Mit diesen 5 Aktionen sind die Streetteams in der Corona-Zeit aktiv

Auch wenn Straßenaktionen im Moment nicht möglich sind, lassen unsere Streetteams nicht locker. So setzen sich die Aktivisten auch während Corona für Tiere ein.

13.Mai 2020

1. Welttag zur Abschaffung der Fischerei

Im März haben sich Streetteamer als Fische geschminkt, auf Postern erklärt, warum sie keinen Fisch essen und leckere Rezepte mit veganen Fisch-Alternativen in Videos und Fotos präsentiert. Larissa hat gezeigt, wie man günstig und mit einfachsten Zutaten veganen Räuchlachs selber machen kann:

2. Eier sind Tierqualprodukte

In der Osternzeit haben die Streetteamer online mit Hühnermasken und Schildern darauf aufmerksam gemacht, warum sie keine Eier essen. Zusätzlich wurden Nudelhersteller wie Birkel und Alb-Gold über ihre Online-Kanäle dazu aufgefordert, Eier aus ihren Produkten zu verbannen. Hier seht ihr ein paar Eindrücke:

3. Tui – Stoppt das Leid der Orcas!

 Der Reiseveranstalter Tui bietet noch immer Reisen zu SeaWorld und anderen Meereszoos an. Dabei haben wir das Unternehmen bereits 2016 ausführlich über das Leid der Orcas informiert, und viele Reiseunternehmen wie TripAdvisor oder Vtours sind bereits aus diesem grausamen Geschäft ausgestiegen. Deshalb haben die Streetteams den Geburtstag von dem Vorstandsvorsitzenden von Tui genutzt, um ihn zu bitten, sein neues Lebensjahr mit Mitgefühl zu beginnen und Meereszoos aus dem Tui-Angebot zu streichen.

4. Netzstreik fürs Klima

Auch an den Protestaktionen von Fridays for Future haben sich die Streetteams kreativ beteiligt. Mit Fotos auf Social Media-Plattformen, wie ihnen das Wasser bis zum Hals steht, und der Message, dass nur eine vegane Ernährung klimafreundlich ist, haben sie auf die Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und unseren Ernährungsgewohnheiten aufmerksam gemacht.

5. So geht veganes Backen mit dem Vego-Schokoaufstrich

Um aufzuzeigen, wie lecker vegane Schokoaufstriche sind, wurde einen Backchallenge gestartet, in der Streetteamer Fotos von ihren Kreationen mit dem Vego Schokoaufstrich auf Social-Media Plattformen gepostet und ihre eigenen Rezepte veröffentlicht haben. Der Vego-Schokoaufstrich ist übrigens nicht nur vegan sondern auch palmölfrei, bio, fairtrade und wird in einem Glas verkauft, das wunderbar wiederverwendet werden kann.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Tretet dem Streetteam in eurer Nähe bei!

Streetteam

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Go Vegan!

Franzi aus dem Streetteam Bremen

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor – diesmal Franzi, 23, die das Streetteam Bremen leitet.

13.Mai 2020

Seit wann bist du dabei?

Als Teamerin war ich schon bei den ersten Aktionen unseres Streetteams dabei und übernahm ab Juli 2015 für ein Jahr selbst die Leitung. Danach musste ich wegen der Uni leider etwas kürzer treten und die Leitung wieder abgeben. Doch jetzt bin ich seit September 2017 wieder als Leitung dabei!

Warum hast du dich dafür entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Ein Jahr, nachdem ich angefangen hatte, mich vegan zu ernähren, wollte ich selbst etwas zur positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Auf Facebook fand ich dann viele vegane Kontakte und eine Zirkusaktion, an der ich teilnahm. Der Leiter dieser Aktion übernahm danach die Leitung des Streetteams in Bremen. Bei diesen Aktionen war ich dann natürlich auch dabei.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Eigentlich gibt es kein Thema, das mir nicht am Herzen liegt. Präsent ist durch unsere letzte Aktion allerdings das Thema Speziesismus, also die Unterdrückung anderer Spezies, nur weil diese eben „anders“ sind. Dazu gehört zum Beispiel der Unterschied zwischen sogenannten „Haustieren“ und sogenannten „Nutztieren“. Die einen werden zuhause liebevoll gestreichelt, während die anderen gegessen werden. Aber auch der Unterschied zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Tieren existiert nur in den Köpfen der Menschen. Wieso darf die Kuh ihr Kalb nicht behalten und säugen, der Mensch aber schon? Wieso darf der Mensch dann auch noch die Kuhmilch trinken, die dem Kalb verwehrt wurde? Wir sind alle Lebewesen mit Gefühlen und wollen alle geliebt werden. Dieses Thema umfasst also eigentlich schon den gesamten Tierrechtsgedanken. Wir wollen, dass alle Tiere Rechte haben.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Ich finde Ampelaktionen ziemlich cool, da sie sehr viel Aufmerksamkeit erregen. Viele Leute, die die Straße überqueren, nehmen Flyer entgegen, und selbst Autofenster werden für einen Flyer manchmal heruntergefahren. In den Rotphasen kann man wartende Personen an der Ampel auf das Thema gut ansprechen. So entstehen manchmal tolle Gespräche, die noch über diese Rotphasen hinaus andauern. Natürlich meckern auch viele Leute, doch das machen die erfolgreichen Gespräche dann wieder wett.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Einfach mal bei Facebook nach einem Streetteam in der näheren Umgebung schauen und dann bei einer Aktion vorbeikommen! Wer sich das noch nicht traut, kann erstmal zu einem Stammtisch gehen, um die lieben Aktiven und die Leitung kennenzulernen. Wer kein Streetteam in der Nähe hat, kann auch selbst eines gründen oder nach Aktionen anderer Gruppen Ausschau halten, z. B. über die örtlichen veganen Gruppen.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!