Was Gelatine mit toten Kühen und Schweinen zu tun hat

Man kann die Konsistenz von Gummibärchen, Pudding und Shampoo pflanzlich hinbekommen – oder man kocht dafür Tiere aus. Das sollte jeder über Gelatine wissen.

Was ist Gelatine?

Gelatine – auf Zutatenlisten auch als E 441 bezeichnet – ist ein Gelier- und Verdickungsmittel aus tierischem Kollagen. Dafür werden Häute, Sehnen und Knochen von Kühen, Schweinen, Fischen oder Hühnern ausgekocht und die Flüssigkeit anschließend eingedickt.

Was ist so schlimm an Gelatine?

Gelatine ist weder vegan noch vegetarisch, denn sie besteht aus totem Tier. Wer Produkte kauft, die Gelatine enthalten, unterstützt damit also ganz direkt die Industrie, die diese Tiere unter brutalen Bedingungen hält und tötet. Gelatine aus Kühen wird außerdem mit der Verbreitung von BSE in Verbindung gebracht, und Fischgelatine kann für Menschen mit einer Fischallergie gefährlich werden.

Worin ist Gelatine enthalten?

Gelatine steckt nicht nur in Gummibärchen, Puddings und Cremes, Marshmallows und Götterspeise, sondern auch in manchen Shampoos, in Tabletten und sogar in Fotopapier. Viele Säfte und Weine sind außerdem mit Gelatine geklärt, was aber auf der Packung nicht angegeben werden muss.

Welche Alternativen gibt es?

Wer selbst backt oder kocht, kann auf pflanzliche Geliermittel wie Agar-Agar, Pektin, Flohsamen, Guarkernmehl oder Xanthan zurückgreifen. Es gibt vegane Gummibärchen und Marshmallows, die mit Stärke oder Pektin hergestellt werden, vegane Kosmetik und Tabletten und natürlich auch Säfte, die ohne Gelatine geklärt werden. Ein Blick auf die Zutatenliste oder in unseren Einkaufsguide lohnt sich immer.

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Toast

Vegane Pizza ist ja so kompliziert! Klar, wer daran scheitert, eine Packung Toastbrot zu öffnen und ein bisschen Kram draufzulegen, ruft vielleicht doch lieber beim Lieferdienst an. Für alle Mutigen erklärt Streetteamer Robin die Lazy Pizza aber noch mal ganz genau (ab Minute 2:24).

Dosenbrötchen

Dose ploppen, Brötchen plattmachen, Belag drauf und backen. Passt aus irgendeinem Grund besonders gut als Grundlage für vegane Wurst und Oliven zwischen Tomatensauce aus dem Glas und fertig geriebenem veganen Käse.

Reibekuchen

Die fertigen aus dem Tiefkühlfach natürlich. Viele Sorten sind vegan und machen sich perfekt als Basis für beispielsweise Spinatpizza mit viel Knoblauch.

Fladenbrot

Alter WG-Klassiker, weil es die dicken Brote fast überall mega günstig und meist noch zu den merkwürdigsten Zeiten zu kaufen gibt. Am liebsten mit Paprika, Mais und Tomaten.

Tortillas

Warum nicht mal Italo-Tex-Mex. Beläge hier ein bisschen sparsamer einsetzen, weil die zarten Fladen nicht so schwer heben können, dafür werden sie aber auch gut knusprig.

Blätterteig

Wenn schon fettiger Käse oben drauf, dann auch fettiger Teig unten drunter. TK-Blätterteig plustert sich beim Backen unter französisch inspiriertem Belag wie roten Zwiebeln und Paprika so hübsch auf, dass man damit jede fancy Party bestreiten kann.

Kürbis

Das wird jetzt hier keine Paleo-Nummer mit rohem Büffel auf Blumenkohlmatsch, aber wer es gerne halbwegs gesund und glutenfrei hat, kann auch Gemüse als Grundlage für Tomatensauce und Käse nehmen. Besonders gut eignen sich stabile Sorten wie Kürbis oder Zucchini, die man vor dem Belegen in Scheiben oder längst durchschneidet.

Polenta

Maisgelb und ganz schön flexibel. Einfach nach Packungsanleitung anrühren, festwerden lassen und dann mit ordentlich Tomatensauce, Gemüse und veganem Käse belegen.

Wassermelone

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