Tierversuche im Studium: 9 Dinge, die ihr dagegen tun könnt

Ihr studiert Medizin oder Biologie? Mit diesen Tipps kommt ihr ohne grausame Tierversuche durchs Studium.

© Ärzte gegen Tierversuche
28.Okt 2020

Es ist ein fieses Dilemma: Da sucht man sich einen Studiengang aus, mit dem man später mal Menschen oder Tieren helfen kann, und dann schreibt der Lehrplan vor, dass man dafür Tierversuche durchführen muss – auch wenn längst bekannt ist, dass die nicht nur brutal sind, sondern auch unwissenschaftlich. Was also tun?

1. Checkt die Unis

An welcher Uni ihr euch bewerbt und einschreibt, hat natürlich mit allen möglichen Faktoren zu tun. Einer davon könnte sein, ob die Uni oder euer Studiengang Tierversuche macht. Mithilfe unserer Liste seht ihr direkt, welche Unis am tierfreundlichsten sind. Wer sich z. B. für ein Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg oder das Zoologie-Praktikum an der Uni Mainz im Rahmen des Biologie-Studiums einschreibt, muss dafür keine Tiere auseinandernehmen.

2. Macht den ersten Schritt

Wenn sich alle darauf verlassen, dass jemand anderes den Mund aufmacht, sagt am Ende niemand was. Sprecht die Problematik also unter euren Kommilitonen an. Wahrscheinlich sind viele genau wie ihr gegen Tierversuche, und gemeinsam seid ihr gleich viel stärker. Vielleicht habt ihr sogar Lust, zusammen eine Studentengruppe zu gründen, die sich für Tierrechte und gegen Tierversuche stark macht?

Demonstrant mit Affenmaske© Fighting for Animals Photogr

3. Wer die Wahl hat …

Wählt bewusst Kurse, in denen die Lerninhalte ohne Tierversuche vermittelt werden. Fordert eure Kommilitonen auf, sich euch anzuschließen. So macht ihr deutlich, dass ihr gegen Tiernutzung in der Lehre seid. Habt ihr diese Wahl nicht, dann sucht das offene Gespräch mit dem entsprechenden Dozenten und findet gemeinsam eine Alternative, wie die Lernziele für die Gruppe ohne Tierleid umzusetzen sind.

4. Lasst euch per Antrag von Tierversuchen befreien

Aber auch an anderen Unis ist nicht alle Hoffnung verloren. Wer in Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen oder dem Saarland studiert und dort im Rahmen des Studiums Tiere sezieren soll, kann sich per Antrag davon befreien lassen. Den richtet man am besten schon viele Wochen vor Beginn der Veranstaltung an den Prüfungsausschuss und muss dann eine alternative Prüfungsleistung erbringen.

Frau am Laptop

5. Aktionstag gegen Tierversuche

Fragt beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) nach, ob er euch hilft, einen Aktionstag gegen Tierversuche durchzuführen. Wenn die Formalien geklärt sind, könnt ihr lokale Tierschutzgruppen anschreiben und fragen, ob sie Gastredner zum Thema zur Verfügung stellen würden. Damit habt ihr Fachleute vor Ort, die auf die – sicher auch kritischen – Fragen kompetent eingehen können.

6. Infomaterial

Fordert Infomaterial an und verteilt es auf dem Campus oder legt es in eurer Mensa aus. Geeignetes Material gibt es unter anderem im PETAStore.

7. Seid kreativ

Wenn ihr offen zeigt, wie ihr zu Tierversuchen steht, werden andere aufs Thema aufmerksam. Gestaltet zum Beispiel einen Jutebeutel mit der Aufschrift „Nein zu Tierversuchen – Ja zu medizinischem Fortschritt“ und tragt darin eure Bücher über den Campus oder beklebt eure Laptops mit passenden Stickern.

8. And the winner is …!

Wie wäre es, wenn ihr dem Dozenten mit der tierfreundlichsten Lehre auf eurem Abschlussball die „Goldene Ratte“ oder einen anderen Titel verleiht? Oder ihr reserviert eine Doppelseite in der Abschlusszeitung dafür und macht so Dozenten, Kommilitonen, wissenschaftliche Mitarbeiter, Freunde und Familie aufs Thema aufmerksam?

9. Nicht den Mut verlieren

Auch wenn nicht alles so läuft, wie ihr euch das für die Tiere wünscht, lasst euch nicht unterkriegen. Solltet ihr mitbekommen, dass es an eurer Uni Tierquälerei gibt, oder wenn ihr gezwungen werdet, an „tierverbrauchenden Übungen“ teilzunehmen, werdet zu Whistleblowern, damit wir aktiv dagegen vorgehen können.

Informationen zum Thema Tierversuche findet ihr auf unserer Übersichtsseite zum Thema. Und warum das Studium ein super Zeitpunkt ist, vegan zu werden, erklären wir euch auch!

Streetteam

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So protestieren unsere Streetteams für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Deutschlandweit protestieren PETA ZWEI-Streetteams vor Zoos und machen deutlich, warum Menschenaffen nichts im Zoo verloren haben.

28.Okt 2020

Sie tragen Sträflingskostüme und Masken – halb Mensch, halb Affe – oder umwickeln sich mit Ketten. Mit Slogans wie „Ungerecht, nicht artgerecht“ und „Für mich ist immer Ausgangssperre“ machen sie deutlich, dass Menschenaffen fühlen und leiden wie wir und dass sie nicht in den Zoo, sondern in die Freiheit gehören.

Menschenaffen teilen etwa 98 % der DNA mit uns Menschen. Die Gefangenschaft im Zoo ist für unsere nächsten Verwandten im Tierreich gleichbedeutend mit einer lebenslangen Haftstrafe für uns Menschen. Doch es gibt einen Unterschied: Sie sind unschuldig eingesperrt!

In Zoos leiden sie häufig an psychischen Krankheiten, die sich unter anderem durch Verhaltensstörungen zeigen, darunter Selbstverstümmelung, extreme Zurückgezogenheit, permanentes Hin- und Herschaukeln des Oberkörpers oder sogar Verzehr der eigenen Exkremente oder des eigenen Erbrochenen.

In Gefangenschaft geborene Menschenaffen haben quasi keine Chance, ausgewildert zu werden, denn im Zoo können sie für das Überleben in der Natur wichtige Verhaltensweisen nicht erlernen, etwa wie man Nahrung findet oder Feinden ausweicht. Um das Überleben der Menschenaffen-Arten langfristig zu sichern, müssen wir ihren Lebensraum erhalten und die Tiere in freier Wildbahn schützen, anstatt sie in Zoos einzusperren. Deshalb fordern die Streetteams ein Nachzucht- und Importverbot, damit die Haltung in Zoos mittelfristig ausläuft.

Das Streetteam Wuppertal für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Das Streetteam Duisburg für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Das Streetteam Lüneburg für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Das Streetteam Karlsruhe für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Das Streetteam Bremen für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Das Streetteam Heidelberg für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Das Streetteam Saarbrücken für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Das Streetteam Stuttgart für ein Ende von Menschenaffen in Zoos

Schließt euch unserem deutschlandweiten Netz an Streetteams an und protestiert gemeinsam mit Gleichgesinnten gegen Ungerechtigkeit und Tierquälerei!