John aus dem Streetteam München

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal John, 27, der das Münchner Streetteam leitet.

Foto: Britta Becker
16.Dez 2016

Seit wann bist du dabei?

Im Juli 2015 war meine erste Aktion. Seitdem bin ich regelmäßig bei Aktionen und Treffen dabei. Ein Jahr später habe ich die Leitung übernommen und stehe Maria zur Seite.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Nachdem ich anderthalb Jahre vegan gelebt hatte, kam das Interesse für Tierrechte, weil ich mehr tun wollte, als „nur“ vegan zu leben. Eine Freundin und ich haben uns via Facebook umgeschaut, welche Tierrechtsorgas es in München gibt, und zufällig war dann eine Ampelaktion vor meiner Haustür, bei der ich einfach vorbeigeschaut und mitgemacht habe. Seitdem bin ich dabei.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Mein Lieblingsthema ist die vegane Ernährung. Nicht nur, was sie für die Tiere und den eigenen Körper bedeutet, sondern auch der Zusammenhang mit Umwelt- und Menschenrechtsthemen, weil das damals bei mir die Initialzündung zum veganen Schritt gab. Aber es ist auch wichtig, auf Themen wie Kleidung, Kosmetik und Tierversuche aufmerksam zu machen, weil das neben der veganen Ernährung manchmal untergeht.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Am liebsten sind mir einerseits auffällige Aktionen, die zum Beispiel mit Kunstblut Missstände verbildlichen und dafür sorgen, dass Leute stehenbleiben und uns zuhören. Andererseits mag ich auch Ampelaktionen gerne. Dabei stehen wir während der Rotphase der Autos auf der Straße und halten Schilder hoch. Die Autofahrer können so nicht ausweichen und lesen die Schilder dann auch wirklich. Und die Fußgänger natürlich auch.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

So wie ich es gemacht hab. Schaut euch um, welche Tierrechtsorgas es in eurem Umkreis gibt, und wenn eine Aktion stattfindet, geht einfach hin und macht mit. Für mich persönlich war das einfacher, weil man gleich etwas zu tun hat, aber es gibt auch Treffen, bei denen man sich erst einmal abseits von Aktionen kennenlernt. Und wenn es keine Tierrechtsorga in eurer Nähe gibt: Helft in Tierheimen, geht flyern, stickern, macht euren Freundeskreis auf die Themen aufmerksam … Es gibt viele Möglichkeiten, aktiv zu sein.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!

Streetteam

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Go Vegan!

10 Wege, wie jeder von uns Tieren helfen kann

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie ihr etwas für Tiere tun könnt. Mit unserer Liste habt ihr ein paar Tipps für den Anfang.

Fighting For Animals Photogr.
16.Dez 2016

1. Werdet vegan

Millionen Tiere werden jedes Jahr getötet, um schließlich auf unseren Tellern zu landen – klinkt euch aus und streicht Tiere von eurem Speiseplan! Wir helfen euch beim Umstieg 30 Tage lang mit dem Veganstart.

2. Helft im Tierheim

Tierheime haben in der Regel mehr Arbeit als sie bewältigen können – umso willkommener sind motivierte und zuverlässige Helfer. Schaut bei einem Tierheim in eurer Nähe vorbei und bietet eure Hilfe an. Tiere in Heimen brauchen Kontakt und Aufmerksamkeit; aber auch beim Putzen von Käfigen, Spielplätzen oder Geschirr ist eure Hilfe sicher willkommen.

3. Schenkt einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause

Wer darüber nachdenkt, sich einen tierischen Mitbewohner zu suchen, sollte sich auf den Weg ins Tierheim machen. Jedes Jahr werden dort etwa 300.000 Tiere abgegeben, die ein neues Zuhause suchen. Bitte informiert euch vorher genau, welche Voraussetzungen für das jeweilige Tier notwendig sind und überlegt euch, ob ihr einem Tier ein gutes und liebevolles Zuhause bieten könnt.

4. Werdet Tier-Pate

Auch wenn ihr kein Tier bei euch aufnehmen könnt oder wollt, könnt ihr einem helfen. Die meisten Tierheime bieten Patenschaften an, mit denen ihr die Pflege und Versorgung eines Tieres unterstützen könnt.

5. Kommt ins PETA ZWEI-Streetteam

Ihr wollt mehr tun, als über Tierrechte nur nachzudenken? Kommt ins Streetteam und macht mit bei Aktionen, Demos und Festivals! Schaut doch einfach mal, ob ein Streetteam in eurer Nähe ist und registriert euch für den Streetteam-Newsletter.

6. Bekocht Familie und Freunde

Eines der besten Argumente für die vegane Lebensweise ist und bleibt leckeres Essen. Kocht ein tierleidfreies Menü und überzeugt Freunde und Familie davon, dass man sich auch vegan den Bauch vollschlagen kann. Rezepte und Inspiration findet ihr hier.

7. Ruft kostenlose Kundennummern an

Viele Firmen bieten auf ihren Produkten eine kostenlose Kundennummer für Anregungen oder Fragen an. Nutzt diesen Service und fragt, wie viele vegane Produkte die Firma im Angebot hat oder wie es mit Tierversuchen steht. Wenn ihr von einer Firma wisst, dass sie Tierversuche durchführt, ruft an, beschwert euch und teilet ihr mit, dass ihr so lange ihre Produkte nicht kaufen werdet, bis das Unternehmen seine Praktiken ändert. Am besten ist es, dabei höflich, aber bestimmt zu bleiben. Hier erklären wir euch, wie ihr per Mail eine Produkanfrage stellt.

8. Checkt eure Kosmetikprodukte

Wer Tieren Leid ersparen möchte, schafft das am besten, indem er Produkte vermeidet, die an Tieren getestet wurden – das betrifft Kosmetik genauso wie Reinigungsmittel. In Bio-Läden, aber auch in Drogerien gibt es jede Menge Produkte, die nicht an Tieren getestet wurden und die auch frei von tierischen Bestandteilen sind.

9. Organisiert Benefiz-Veranstaltungen

Ob ein Konzert, ein Theaterstück oder ein Vegan-Bake-Sale beim nächsten Straßen- oder Schulfest: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Geld für einen guten Zweck zu sammeln und dabei auch noch Spaß zu haben.

10. Unterschreibt Petitionen

Schaut nach, welche Aktionsaufrufe es gibt und unterschreibt unsere Petitionen. Denn eine Unterschrift kostet nicht viel Zeit und kann viel bewirken.