„Tierleid ist untragbar“ – Streetteams demonstrieren gegen Wolle

Um über das Leid von Schafen, Ziegen und Co. aufzuklären, sind unsere freiwilligen Streetteams in diesen Städten aktiv geworden. Jetzt lesen!

16.Dez 2022

Wollpullover zu Weihnachten? Hinter dem besinnlichen Gedanken steckt eine profitgetriebene Tierqualindustrie. Um auf die Ausbeutung und das Leid von Tieren für Kleidung aufmerksam zu machen und Menschen aufzuklären, gehen unsere freiwilligen Streetteams regelmäßig auf die Straße. Diese starken Aktionen sind dabei entstanden.

Aktivist:innen in Kleve, Tübingen und Saarbrücken machen sich für Tiere stark

Mit Tiermasken verkleidet haben unsere freiwilligen Aktivist:innen der Streetteams Kleve, Tübingen und Saarbrücken Aufklärungsarbeit geleistet und mit ihren Aktionen Passant:innen in den Innenstädten zum Umdenken angeregt. Dabei haben sie echte Schreie der Tiere abgespielt, die während der grausamen Schur entstehen.

Die Aktionen sollen neben Konsument:innen auch Modeunternehmen und Designer:innen wachrütteln, endlich Wolle aus den Einkaufskörben, den Sortimenten und den Kollektionen zu verbannen. Stattdessen gibt es viele pflanzliche oder synthetische Materialien, für die kein fühlendes Lebewesen unter extremem Stress ausbeutet werden muss.

Streetteam KleveKleve
Streetteam TuebingenTübingen
Streetteam SaarbrueckenSaarbrücken

Wolle bedeutet immer Tierquälerei

Die meisten in der Wollindustrie ausgebeuteten Tiere sind Qualzuchten. Sie haben keinen natürlichen Fellwechsel mehr und können ihre Körpertemperatur nicht mehr selbst regulieren. Für die Fluchttiere bedeutet die Schur immer Panik und dadurch ein hohes Verletzungsrisiko. Hier nur ein paar Gründe, weshalb Wolle wie Kaschmir Tierquälerei ist:

  • Ziegen werden in der Mongolei bei der Schur geschlagen und schreien vor Schmerzen, während Arbeiter:innen ihnen die Haare mit spitzen Metallkämmen ausreißen.
  • Wenn die Ziegen älter werden und die Fellqualität nachlässt, wird ihnen mit einem Hammer der Kopf eingeschlagen und die Kehle durchgeschnitten.
  • 90 Prozent des weltweiten Kaschmirs kommt aus China und der Mongolei – dort gibt es keine Gesetze, die die Tiere ausreichend schützen.
  • Alpakas werden in den USA auf Tische geschmettert und in folterähnlichen Konstruktionen festgeschnallt. Dann werden sie unter Zeitdruck geschoren. Oft entstehen schmerzhafte Wunden.
  • In Australien müssen 90 Prozent der Schafe das sogenannte Mulesing ertragen – dabei werden ihnen ohne Betäubung ganze Fleischstücke um den After herausgeschnitten. Das soll den zuchtbedingten Befall von Fliegenmaden vermeiden.

Jetzt gegen Tierleid aktiv werden – Streetteam beitreten!

Ihr wollt euch für mehr Mitgefühl einsetzen? Dann schließt euch einem unserer deutschlandweiten Streetteams an. Alles, was ihr dafür wissen müsst, erfahrt ihr hier.

Streetteam

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Go Vegan!

Ina aus dem Streetteam Köln/Bonn

Wir stellen euch unsere Streetteamer:innen vor. Diesmal mit Ina, 36, die das Streetteam Köln/Bonn leitet.

16.Dez 2022

Seit wann bist du dabei?

Ich bin seit Januar 2021 dabei.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

„Protest lebt von aktiver Beteiligung und nicht von stiller Zustimmung.“ Wir müssen auf die Straße gehen, um was zu bewegen und nicht nur still zuhause sitzen und zugucken. Ich will meine Stimme benutzen, damit sie gehört werden. (Spruch oben ist von den Kreaktivisten)

streetteam aktion

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Natürlich sind alle Tierrechtsthemen wichtig, aber mir liegt das Thema Tierversuche sehr am Herzen. Da ich aus dem medizinischen Bereich komme, weiß ich, was dort alles passiert. Die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf den Menschen ist in den wenigsten Fällen gewährleistet und somit sind Tierversuche unnötig. Es gibt genügend Alternativen, für die kein Lebewesen leiden muss.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Ich mache sehr gerne Ampelaktionen, da sie Aufsehen erregen und Infotische zu Feiertagen (Weihnachten/Ostern), mit denen man auf vegane Alternativen aufmerksam machen kann. Was im Übrigen eigentlich immer positiv von den Passant:innen angenommen wird. (Vegane Backrezepte etc.)

streetteam aktion

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Über Social Media könnt ihr immer nachschauen, was gerade so geht. Wir posten die Veranstaltungen immer auf Facebook und Instagram. Ich bin so froh, dass ich aktiv geworden bin, da ich dadurch so tolle Menschen kennengelernt habe, die sogar zu guten Freund:innen geworden sind.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!