss also nichts ergänzen, um in Sachen Zellbildung auf der sicheren Seite zu sein.

 

Wichtig für: Blutbildung, Zellteilung, Schwangerschaft (Vorbeugung von Fehlbildungen)

 

Steckt in: grünem Blattgemüse, grünem Kohlgemüse, Spargel, Vollkorngetreide (insbesondere Weizenkeimen und -kleie)

Vitamin A (Beta-Carotin)

Vitamin A (Beta-Carotin)

Vitamin A kommt aus tierischen Quellen, Beta-Carotin ist die pflanzliche Vorstufe davon. Bekannt als der Inhaltsstoff, der Karotten so gut für die Augen macht. Ist aber auch in allem möglichen anderen Obst und Gemüse enthalten und kann noch viel mehr.

 

Wichtig für: Wachstum und Entwicklung von Zellen, Sehvorgang

 

Steckt in: Backpflaumen, Birnen, Brokkoli, Brunnenkresse, Erbsen, getrockneten Aprikosen, grünem Gemüse, Grünkohl, Karotten, Kohl, Kopfsalat, Kürbis, Mangos, Orangen, Petersilie, Pfeffer, Rosenkohl, roter Paprika, Rüben, Spinat, Süßkartoffeln, Tomaten, Wasserkresse

Vitamin B1 (Thiamin)

Vitamin B1 (Thiamin)

Hilft dem Körper dabei, Energie aus der Nahrung freizusetzen, und hält das Nervensystem in Schuss. Weil Vitamin B1 wasserlöslich ist, sollte man das Wasser nach dem Gemüsekochen nicht wegschütten, sondern möglichst weiterverwenden.

 

Wichtig für: Stoffwechsel, Energiehaushalt

 

Steckt in: Avocados, Bier, Erdnüssen, grünem Blattgemüse, Haferschrot, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Nüssen, Pilzen, Vollkornprodukten, Weizenkeimen

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12 (Cobalamin)

Das einzige Vitamin, auf das Veganer wirklich achten sollten. Vitamin B12 spielt bei der Blutbildung und für das Nervensystem eine wichtige Rolle und wird nur von Mikroorganismen hergestellt. Zwar kann ein B12-Mangel auch bei Vegetariern und Fleischessern auftreten, aber Veganer sollten besonders darauf achten, die Versorgung durch Nahrungsergänzungsmittel sicherzustellen. Dazu ergänzend gibt es angereicherte Lebensmittel und eine spezielle Zahnpasta.

 

Wichtig für: Zellteilung, Blutbildung, Nervensystem, Herz-Kreislauf-System

 

Steckt in: Nahrungsergänzungsmitteln, spezieller Vitamin B12-Zahnpasta, angereicherten Cerealien, Pflanzendrinks und Fruchtsäften

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B2 (Riboflavin)

Sorgt dafür, dass Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße in Energie umgewandelt werden. Weil Vitamin B2 hitzeempfindlich ist, lohnt es sich, die entsprechenden Nahrungsmittel nicht zu lange zu kochen oder, wenn möglich, auch roh zu essen.

 

Wichtig für: Krankheitsabwehr, Embryonalentwicklung, Energiestoffwechsel, Nervensystem

 

Steckt in: Vollkorngetreide und Vollkorngetreideprodukten wie Vollkornsauerteigbrot, Brokkoli, Grünkohl, Hefeflocken, Hülsenfrüchten, Nüssen, Pilzen, Samen (z. B. Kürbiskernen), „Sojafleisch“ (Textured Vegetable Protein = Sojagranulat und Co.)

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Vitamin B6 hilft vor allem beim Eiweißstoffwechsel. Wie viele Vitamine ist es hitzeempfindlich und bleibt deshalb am besten bei kurzen Kochzeiten erhalten.

 

Wichtig für: Stoffwechsel

 

Steckt in: Aprikosen, Avocados, Bananen, Bohnen, Erdnüssen, Grünkohl, Kartoffeln, Johannisbeeren, Linsen, Pilzen, Rosenkohl, Spinat, Vollkornprodukten, Weizenkeimen

Vitamin C

Vitamin C

Vitamin C ist nicht nur wichtig für das Immunsystem, sondern auch für festes Bindegewebe inklusive Zahnfleisch. Eine zu geringe Aufnahme ist bei einer pflanzlichen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sehr unwahrscheinlich.

 

Wichtig für: Immunsystem, Bindegewebe, Krebsvorbeugung, Eisenaufnahme

 

Steckt in: Grünem Gemüse, Paprika, Hagebutten, Kartoffeln, Kiwis, Kohl, Mangos, schwarzen Johannisbeeren, Steckrüben, Tomaten, Zitrusfrüchten

Vitamin D

Vitamin D

Am einfachsten ist es, sich jeden Tag mindestens 15 Minuten lang die Sonne auf möglichst viel Haut scheinen zu lassen, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen. Zwischen Oktober und März wird in unseren Breitengraden mittlerweile eine Supplementierung oft empfohlen. Veganer nehmen dafür am besten ein Vitamin-D2-Präparat (weil D3, das zum Beispiel oft Margarine zugesetzt ist, oft aus Wollfett gewonnen wird) oder achten auf eine entsprechende Kennzeichnung.

 

Wichtig für: Kalziumaufnahme, Knochen- und Zahnaufbau, Immunsystem, Insulinherstellung, Krebsvorbeugung

 

Steckt in: Sonnenlicht, angereicherten Cerealien und Pflanzendrinks, Nahrungsergänzungsmitteln

Vitamin E

Vitamin E

Vitamin E gehört zu den Antioxidantien, fängt also Freie Radikale im Körper, die sonst die Zellen angreifen würden. Vor allem in pflanzlichen Ölen ist genug Vitamin E drin, um den Bedarf zu decken.

