Warum es so wichtig ist, für Tierrechte auf die Straße zu gehen

Gegen Tierleid muss etwas unternommen werden, das ist klar. Online-Petitionen sind da wichtig. Warum Tiere euch auch auf der Straße brauchen, erfahrt ihr hier.

26.Jan 2017

Aufmerksamkeit

Eine Demo kann kein Passant so schnell ignorieren – im Gegensatz zu Beiträgen auf Facebook. Wenn derjenige dann noch einen Flyer nimmt, habt ihr schon viel erreicht und ihn eventuell zum Umdenken gebracht.

Tierrechte zum Thema machen

Mit Aktionen erreicht ihr Menschen, die sich normalerweise nicht mit dem Thema der Demo auseinandergesetzt hätten. So schafft ihr, dass die Thematik in den Köpfen vieler unterschiedlicher Menschen ankommt.

Pressewirksamkeit

Wenn ihr vor der Demo im Internet ordentlich Wirbel dafür macht und auch Pressemitteilungen rausschickt, habt ihr gute Chancen, dass die Presse reagiert. Das bringt euch noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema. Als Tipp am Rande: Je ausgefallener und kreativer eine Aktion ist, desto höher sind die Chancen, dass die Presse vorbeikommt.

Gemeinschaftsgefühl

Es ist gut zu wissen, dass es noch viele andere Menschen in eurem Umfeld gibt, die ähnlich gestrickt sind wie ihr. In einem Team, wo Menschen ähnlich denken, haben sich schon viele Freundschaften gebildet. Und gemeinsam könnt ihr viel bewirken.

Netzwerk stärken

Durch Demos für Tierrechte lernt ihr viele Menschen und andere Organisationen kennen, die eure Meinung teilen. So ist schon die ein oder andere Großdemo entstanden. Gemeinsam seid ihr stärker. Je mehr, desto besser.

Teil eines großen Ganzen

Trotzdem sind kleine Demos superwichtig! Die vielen kleinen Demos sind Teil der Tierrechtsbewegung. Keiner kommt an euch vorbei.

Ihr seht, Petitionen zu unterschreiben und Artikel zu teilen ist zwar wichtig, aber es gibt noch mehr, was ihr für Tiere tun könnt. Gemeinsam auf der Straße erreicht ihr viele Menschen, für die es zu leicht ist, bei einem Beitrag auf Facebook einfach weiterzuscollen. Tiere haben keine Stimme, also nutzt eure, um für sie laut zu sein.

Überzeugt? Dann kommt zu uns ins PETA ZWEI Streetteam.

Tierversuche

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John aus dem Streetteam München

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal John, 27, der das Münchner Streetteam leitet.

Foto: Britta Becker
26.Jan 2017

Seit wann bist du dabei?

Im Juli 2015 war meine erste Aktion. Seitdem bin ich regelmäßig bei Aktionen und Treffen dabei. Ein Jahr später habe ich die Leitung übernommen und stehe Maria zur Seite.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Nachdem ich anderthalb Jahre vegan gelebt hatte, kam das Interesse für Tierrechte, weil ich mehr tun wollte, als „nur“ vegan zu leben. Eine Freundin und ich haben uns via Facebook umgeschaut, welche Tierrechtsorgas es in München gibt, und zufällig war dann eine Ampelaktion vor meiner Haustür, bei der ich einfach vorbeigeschaut und mitgemacht habe. Seitdem bin ich dabei.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Mein Lieblingsthema ist die vegane Ernährung. Nicht nur, was sie für die Tiere und den eigenen Körper bedeutet, sondern auch der Zusammenhang mit Umwelt- und Menschenrechtsthemen, weil das damals bei mir die Initialzündung zum veganen Schritt gab. Aber es ist auch wichtig, auf Themen wie Kleidung, Kosmetik und Tierversuche aufmerksam zu machen, weil das neben der veganen Ernährung manchmal untergeht.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Am liebsten sind mir einerseits auffällige Aktionen, die zum Beispiel mit Kunstblut Missstände verbildlichen und dafür sorgen, dass Leute stehenbleiben und uns zuhören. Andererseits mag ich auch Ampelaktionen gerne. Dabei stehen wir während der Rotphase der Autos auf der Straße und halten Schilder hoch. Die Autofahrer können so nicht ausweichen und lesen die Schilder dann auch wirklich. Und die Fußgänger natürlich auch.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

So wie ich es gemacht hab. Schaut euch um, welche Tierrechtsorgas es in eurem Umkreis gibt, und wenn eine Aktion stattfindet, geht einfach hin und macht mit. Für mich persönlich war das einfacher, weil man gleich etwas zu tun hat, aber es gibt auch Treffen, bei denen man sich erst einmal abseits von Aktionen kennenlernt. Und wenn es keine Tierrechtsorga in eurer Nähe gibt: Helft in Tierheimen, geht flyern, stickern, macht euren Freundeskreis auf die Themen aufmerksam … Es gibt viele Möglichkeiten, aktiv zu sein.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!