Warum der Studienstart der beste Zeitpunkt ist, vegan zu werden

Es ist nie zu früh (oder zu spät), etwas zu verändern, aber manche Momente bieten sich dafür besonders an. Wer schon länger mit dem Gedanken gespielt hat, Tierprodukte aus seinem Leben zu streichen, hat zum Studienbeginn allerbeste Chancen.

Keiner redet mehr rein

Wer noch bei den Eltern wohnt, isst oft entweder, was auf den Tisch kommt, oder muss Extraportionen kochen und sie dann rechtfertigen. Unmöglich ist eine vegane Lebensweise auch dann nicht, aber in der ersten eigenen Wohnung (oder WG oder Studentenwohnheim-Kammer) fallen eigene Entscheidungen gleich viel leichter.

Vegan ist günstig

Mit der Freiheit kommt natürlich auch die Verantwortung. Wer auszieht, muss nicht nur selbst Wäsche waschen und sich auch sonst zumindest einigermaßen um Ordnung und Sauberkeit kümmern, sondern auch einkaufen gehen. Die gute Nachricht: Viele studentische Grundnahrungsmittel wie Spaghetti mit Ketchup, Toast mit Aufstrichen oder TK-Pommes sind von ganz allein vegan und kosten kaum etwas. Fürs Update empfehlen sich Obst und Gemüse aus dem türkischen Supermarkt, Tofu aus dem Asialaden und natürlich die Discounter im Einkaufsguide.

Es gibt so viele tolle Rezepte

Nicht jeder muss gleich zum Hobbykoch werden, aber uns kann auch keiner erzählen, dass vegan eintönig ist. Von schnellen Sandwiches über gesunde Bowls und schokoladige Desserts bis zur supersimplen One Pot Pasta ist alles dabei.

Immer mehr Mensen machen mit

Klar gibt es immer noch Mensen, in denen außer zerkochtem Dosengemüse, Pommes und Salat nicht viel Veganes zu holen ist. Viele bieten inzwischen aber auch ausdrücklich vegane Menüs mit tierfreier Currywurst, Seitan-Döner oder Gemüsepfannen an. Unser Ranking zeichnet jedes Jahr die besten aus.

Unistädte sind Vegan-Hochburgen

Alte Weisheit: Eine neue Stadt entdeckt man am besten mit dem Bauch. Gerade Studentenstädte haben oft eine riesige Auswahl an veganen Cafés, Imbissen und Restaurants für alle Momente, in denen Mensa-Essen oder selbstgekocht unspannend klingen. Apps wie Happy Cow zeigen an, wo es was gibt.

Veganer finden schneller Freunde

Dass Menschen automatisch zu unsozialen Weirdos werden, wenn sie keine Tierprodukte mehr essen möchten, ist sowieso ein altes Gerücht, aber in Wahrheit stimmt sogar das Gegenteil: Veganer finden meist besonders schnell Anschluss. Ob man im Streetteam aktiv wird, sich an den Stammtisch im neuen Lieblingscafé setzt oder einfach morgens nach dem Feiern die nächste vegane Würstchenbude ansteuert, ist jedem selbst überlassen. Alleine bleiben Veganer jedenfalls nur, wenn sie es wollen.

 

Noch mehr Tipps zum Einstieg ins vegane Leben hat unser Vegan Kickstart, der euch 30 Tage lang kostenlos mit Ideen, Infos und Rezepten versorgt.

 

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Ernährung

Warum du dir bewusst machen solltest, was du isst.

8 Gründe, nicht vegan zu werden

Vegan zu leben ist zwar angesagt, aber nicht für jeden. Wer sich in einem dieser 8 Punkte wiederfindet, sollte sich das mit dem Veganwerden nochmal überlegen.

01 Ihr steht auf Tierquälerei

Jemanden anzuheuern, um ein Tier in einen winzigen Käfig zu zwängen, so dass es sich kaum bewegen kann, und ihm dann ohne Narkose oder Schmerzmittel die Hoden zu entfernen, klingt für euch nach einer Menge Spaß? Dann solltet ihr lieber nicht vegan werden.

02 Ihr hasst die Umwelt

Laut den Vereinten Nationen ist die Erzeugung tierischer Produkte einer der Hauptverursacher von Umweltproblemen. Die Tierwirtschaft ist in hohem Maße mitverantwortlich für den Klimawandel und macht den größten Anteil der von Menschen verursachten Treibhausgase aus. Wer die Umwelt also hasst, zerstört sie am besten durch den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern.

03 Ihr seid Löwen

Euch läuft der Speichel im Mund zusammen, während ihr eurer Beute hinterherjagt? Sobald ihr sie erwischt habt, zerfetzt ihr sie mit euren Reißzähnen und verspeist gleich vor Ort das rohe Fleisch? Dann ist das vegane Leben eher nichts für euch.

04 Welthunger interessiert euch nicht

Um ein Kilo Fleisch zu produzieren, braucht man bis zu 16 Kilo Getreide. Das ist ungefähr so, als würde man sieben Kilo Spaghetti kochen, aber nur 500 Gramm davon essen und den Rest wegwerfen. Wer Verschwendung okay findet, sollte lieber nicht vegan werden.

05 Ihr betreibt eine Tierfabrik oder ein Schlachthaus

Klar, wenn ihr Tiere züchtet oder schlachtet, dann geht es dabei natürlich um finanzielle Interessen. Solange der Profit stimmt, ist es egal, dass dafür Tiere leiden und sterben. Mit dieser Einstellung ist ein veganes Leben nichts für euch.

06 Für euch gilt das Recht des Stärkeren

Ihr findet es moralisch in Ordnung, andere zu misshandeln, weil sie schwächer sind als ihr? Dann Finger weg vom veganen Leben!

07 Ihr seid Kälber

Kühe produzieren genau wie Menschen nur aus einem Grund Milch: als Nahrung für ihr Neugeborenes. Kuhmilch ist also genau so konzipiert, dass winzige Kälbchen damit schnellstmöglich zu großen Rindern heranwachsen, die bis zu 1.200 Kilo schwer werden. Wenn ihr also vorhabt, ein kräftiges Rind zu werden, solltet ihr weiter Kuhmilch trinken.

08 Eure Gesundheit ist euch egal

Studien belegen, dass sowohl Fleisch als auch tierische Fette aus Milch und Käse gesundheitliche Schäden hervorrufen können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Übergewicht und Diabetes sind für euch bloß Hirngespinste? Dann macht lieber einen großen Bogen ums vegane Leben.