4 Beweise, dass Leder nicht aus Tierhaut sein muss

Dass Kunstleder längst nichts mehr mit Billo-Plastik zu tun hat, weiß jeder. Mit diesen 4 neuen Entwicklungen geht in Sachen tierfreies Leder noch viel mehr.

Iastate / Christopher Gannon

Leder aus Papier

Wer gerne selbst Accessoires in Lederoptik bastelt, kann das auch aus Papier machen. Unter dem Namen Snap Pap stellt eine kleine Firma aus Bayern verschiedenfarbige Bögen aus Zellulose her, die stabil und strapazierfähig wie Leder sind und sich auch ähnlich verarbeiten lassen. Dem selbstgebauten veganen Portemonnaie oder Schlüsselanhänger steht also nichts mehr im Weg.

Faden Fräulein / SnapPap

Leder aus Kork

Das Label Bleed hat es vorgemacht: Mit Kork lässt sich nicht nur Wein verschließen, sondern auch Baumwolle so beschichten, dass sie wie Leder aussieht und sich wie Leder verhält. Die veganen Bikerjacken, die so entstehen, sind zwar nicht ganz günstig, dafür aber nachhaltig und fair produziert.

Bleed

Leder aus Ananas

Genauer: aus Ananasblättern. Die bleiben bei der Ernte eh übrig und werden dann zu verschiedenen Lederarten verarbeitet. Die Londoner Firma Ananas Anam stellt daraus unter dem Namen Pinatex verschiedene Lederbahnen her, die Modelabels dann zu Kleidung, Accessoires und Schuhen verschneidern können. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen, aber erste Designer haben schon mit Pinatex gearbeitet.

Ananas Anam

Leder aus Kombucha

An der Iowa State University haben Forscher ein Leder aus der Bakterien-Hefen-Kultur entwickelt, mit der auch Tee zu Kombucha fermentiert wird. Klingt kompliziert, sieht zum Beispiel zu Schuhen verarbeitet aber schon ganz schick aus – und könnte bald in Serie gehen.

Iastate / Christopher Gannon

Ihr wollt jetzt direkt Lederprodukte ohne tote Tiere? Wie wär’s mit Frühlingssneakern oder Lederjacken?

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Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.

Was jeder tun kann, damit Brands4friends keinen Pelz mehr verkauft

Allen Protesten zum Trotz weigert sich Brands4friends, Pelz aus dem Sortiment zu nehmen. Da hilft nur, noch mehr Druck zu machen.

Foto: PETA USA

Es ist ja nicht so, als würde Brands4friends das Problem nicht kennen. Als der Shopping-Club im Winter Jacken mit Pelzbesatz anbot, protestierten viele Nutzer und baten die Firma, Pelz komplett aus dem Programm zu streichen. Schließlich werden dafür Tiere unter schlimmsten Bedingungen gehalten und getötet.

Gerade Pelzbesätze an Jacken und Mänteln stammen oft aus China, wo es keinerlei Tierschutzgesetze gibt. Dort werden Füchse, Nerze, Kaninchen und Marderhunde in enge Käfige gestopft, mit analem Stromschlag oder Autoabgasen getötet und dann gehäutet, damit ihr Fell zu Schleuderpreisen nach Europa verschifft werden kann.

Bislang weigert sich Brands4friends und schiebt die Verantwortung von sich, indem es sich auf die „Wahlfreiheit“ der Verbraucher beruft. Als hätte Brands4friends sich nicht selbst bewusst dafür entschieden, mit welchen Produkten es Geld macht.

Das lassen wir so nicht stehen. Aber wir brauchen eure Hilfe. Schreibt eine kurze Mail an [email protected] oder ruft den Kundenservice unter 0800-5100052 an und fordert Brands4friends auf, in Zukunft keinen Pelz mehr anzubieten.