Warum ihr niemals Federn kaufen solltet

Egal ob als Boa, Staubwedel oder bunte Deko: Hinter Federn steckt so gut wie immer Tierquälerei.

Man kann eigentlich selbst drauf kommen: Eine Firma, die Katzenspielzeug, Staubwedel, Federboas, Haar-Accessoires oder sonstige Sachen aus Federn herstellen will, wird dafür kaum darauf warten, dass mal einem Vogel von selbst eine ausfällt, sondern sie da holen, wo sie billig und in Massen zu haben sind: in der industriellen Tierhaltung. Dort werden Gänse, Sträuße und andere Vögel für ihr Fleisch oder ihre Haut getötet, um dann mit den Federn noch mehr Gewinn zu machen.

Den bunten Federn, die man in Form aller möglicher Produkte kaufen kann, sieht man diesen Hintergrund nicht an. Ähnlich wie bei Pelz, den viele Leute als Besatz an Mützen oder Stiefeln automatisch für synthetisch halten und kaufen, obwohl sie sich nie einen Pelzmantel anschaffen würden, packen sich so auch Menschen Feder-Ohrringe oder Staubwedel aus Federn in den Warenkorb, obwohl sie nie absichtlich Tiere verletzen und töten wollen würden.

Da hilft nur: Genau hinsehen. Und im Zweifel ein Produkt einfach mal liegenlassen. Wer sich sicher sein will, findet genug Produkte, die ausdrücklich aus synthetischen Federn hergestellt sind, für die kein Vogel getötet wurde.

Übrigens: In diesen Produkten verstecken sich oft Daunen.

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.
Go Vegan!

Vorsicht: So verkauft Missguided das Fell von Katzen und Kaninchen als „Kunstpelz“!

Eine Recherche deckt auf: Die als „Kunstpelz“ gelabelten Bommel an Schuhen der britischen Klamottenkette bestehen in Wahrheit aus Katzenhaar.

Eigentlich unfassbar, aber keine Seltenheit: Was Hersteller als „Kunstpelz“ verkaufen, ist in Wahrheit oft vom echten Tier. Denn es ist tatsächlich oft billiger, Tiere zu töten und ihnen Haut und Haare abzuziehen, als synthetischen Pelz herzustellen. Unter welchen Umständen die Tiere gehalten und getötet werden, kann man sich vorstellen.

Eine Recherche von Sky News bei einigen der größten britischen Kleidungsketten deckt jetzt auf: Auch und gerade an den billigsten Produkten versteckt sich oft das Fell von echten Tieren. Die pinken Puschel an Heels von Missguided stellten sich bei der Analyse als Tierfell heraus – vermutlich von Katzen. Und auch bei House Of Fraser fanden die Reporter an Handschuhen nicht den deklarierten Kunstpelz, sondern Kaninchenfell.

Die Firmen haben nach den Vorwürfen versprochen, sich zu bessern und kein Tierfell mehr zu verkaufen. Wer sichergehen will, glaubt nicht einfach dem Label, sondern checkt im Laden noch mal selbst, ob es sich bei einem Produkt um echtes oder synthetisches Haar handelt. Im Zweifel: Finger weg.