 

Wichtig für: Gefäßgesundheit, Immunsystem, Zellschutz

 

Steckt in: Grünem Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Pflanzenölen, Samen, Tofu, Vollkornprodukten, Weizenkeimen

Vitamin K

Vitamin K

Wer viel grünes Blattgemüse isst, macht in Sachen Vitamin K schon mal viel richtig. Das Vitamin ist nicht nur wichtig für die Blutgerinnung, sondern stärkt außerdem die Knochen und hilft bei der Krebsvorsorge.

 

Wichtig für: Knochenbildung, Blutgerinnung, Krebsvorbeugung

 

Steckt in: Blumenkohl, Getreide, grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Pflanzenölen, Obst

6 Gründe, vegan zu leben
Vegetarisch zu essen, ist schon mal ein guter erster Schritt, aber leider nicht genug. Tiere auszubeuten schadet nämlich Tieren und Menschen.
01
Intensiv-Tierhaltung
01/6
Für Milch werden Kühe meist in enge Ställe gesperrt, für Eier müssen Hühner meist dicht gedrängt auf ihren eigenen Exkrementen leben. Anders als in der Fleischindustrie sieht es da auch nicht aus.
02
Tiertransporte
02/6
Spätestens auf dem Weg zum Schlachthaus werden auch Kühe und Hühner nicht selten zu Hunderten oder Tausenden auf LKWs gequetscht und müssen dort bis zum Ziel oft tagelang ohne Futter oder Wasser aushalten. Einige sterben deshalb schon unterwegs.
03
Eintagsküken
03/6
Auch die Eierindustrie bringt täglich Tiere um. Direkt nach der Geburt werden die Küken gesext, also nach Geschlecht sortiert. Weil männliche Hühner keine Eier legen können, landen die männlichen Küken direkt im Schredder oder werden vergast.
04
Umweltschutz
04/6
Die landwirtschaftliche Tierhaltung rodet Wälder, lässt Pestizide und Gülle ins Trinkwasser sickern, verursacht mehr Treibhausgas-Emissionen als der globale Straßenverkehr und verbraucht Unmengen an Wasser, Getreide und fossilen Energien.
05
Welthunger
05/6
Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren. Statt Soja und Getreide direkt den Menschen zu geben, wird ein Großteil davon an Tiere verfüttert, die für Fleisch, Milch oder Eier gehalten werden.
06
Gesundheit
06/6
Tierisches Eiweiß belastet den Körper eher, als ihm gutzutun. Eine pflanzliche Ernährung enthält stattdessen meist nicht nur mehr Vitamine und Ballaststoffe, sondern kann auch das Risiko für viele Zivilisationskrankheiten senken.
Für eine Welt ohne Schlachthäuser
VEGAN WERDEN
WAS LOS DIGGA
Was jeder übers Essen wissen sollte
Kühe geben nicht einfach so Milch. Sondern genau wie Menschen und alle anderen Säugetiere nur dann, wenn sie schwanger waren. Damit das Kalb nicht wegtrinkt, was ihm eigentlich zusteht, wird es meist direkt nach der Geburt von seiner Mutter getrennt.
Käse ist nicht immer vegetarisch

Weil Milch eigentlich Nahrung fürs Kalb ist, haben Kälber auch ein besonderes Enzymgemisch im Magen, das ihnen dabei hilft, die Milch zu verdauen. Käseproduzenten benutzen das Lab aus den Mägen besonders jung geschlachteter Kälber, um Hart- und Schnittkäse herzustellen. Lab ist nicht deklarierungspflichtig und in den meisten Käsesorten enthalten.

Für veganen Käse muss kein Tier leiden
Fleisch kann mit Darmbakterien verunreinigt sein

Ekliger geht es kaum: Im Rahmen einer Studie wurden 200 Hackfleischproben aus dem Supermarkt untersucht, von denen 20 Prozent mit Salmonellen verseucht waren. Die stammen aus dem Kot von Tieren, der durch mangelnde Hygiene bei der Schlachtung ans Fleisch gelangt. Deshalb findet sich beispielsweise auf rohem Geflügel auch oft der Warnhinweis, das Fleisch nicht roh zu essen und alle Küchengeräte zu waschen.

Gelatine wird aus Knochen und Sehnen gewonnen
Die Eierindustrie tötet jedes Jahr 50 Millionen männliche Küken
Linsen enthalten jede Menge Eisen

Eisenmangel kommt bei Veganern nicht häufiger vor als bei Omnivoren, aber es sollten alle auf eine gute Versorgung aufpassen. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, manche Gemüsesorten und Trockenfrüchte liefern wichtiges Eisen. Da Vitamin C die Aufnahme von Eisen erhöht, sollte zu eisenhaltigen Lebensmitteln zum Beispiel ein Glas Orangensaft trinken.

Wer sich rein pflanzlich ernährt, hat ein geringeres Krebsrisiko als die Allgemeinbevölkerung.
Rund 60 Prozent der deutschen Getreideernte gehen in die Tierwirtschaft. Man benötigt rund 16 Kilo Getreide, um ein Kilo Rindfleisch zu produzieren. Würden die Menschen das Getreide direkt essen, müsste niemand mehr hungern.
Der Vegan Kickstart – Vegan werden leicht gemacht mit PETA ZWEI

Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen.  Unser Vegan Kickstart versorgt euch 30 Tage lang mit  Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach  steht euch bei Fragen per Mail oder Whatsapp mit Rat  und Tat zur Seite.  So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen.  Und danach? Entscheidet ihr selbst.