Corona-Krise: 5 Dinge, die ihr jetzt für die Tiere tun könnt

Tierliebe geht auch in schwierigen Zeiten weiter. Das könnt ihr für Tierrechte tun, solange draußen das Coronavirus grassiert.

18.Mrz 2020

Bleibt zuhause

Das sollte inzwischen sowieso überall angekommen sein, aber: Social Distancing ist das neue Zusammenhalten. Wer trotz aller Auflagen und Empfehlungen weiter ständig unter Leute geht und Privatpartys feiert, gefährdet nicht nur sich und andere Menschen, sondern auch Tiere – denn denen kann das Virus zwar allen Erkenntnissen nach nicht direkt schaden, aber wenn überall Tausende von Menschen ausfallen, um wen wird sich dann erst recht nicht mehr gekümmert? Genau.

Geht Online

Okay, und was macht ihr jetzt, wenn Schulen ausfallen, Unis ihre Vorlesungen ins Internet verlagern und euer Arbeitgeber euch ins Sofa-Office geschickt hat? Online rumhängen natürlich. Nicht nur, um euch – nicht pausenlos und nur auf seriösen Seiten natürlich – darüber zu informieren, wie es mit der Krise läuft und wie das zum Beispiel Tiere in Laboren und in Zoos betrifft, sondern auch, um euren Aktivismus ins Netz zu verlagern. Wenn irgendwann die perfekte Zeit ist, um Onlinepetitionen zu unterschreiben und eure veganen Rezepte für Insta-Storys abzufilmen, dann jetzt.

Unterstützt vegane Läden

Nach der Corona-Krise kommt die Wirtschaftskrise, das habt ihr vielleicht schon gehört. Und auch wenn sich das einerseits abstrakt anhört und andererseits die Politik jetzt schon große Geldhilfen verspricht: Vor allem kleine Läden haben es jetzt erst mal schwer, wenn sie zwangsschließen müssen. Ihr könnt ihnen helfen, indem ihr jetzt zum Beispiel einen Gutschein für euren liebsten veganen und fairen Klamottenladen kauft, um ihn dann nach der Krise einzulösen, oder indem ihr endlich die Fünf-Sterne-Online-Review schreibt, die ihr eurem veganen Lieblingscafé schon seit Monaten versprecht.

Guckt Netflix

Euch mit Freunden und Fremden aufs Sofa zu quetschen, um zusammen „Okja“ oder „The Game Changers“ zu gucken, ist gerade keine so gute Idee. Aber über Facetime kann sich niemand anstecken, also verabredet euch einfach online dazu, Tierrechtsfilme zusammen zu gucken und darüber zu sprechen, was ihr zusammen für die Tiere tun könnt, wenn das Leben draußen weitergeht.

Kuschelt eure Katze

Sich den ganzen Tag zuhause eingesperrt zu fühlen kann an die Nerven gehen. Da hilft es, wenn ihr nicht alleine oder unter ebenfalls gestressten Menschen seid, sondern eure liebsten tierischen Mitbewohner an eurer Seite habt. Denkt dran, bei (sinnvollen) Vorratskäufen auch genug ihres Lieblingsessens einzupacken, und dann legt ein paar extra Spiel- und Knuddeleinheiten mit ihnen ein. Euer Hund kriegt sich wahrscheinlich eh vor Freude nicht mehr ein, weil ihr plötzlich so viel Zeit mit ihm verbringt, und vielleicht sieht sogar eure Katze irgendwann ein, dass es nett wäre, euch einen Platz auf dem Sofa einzuräumen.

Ihr sehnt euch gerade jetzt nach Gleichgesinnten? Unsere Streetteams machen online weiter.

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Mayra aus dem Streetteam Essen

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Mayra, 21, die das Streetteam Essen leitet.

18.Mrz 2020

Seit wann bist du dabei?

Seit Anfang 2018. Und seit Juli 2018 leite ich das Team.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Etwa ein halbes Jahr, nach dem ich Veganerin wurde habe ich mich informiert, was ich noch zusätzlich zu meiner veränderten Lebensweise tun kann. Die vegane Lebensweise wurde mir recht schnell zu passiv und ich wollte mich aktiv für Tierrechte einsetzen. Über die PETA ZWEI Website bin ich dann auf die Streetteams aufmerksam geworden. Ich habe noch ein bisschen Zeit und Mut gebraucht bis ich zu meiner ersten Aktion gegangen bin, nach kurzer Zeit war der Tierrechtsaktivismus für mich aber nicht mehr wegzudenken. Ich wurde super ins Team aufgenommen und habe mich richtig wohl gefühlt.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Für mich hängt das alles zusammen und ich könnte mich da gar nicht richtig festlegen. Den Ursprung stellt für mich der Speziesismus dar und ich glaube genau dort macht es auch Sinn anzusetzen. Der Glaube, dass eine Spezies der anderen überlegen ist und diese deshalb ausbeuten darf ist einfach unglaublich zerstörerisch.

© Sven Manske

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Am liebsten mag ich unsere großen Aktionen. Bei solchen Aktionen verteilen wir oft Essensproben und bereiten diese gemeinsam vor oder schicken uns gegenseitig Bilder von unseren Meisterwerken. Dann treffen wir uns alle am Aktionsort und bauen gemeinsam auf. Bei solchen Aktionen gibt es immer einen Eye-Catcher, so wie zum Beispiel zum 25-jährigen Jubiläum, da wurden wir für unsere „Abpump-Aktion“ als Kühe angemalt. Bei dieser Form von Aktion ist für alle was dabei. Die einen verteilen Essensproben, die anderen bereiten neue vor, die nächsten führen spannende Gespräche. Auf diese Aktionen freue ich mich immer besonders.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Ich verstehe es total, wenn jemand sich erstmal nicht traut, zu einer neuen Gruppe dazuzustoßen. Aus eigener Erfahrung heraus kann ich es aber nur empfehlen. Du findest nicht nur gleichgesinnte Menschen und eine Möglichkeit dich aktiv für Tierrechte einzusetzen, sondern auch gute Freunde.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!