Warum jeder seine Cornflakes mit Sojamilch essen sollte

Keine Ausreden mehr, wirklich nicht. Hier sind 6 Gründe, warum vegane Milch die bessere Milch ist, wenn es um Cornflakes geht.

Foto: Yvens Banatte

1. Viele Cornflakes sind eh schon vegan

Und zwar nicht nur die klassischen plattgedrückten Maiskörner, sondern auch zufällig vegane Luxuscerealien wie Nugat Bits, Schoko Krunchy oder Zimt Chips, die zwar nicht ganz so gesund sind wie eine Schale Spinat zum Frühstück, aber doch irgendwie angenehmer. Dieses tierfreie Zuckerglück mit etwas zuschütten, das eben noch in einem entzündeten Euter rumgeschwappt ist? Vielleicht lieber nicht.

2. Denkt an die Kinder!

Apropos Euter: Die haben Kühe nicht etwa, weil sie damit so gut an Melkmaschinen andocken können, sondern genau wie Menschen, um ihren Nachwuchs zu stillen. Und genau wie Menschen (und alle anderen Säugetiere) „geben“ Kühe auch nur dann Milch, wenn sie gerade schwanger waren und jetzt ein Baby darauf wartet, gefüttert zu werden. Wer also schon seit Kinderzeiten gerne Kuhmilch über seine Cornflakes kippt, sollte spätestens beim Erwachsenwerden darauf kommen, dass dafür irgendwo ein Kalb von seiner Mutter getrennt wurde und die Milch jetzt dringender gebrauchen könnte.

3. Gesünder geht’s immer

Klar haben wir alle das Bild der liebevollen 50er-Jahre-Hausfrau vor Augen, die ihrem rotwangigen Nachwuchs literweise Kuhmilch eintrichtert, damit die Kleinen groß und stark werden. Aber damals haben sie uns ja auch Zigaretten als unschädlichen Freizeitspaß verkauft. In Wahrheit sorgt Kuhmilch gerade bei Kindern immer wieder für Allergien, reagieren auch Erwachsene darauf oft mit fiesen Magenproblemen und ist vor allem am Mythos nichts dran, dass es nirgendwo sonst so viel Eiweiß und Kalzium gibt. Das steckt auch zur Genüge in Alternativen wie Sojamilch, denen oft sogar weitere sinnvolle Dinge wie Vitamin B12 zugesetzt sind.

4. Eine Welt voller Möglichkeiten

Wer Kuhmilch trinkt, trinkt Kuhmilch. Wer Pflanzenmilch trinkt, kann sich je nach Tageslaune und Cerealien zwischen Mandelmilch, Dinkelmilch, Haselnussmilch, Kokos-Reis-Milch und zig anderen Sorten entscheiden. „Ich mag kein Soja“ zählt also definitiv nicht als Argument.

5. Das Auge isst mit

Der unwichtigste aller Gründe, aber trotzdem: So eine Packung Oatly-Hafermilch beispielsweise macht sich auf dem Frühstückstisch direkt viel hübscher als der alberne Karton mit der glücklichen Kuh (die in Wahrheit ziemlich unglücklich ist). Und für Leute, denen Facebook morgens noch zu anstrengend zu lesen ist, macht auch der Text darauf mehr Spaß.

6. Was kostet die Welt!

Nicht so viel, ehrlich gesagt. Zwar wird Kuhmilch dank Subventionen immer noch viel billiger verkauft, als das bei einem Produkt mit so viel aufwändiger Tierquälerei dahinter möglich sein sollte, aber inzwischen kann sich wirklich jeder die pflanzliche Alternative leisten. Längst gibt es in den Discountern nicht nur Sojamilch, sondern auch Soja-Vanillemilch, Hafermilch und Reismilch für wenig Geld, und wer am liebsten via DIY spart, kann sich beispielsweise Haselnussmilch auch günstig selbst machen.

Noch mehr vegane Cornflakes, Milchsorten und sonstige Frühstückszutaten stehen im Einkaufsguide. Und wer sich nach dem ersten Schritt noch ein paar mehr trauen möchte, ist beim Vegan Kickstart richtig.

Vegan Kickstart
Der erste Schritt
Bereit, das mit dem veganen Leben mal auszuprobieren? Es ist gar nicht schwierig, versprochen. Unser Vegan Kickstart versorgt euch 30 Tage lang mit Tipps und Infos, und euer persönlicher Vegancoach steht euch bei Fragen per Mail oder Whatsapp mit Rat und Tat zur Seite. So schafft wirklich jeder 30 Tage ohne Tiere im Essen. Und danach? Entscheidet ihr selbst.
Go Vegan!

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.

Warum vegan gesünder ist

Wem Tierrechte als Argument nicht reichen, kann auch einfach an sich selbst denken. Vegan ist nämlich auch für die Menschen gesund.

Studien stellen regelmäßig fest, dass Fleischesser ein höheres Risiko für Herzkrankheiten haben, öfter an Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel leiden und häufiger an Diabetes und manchen Krebsarten erkranken. Darüber hinaus haben Fleischesser im Durchschnitt einen höheren Body-Mass-Index. Schuld daran sind unter anderem die gesättigten Fette und das Cholesterin, von denen Fleischesser mehr aufnehmen als Vegetarier und vor allem Veganer, die stattdessen mehr Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüsse, Sojaprodukte, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen.

Wer Fleisch isst, erhöht sein Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall und läuft eher Gefahr, impotent zu werden. Außerdem sorgt unter anderem die Tierindustrie dafür, dass immer mehr Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika ausbilden, indem sie jährlich knapp 1.000 Tonnen Antibiotika einsetzt. Diese antibiotikaresistenten Keime stellen dann auch ein Risiko für Menschen dar. Über die Stallluft und die Gülle, mit der Felder gedüngt werden, verbreiten sich die Keime zudem weit über die Ställe hinaus und landen schließlich auch in Fleisch, Milch und Eiern. Zwei Drittel des jährlichen Verbrauchs an Antibiotika werden für Tierfabriken aufgewendet.