Was jeder tun kann, damit Brands4friends keinen Pelz mehr verkauft

Allen Protesten zum Trotz weigert sich Brands4friends, Pelz aus dem Sortiment zu nehmen. Da hilft nur, noch mehr Druck zu machen.

Foto: PETA USA
18.Mai 2016

Es ist ja nicht so, als würde Brands4friends das Problem nicht kennen. Als der Shopping-Club im Winter Jacken mit Pelzbesatz anbot, protestierten viele Nutzer und baten die Firma, Pelz komplett aus dem Programm zu streichen. Schließlich werden dafür Tiere unter schlimmsten Bedingungen gehalten und getötet.

Gerade Pelzbesätze an Jacken und Mänteln stammen oft aus China, wo es keinerlei Tierschutzgesetze gibt. Dort werden Füchse, Nerze, Kaninchen und Marderhunde in enge Käfige gestopft, mit analem Stromschlag oder Autoabgasen getötet und dann gehäutet, damit ihr Fell zu Schleuderpreisen nach Europa verschifft werden kann.

Bislang weigert sich Brands4friends und schiebt die Verantwortung von sich, indem es sich auf die „Wahlfreiheit“ der Verbraucher beruft. Als hätte Brands4friends sich nicht selbst bewusst dafür entschieden, mit welchen Produkten es Geld macht.

Das lassen wir so nicht stehen. Aber wir brauchen eure Hilfe. Schreibt eine kurze Mail an [email protected] oder ruft den Kundenservice unter 0800-5100052 an und fordert Brands4friends auf, in Zukunft keinen Pelz mehr anzubieten.

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So funktionieren Produktanfragen

Wenn nicht klar ist, ob ein Produkt vegan ist oder nicht, kann man nachfragen. Warum das wichtig ist und wie es geht.

18.Mai 2016

Am einfachsten ist es natürlich, wenn schon auf der Verpackung steht, dass etwas vegan ist, sich das Produkt in unserem Einkaufsguide befindet oder so basic, dass es grundsätzlich ohne Tierprodukte auskommt. Wenn aber zum Beispiel nicht offensichtlich ist, ob ein Saft mit Gelatine geklärt wurde, ob die Vitamine in der Margarine pflanzlich oder aus Tieren sind oder woher die Milchsäure in einer Bodylotion stammt, dann hilft es, beim Hersteller nachzufragen.

Das sorgt nicht nur für eigene Klarheit, sondern macht auch das Unternehmen darauf aufmerksam, dass eine vegane Nachfrage besteht und es sich lohnt, Produkte komplett pflanzlich herzustellen und entsprechend zu kennzeichnen. Das macht es dann nicht nur anderen Veganern leichter, passend einzukaufen, sondern zeigt auch dem Rest der Welt, wie viele vegane Produkte es gibt.

Die meisten Firmen sind leicht per E-Mail oder Kontaktformular zu erreichen. Am besten funktionieren Produktanfragen, wenn sie möglichst präzise sind, also kurz erklären, was vegan heißt, und sich dann auf ein bestimmtes Produkt und die entsprechenden fraglichenInhaltsstoffe beziehen. Je nach Antwort lohnt es sich anschließend, genauer nachzufragen. Eine erste Anfrage könnte dann zum Beispiel so aussehen:
 

Beispiel für eine Produktanfrage

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich ernähre mich vegan, also ohne Produkte tierischen Ursprungs. Dabei verzichte ich nicht nur auf Fleisch, Milch, Eier und Honig, sondern auch auf Inhaltsstoffe wie tierische Aromen, Vitamine, Fette oder Hilfsmittel.

Können Sie mir sagen, ob Ihr Produkt XY nach diesen Kriterien vegan ist, also keine tierischen Inhaltsstoffe oder Stoffe tierischen Ursprungs enthält und auch in der Produktion keine tierischen Hilfsstoffe eingesetzt wurden? (Setzen Sie bei der Herstellung Ihres Fruchtsafts XY Gelatine zur Klärung ein? Ist das Vitamin D in Ihrer Margarine XY tierischen Ursprungs? Stammt die Milchsäure in Ihrer Bodylotion aus tierischen Quellen?)

Mit einer Antwort helfen Sie mir sehr weiter. Natürlich freue ich mich auch über Hinweise auf weitere vegane Produkte ihres Unternehmens.

Mit freundlichen Grüßen

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Wenn ihr so ein veganes Produkt herausgefunden habt, gebt uns doch einen Hinweis, und wir nehmen es in unseren Einkaufsguide mit auf. Falls wir dort etwas gelistet haben, was nicht mehr vegan ist, gebt uns bitte auch Bescheid.