Marlene vom Streetteam Tübingen

Wir stellen euch unsere Streetteamer:innen vor – diesmal Marlene, 23, die das Streetteam Tübingen leitet.

03.Mrz 2022

Seit wann bist du dabei?

Seit Juni 2016

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Wenn man Veränderungen herbeiführen und Ungerechtigkeiten aus der Welt schaffen will, kann man nicht nur warten, bis was passiert – man muss auch was dafür tun! Deshalb bin ich im Streetteam aktiv, informiere Menschen und zeige, welchen Einfluss wir mit unseren Konsumentscheidungen auf die Tiere und unseren Planeten haben. Außerdem macht es auch einfach Spaß, mit Gleichgesinnten Demos zu organisieren und sich für Tierrechte einzusetzen.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Natürlich sind jegliche Formen von Tierrechten wichtig. Besonders wichtig sind mir allerdings die sogenannten „Nutztiere“ in der Ernährungsindustrie. Ich denke, allen Menschen ist klar, dass Tiere für die Produktion von Fleisch leiden und sterben müssen, doch spätestens bei der nächsten Mahlzeit ist das oft vergessen. Vor allem Kühe in der Milchindustrie werden enorm ausgebeutet. Ich möchte, dass die Menschen über ihren Tellerrand hinaussehen und nicht nur bei niedlichen Pandababys erkennen, dass Tiere leben wollen und Tierquälerei grundsätzlich falsch ist.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Am liebsten grille ich einen „Hund“ direkt in der Innenstadt. Das erschreckt auf den ersten Blick schon, ist aber ein super Denkanstoß, warum es scheinbar okay ist, bestimmte Tiere zu töten und andere nicht, weil sie süß und kuschelig sind (das sind andere Tiere nämlich auch). Außerdem informiere ich gerne, z. B. mit einem Klimateller, über die Auswirkungen tierischer Produkte auf unseren Planeten, da dieses Thema meiner Meinung nach oft zu kurz kommt. Eine Prise Kunstblut bei einer Aktion rundet das Bild dann noch ab. Und natürlich darf auch unser Megafon niemals fehlen.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Es gibt immer mehr Menschen, die sich für die Tiere stark machen wollen. Über Social Media werden viele Aktionen geteilt, schaut doch einfach mal vorbei und macht mit. Schließt euch zusammen, stellt gemeinsam was auf die Beine, unterstützt euch gegenseitig, sucht euch ein Streetteam in der Nähe (das in Tübingen ist supercool 😉) und das Wichtigste: Niemals aufgeben!

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!

Streetteam

Mit anderen für Tiere aktiv werden.
Mitmachen

Go Vegan!

So ist das FÖJ von Ash bei PETA ZWEI

Kleiner Einblick in unsere Arbeit gefällig? Ash hat bei uns ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert und erzählt davon.

03.Mrz 2022

Wann hat dein FÖJ begonnen?

Mein FÖJ hat am ersten September 2021 begonnen.

Warum hast du dich entschieden, dich für das Freiwillige Ökologische Jahr bei PETA zu bewerben?

Ich habe Anfang des Jahres 2021 generell im Internet gesucht nach etwas, einem Job, Studium, oder Ausbildung, was ich gerne für die nächste Zeit machen möchte, und mit meinen Werten und Überzeugungen vereinbar ist. Als ich bei PETA über das FÖJ-Angebot gestolpert bin, war mir klar: ich möchte alles versuchen, um da rein zu kommen. Das FÖJ bietet mir noch Zeit, genauer rauszufinden, was ich später lernen oder studieren möchte, und gleichzeitig bekomme ich Einblick in den Arbeitsalltag – wobei das i-Tüpfelchen ist, dass ich mich mit meinem Job für die Rechte der Tiere einsetzen kann!

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Besonders am Herzen liegt mir ganz allgemein das Ende der Tierindustrie. Ich bin nun seit über zwei Jahren vegan, und werde immer noch fassungslos, wenn ich mit nicht-veganen Menschen über das Thema spreche. Mir ist es unbegreiflich, wie ein Mensch, der weiß, dass diese Tierleben alleinig dafür aufgezogen werden, wieder getötet und „verarbeitet“ zu werden, sich lieber ein Würstchen, in dem der Tod steckt, als ein tierleidfreies, pflanzliches Würstchen kauft.

Welche deiner Aufgaben machst du am liebsten?

Das ist total schwer zu sagen. Natürlich gibt es ein paar Aufgaben, die primär ich erledige – Material zu den PETA ZWEI Streetteams zu schicken, zum Beispiel – aber ich kann auch immer zu meiner anleitenden Person gehen und um neue Aufgaben bitten, sodass ich einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag habe. Wenn ich mich festlegen muss, dann macht mir das Vorbereiten von Vorträgen, inklusive der Recherchearbeit, die dahinter steckt, am meisten Spaß.

Was war dein bisheriges Highlight während deinem FÖJ?

Anfang November 2021 bin ich mit Kolleginnen nach Lindau zur Gesundheitsminister:innen-Konferenz gefahren, und wir haben dort für eine vegane Politik demonstriert, unter dem Motto „Tofu hat noch nie eine Pandemie verursacht“ – dafür durfte ich in ein Tofu-Kostüm schlüpfen und vor der Inselhalle tanzen – das hat mir total Spaß gemacht. Obwohl ich den Großteil meiner Arbeitszeit im Büro beziehungsweise im Lager bei unseren Demoutensilien verbringe, darf ich auch mal mit zu einer Demonstration, und das lockert den Arbeitsalltag total auf.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Schaut euch in eurer Gegend und auf Social Media um, und tut euch mit Menschen zusammen, denen es ähnlich geht. Ob online von Zuhause aus oder mit Aktiven auf der Straße, es gibt unzählige Möglichkeiten, für die Tiere aktiv zu werden. Das wichtigste ist, Menschen mit denselben Gesinnungen um sich zu haben und sich nicht klein kriegen zu lassen. Wir. Gemeinsam. Für Tierrechte.