So viel Tierblut klebt an euren Jacken von Canada Goose

Angeblich hält sich Canada Goose an den Tierschutz. Doch Aufnahmen zeigen, wieviel Tierleid wirklich in den Jacken steckt.

© PETA USA
15.Okt 2021

Update vom 15. Oktober 2021

Canada Goose hat im Juni 2021 bekannt gegeben, bis Ende 2022 den Verkauf von Pelz einzustellen. PETA Organisationen weltweit und unzählige Graswurzelaktive haben zuvor jahrelangen Druck auf das Unternehmen ausgeübt. Vor diesem Hintergrund haben wir die Kampagne gegen Canada Goose auf Eis gelegt und arbeiten nun im Hintergrund daran, dass das Unternehmen zukünftig auch keine Daunen mehr verarbeitet.  

Originaltext vom 26. November 2019

Im Winter sind die Daunenjacken von Canada Goose wieder überall. Aber kaum jemand weiß, wie es den Gänsen geht, von denen die Federn darin stammen oder woher der Pelzkragen eigentlich kommt. Die Firma selbst beruhigt ihre Kunden gerne, indem sie sagt, es sei ihr wichtig, „alle tierischen Materialien aus ethischen Quellen zu beziehen.“ Was nicht mehr ganz so authentisch klingt, wenn man sich diese Aufnahmen eines Augenzeugen aus einem Zuliefererbetrieb ansieht.

Gänse werden brutal zerdrückt

Auf den Recherchebildern erkennt man unschwer die extreme Tierquälerei, welche die Gänse der James Valley Colony Farm erleiden müssen. Die Arbeiter pferchen die Tiere in kleine Drahtkäfige, um sie für den Transport zum Schlachthof einzusammeln. Die Gänse geraten darin in Panik und trampeln sich gegenseitig zu Boden. Mindestens eine Gans stirbt und wird von einem Arbeiter über den Zaun geworden. Die Arbeiter reißen die Tiere am Hals und werfen sie so brutal in die Transportkisten, dass noch bei der Schlachtung Blutergüsse, Knochenbrüche und ausgerenkte Gelenke zu erkennen sind.

Mitarbeiter toeten Gaense© PETA USA
Einige Gänse waren noch bei Bewusstsein während sie ausbluteten

Nach dem mehrstündigen Transport zum Schlachthof bleiben die Tiere teilweise bis zu 24 Stunden in ihren engen Käfigen, ohne Wasser oder Futter, bevor sie am Hals gepackt, betäubt, kopfüber an den Beinen aufgehängt und getötet werden, indem ihnen Arbeiter die Kehle durchschneiden. Ein Augenzeuge von PETA USA berichtete, dass einige Vögel noch mit den Flügeln schlagen und den Kopf bewegen, während sie ausbluten. Das bedeutet, dass sie wohl noch bei Bewusstsein sind.

Kojoten werden die Pfoten zertrümmert

Für den Pelzkragen an der Kapuze lässt Canada Goose in Nordamerika Kojoten jagen. Meist werden die Tiere mit Schlagfallen gefangen, die sich tief in ihre Pfoten graben. Gerät ein Kojote in eine Schlagfalle, verursacht diese schwere blutige Wunden in seinen Pfoten oder verstümmelt sie sogar.

Die Fallen werden nicht regelmäßig kontrolliert, sodass ein Kojote über Stunden oder sogar Tage unter Schmerzen gefangen und Fressfeinden ausgeliefert ist. Wenn der Jäger dann kommt, erschießt, erwürgt oder tritt er den Kojoten tot. Und das alles für ein kleines Stückchen Fell an der Kapuze.

Ihr wollt etwas gegen diese Tierquälerei unternehmen? Kauft keine Kleidungsstücke mit Pelz oder Daunen und unterstützt unseren Appell an Canada Goose, keine Daunen mehr zu verkaufen. Teilt dem Unternehmen mit, dass ihr bis dahin nichts bei ihm kaufen werdet.

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PETA-Demos gegen tierquälerisches Eselreiten auf Santorini

Damit Eselreiten auf Santorini endlich verboten wird, haben Aktivist:innen weltweit vor griechischen Botschaften demonstriert. Das sind die Bilder.

© Claudia Helm
15.Okt 2021

Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorini werden Esel und Maultiere noch immer gezwungen, zahlende Urlauber:innen tagein tagaus die rutschigen Stufen bis in die Altstadt hinaufzutragen – meist ohne Pause, Wasser und ärztliche Versorgung bei offenen Wunden. Das Eselreiten auf Santorini ist massive Tierquälerei.

Mit dem Slogan „Santorini – Schande für Griechenland“ haben wir von PETA ZWEI zum Ende der Tourismus-Saison 2021 der griechischen Regierung noch einmal Druck gemacht, um das Eselreiten endlich per Gesetz zu verbieten. Dafür sind engagierte Tierrechts-Aktivist:innen weltweit auf die Straße gegangen. Die beeindruckenden Bilder aller Demonstrationen vor den griechischen Botschaften und Konsulaten in Deutschland, UK und in den USA seht ihr hier.

Griechische Regierung muss gegen das Tierleid aktiv werden

Die griechische Regierung kann sich nicht länger drücken: Seit 2018 decken wir die Missstände auf Santorini bereits auf. Die Esel und Maultiere leiden massiv unter der Ausbeutung als vermeintliche Touristenattraktion:

  • Abschürfungen und offene Wunden an Bauch und Kopf durch schlechtes, manchmal selbst gebautes Zaumzeug
  • Stundenlanges Stehen in der prallen Mittelmeersonne
  • Kein Wasser, Schatten oder anderer Schutz vor dem Wetter
  • Teils zu schwere Menschen, die die Tiere auf dem Rücken tragen müssen

Auch für Menschen ist die „Attraktion“ gefährlich: 2015 wurde eine Frau von einem Esel zu Tode getrampelt, immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen zwischen Menschen und Maultieren auf den glitschigen Stufen.

So machten Demonstrant:innen auf das Tierleid aufmerksam

In insgesamt acht internationalen Städten, darunter in London, Paris und San Francisco gingen engagierte Aktivist:innen auf die Straßen, um Druck auf die griechische Regierung auszuüben. Dazu kamen fünf Streetteams aus Deutschland, die sich in Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München und im Rhein-Mein-Gebiet medienwirksam für mehr Mitgefühl eingesetzt haben.

161.000 Unterschriften für ein Eselreit-Verbot

Wie alle anderen Tiere und so auch wir Menschen haben Esel ein Recht auf ein unversehrtes Leben. Dieses darf nicht durch den Einsatz als „Transportmittel“ missachtet werden. Bereits bestehende Maßnahmen wie Gewichtsbeschränkungen werden nicht ausreichend eingehalten und kontrolliert. Deshalb kann nur ein Verbot die Tierquälerei nachhaltig beenden.

161.000 Unterschriften von PETA ZWEI und internationalen Partnerorganisationen konnten wir der griechischen Regierung bereits übergeben, mit den neuen Protesten wird der Druck noch verstärkt, damit das Leid der Esel endlich ein Ende hat.

Ihr wollt aktiv für die Tiere werden?

Dann werdet Teil des PETA ZWEI-Streetteams und macht mit bei Aktionen und Demos – gleichzeitig lernt ihr jede Menge coole neue Leute kennen, denen die Tiere genauso am Herzen liegen wie euch. Jetzt mitmachen!