5 Gründe, warum Honig nicht vegan ist

Leider stimmt das Bild von freilebenden, glücklichen Bienen, die rumsausen, Nektar einsammeln und daraus unendlich viel Honig produzieren so nicht ganz.

Foto: Sonja Langford

01 Bienen werden in der Massenzucht gehalten

Wie bei anderen tierischen Erzeugnissen geht es auch beim Honig um Profit. Um möglichst viel Geld mit ihnen zu machen, hält die Industrie Bienen ganz ähnlich wie Hühner, Schweine und Kühe unter unnatürlichen Bedingungen. Die Tiere leben in sogenannten Magazinen statt in echten Bienenstöcken, sie werden genetisch manipuliert und stressigen Transporten ausgesetzt.

02 Bienen arbeiten hart für den Honig

Ein Bienenstock besteht aus zehntausenden Bienen, von denen jede eine besondere Aufgabe hat. Die Arbeiterbienen sind für die Futtersuche zuständig und docken pro Tag an etwa 40 Millionen Blüten an, um Pollen und Nektar aufzunehmen. Anschließend müssen sie dem Nektar das Wasser entziehen und ihm körpereigene Enzyme zufügen, um den Honig in Futter zu verwandeln und zu verhindern, dass er schlecht wird. Wer glaubt, Honig wäre einfach so da, liegt also falsch.

03 Bienen werden bei der Honigproduktion verletzt und getötet

Imker sind beim Einsammeln des Honigs oft unachtsam. So kommt es vor, dass den kleinen Tieren dabei die Flügel beschädigt oder die Beine abgerissen werden. Um die Honigproduktion hochzuhalten, verhindern die Imker außerdem das Ausschwärmen, indem sie die Flügel der Königin kürzen und sie so daran hindern, den Stock zu verlassen und einen neuen Stock zu bevölkern.

04 Bienen werden künstlich befruchtet

Ins Sexleben von Tieren einzugreifen, ist weder vegan noch sonstwie in Ordnung. Um die perfekte Arbeitsbiene zu züchten, befruchten Imker die Bienenköniginnen künstlich. Dazu drücken sie auf die männlichen Bienen, um eine Paarungssituation vorzutäuschen und ihnen so ihr Sperma abzunehmen. Nach dem Absamen sterben die Tiere und die Imker spritzen das Sperma von bis zu zehn Drohnen in eine weibliche Biene.

05 Bienen brauchen ihren Honig selbst

Bienen produzieren Honig nicht aus Spaß, sondern als Nahrungsmittel. Der aus Pollen und Nektar hergestellte Honig enthält wichtige Nährstoffe, die für die Bienen überlebenswichtig sind, vor allem in den kalten Wintermonaten. Die künstliche Ersatznahrung, die Imker den Tieren verabreichen, macht sie hingegen anfällig für Krankheiten.

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Ernährung

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Die 10 besten veganen Proteinquellen

Vegan lebende Menschen werden regelmäßig gefragt, wo sie bloß ihr Eiweiß herbekommen. Dabei ist das wirklich eine der leichtesten Übungen.

Gerade Protein gehört zu den Nährstoffen, die man am einfachsten über unterschiedliche Nahrungsmittel aufnehmen kann. Diese hier sind nicht nur besonders proteinhaltig, sondern auch überall für wenig Geld erhältlich und ziemlich lecker.

01 Schwarze Bohnen

Schwarze Bohnen sind nicht nur die perfekte Füllung für Tacos, Burritos und Enchiladas und die beste Zutat im veganen Chili, sondern liefern auch eine hervorragende Grundlage für tierfreie Burgerpattys. Wer die fertig gekochten aus der Dose nimmt, bekommt die meisten Gerichte damit ganz schnell fertig.

02 Tofu

Man kann ihn marinieren, braten, grillen, zerbröseln, backen und sogar pürieren. Tofu lässt sich ganz nach Geschmack würzen und passt daher in unendlich viele Gerichte – von der Bolognese über alle möglichen Salate bis hin zu Aufläufen. Man kann sogar Soßen, Cremes und Smoothies aus ihm machen.

03 Nüsse

Es gibt viele verschiedene Sorten Nüsse, und alle sind unglaublich vielseitig einsetzbar und lecker. Man kann sie nicht nur pur essen, sondern auch vegane Käsesoßen, Nussmilch, Aufstriche und vieles mehr kreieren.

04 Tempeh

Ähnlich wie Tofu absorbiert auch der aus fermentierten Sojabohnen gemachte Tempeh jegliche Gewürze und lässt sich hervorragend frittieren, backen, dünsten oder grillen. Tempeh passt in Salate, Pastasoßen, Sandwiches, Chili und alle möglichen Pfannengerichte.

05 Kichererbsen

Alle Hülsenfrüchte sind vielseitig, aber Kichererbsen sind die vielseitigsten. Sie funktionieren nicht nur als Zugabe zu Curry, Suppe oder Gemüsepfannen, sondern auch als Grundlage für Burgerpattys, wichtigste Zutat für Hummus und sogar als Basis für süße Desserts wie Brownies.

06 Brokkoli

Brokkoli ist der Inbegriff von grünem, fettarmem Protein. Angedünstet passt er super in Pfannengerichte, in Salate oder zu Pasta. Man kann ihn auch pürieren, um daraus Suppen oder Soßen zu kochen.

07 Quinoa

Quinoa ist nicht nur als Beilage eine tolle Reisalternative, sondern auch in Salaten, Burritos oder sogar als süßes Frühstück. Und er lässt sich super zu Burgerpattys verarbeiten.

08 Linsen

Ob grün, braun oder rot – Linsen sind perfekt in Burritos, Suppen, Eintöpfen, Aufstrichen und Salaten. Und natürlich lassen auch sie sich zu Burgern verarbeiten.

09 Kartoffeln

Kartoffeln werden oft als Kohlenhydrat-Bomben gedisst, dabei sind sie aufgrund ihres hohen Proteingehalts echt gesund. Und von Aufläufen über Püree, Suppen und Salat bis zu Wedges, Puffern und Pommes lässt sich daraus ganz schön viel Verschiedenes machen.

10 Pilze

Es gibt hunderte, wenn nicht tausende Pilzsorten. Die ungiftigen davon passen ganz oder in Scheiben in Soßen, Salate, Pastagerichte, Aufläufe und Sandwiches, um deren Proteingehalt ganz leicht zu erhöhen.