Angeln in Videospielen: Warum ihr auch in Games keine Fische fangen solltet

Von „Far Cry“ bis „Animal Crossing” – Angeln ist auch in virtuellen Games keine gute Idee.

Ooooooh, jetzt übertreibt PETA mal wieder hart, haben die nichts Besseres zu tun? Echte Tiere retten zum Beispiel? Schon klar, wer sich gegens virtuelle Angeln ausspricht, bekommt leicht eine Portion Hate ab. Aber wir bleiben dabei: Auch in Videospielen ist es assi, Fische zu fangen.

Gaming-Trend Angeln

Seit Games wie „Far Cry“ oder „Animal Crossing” macht sich ein merkwürdiger Trend breit: Menschen, Tiere oder sonstige Charaktere können in den Spielen Fische fangen – zum Essen, als Zeitvertreib oder um das Punktekonto aufzufüllen. Spielemacher und einige Spieler verteidigen das als harmlos. Sie meinen: Das Angeln passe halt gut in die virtuelle Welt oder in die Geschichte des Spiels. Und solange keine echten Tiere zu Schaden kommen, sei doch alles okay. Aber ist das wirklich so?

Die Realität

Denn natürlich tut es Fischen, die nur aus Einsen und Nullen bestehen, nicht weh, wenn man sie fängt und tötet. Aber das Problem ist, dass es Unmengen von Fischen im echten Leben genauso geht. Jedes Jahr werden Milliarden von Fischen im großen Stil gefangen und getötet, die meisten davon von kommerziellen Fischereien, aber einige auch von einzelnen Anglern. Sie werden an spitzen Haken aus dem Wasser gezogen, um dann langsam zu ersticken oder erschlagen zu werden. Das ist die brutale Realität. Und wer die als nettes Hobby darstellt, macht sich leider mitschuldig.

Traumwelten in Videospielen

Games sind eigentlich ziemlich gut darin, die echte Welt zu hinterfragen oder zumindest kreativ zu erweitern. Wenn man in Videospielen auf Aliens schießt oder Autos in die Luft jagt, dann ist das zwar brutal, aber in den meisten Fällen eher unrealistisch – ganz zu schweigen von den Traumwelten in Spielen wie „Animal Crossing“. Wenn man auf dem Weg dahin aber mal schnell einen Fisch aus dem Wasser zieht, dann sagen die Spielemacher damit: Das ist völlig normal, denk nicht weiter drüber nach. Und das ist ziemlich gefährlich. Denn die meisten von uns sind zwar smart genug, Spiel und Wirklichkeit auseinanderzuhalten, aber wenn uns eine Sache immer wieder als völlig normal und nebensächlich vorgesetzt wird, dann nehmen wir sie vielleicht irgendwann einfach so hin.

Und jetzt?

Es ist doch nicht so abwegig, von großen Spielen wie „Far Cry“ oder „Animal Crossing“ ein bisschen mehr zu erwarten, als dass sie stumpf Werbung für die Fischindustrie machen. In manchen Spielen kann man sich aussuchen, ob man Angeln will und dem Spiel damit rückmelden, ob so ein Feature überhaupt genutzt wird. Bei anderen hilft nur der öffentliche Protest, auch wenn sich manche Leute darüber immer noch lustig machen. Die werden es auch noch verstehen.

So viel Theorie, hier ist die Praxis: ein Fischbrötchen ohne Fisch.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Mit diesen 5 Aktionen sind die Streetteams in der Corona-Zeit aktiv

Auch wenn Straßenaktionen im Moment nicht möglich sind, lassen unsere Streetteams nicht locker. So setzen sich die Aktivisten auch während Corona für Tiere ein.

1. Welttag zur Abschaffung der Fischerei

Im März haben sich Streetteamer als Fische geschminkt, auf Postern erklärt, warum sie keinen Fisch essen und leckere Rezepte mit veganen Fisch-Alternativen in Videos und Fotos präsentiert. Larissa hat gezeigt, wie man günstig und mit einfachsten Zutaten veganen Räuchlachs selber machen kann:

2. Eier sind Tierqualprodukte

In der Osternzeit haben die Streetteamer online mit Hühnermasken und Schildern darauf aufmerksam gemacht, warum sie keine Eier essen. Zusätzlich wurden Nudelhersteller wie Birkel und Alb-Gold über ihre Online-Kanäle dazu aufgefordert, Eier aus ihren Produkten zu verbannen. Hier seht ihr ein paar Eindrücke:

3. Tui – Stoppt das Leid der Orcas!

 Der Reiseveranstalter Tui bietet noch immer Reisen zu SeaWorld und anderen Meereszoos an. Dabei haben wir das Unternehmen bereits 2016 ausführlich über das Leid der Orcas informiert, und viele Reiseunternehmen wie TripAdvisor oder Vtours sind bereits aus diesem grausamen Geschäft ausgestiegen. Deshalb haben die Streetteams den Geburtstag von dem Vorstandsvorsitzenden von Tui genutzt, um ihn zu bitten, sein neues Lebensjahr mit Mitgefühl zu beginnen und Meereszoos aus dem Tui-Angebot zu streichen.

4. Netzstreik fürs Klima

Auch an den Protestaktionen von Fridays for Future haben sich die Streetteams kreativ beteiligt. Mit Fotos auf Social Media-Plattformen, wie ihnen das Wasser bis zum Hals steht, und der Message, dass nur eine vegane Ernährung klimafreundlich ist, haben sie auf die Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und unseren Ernährungsgewohnheiten aufmerksam gemacht.

5. So geht veganes Backen mit dem Vego-Schokoaufstrich

Um aufzuzeigen, wie lecker vegane Schokoaufstriche sind, wurde einen Backchallenge gestartet, in der Streetteamer Fotos von ihren Kreationen mit dem Vego Schokoaufstrich auf Social-Media Plattformen gepostet und ihre eigenen Rezepte veröffentlicht haben. Der Vego-Schokoaufstrich ist übrigens nicht nur vegan sondern auch palmölfrei, bio, fairtrade und wird in einem Glas verkauft, das wunderbar wiederverwendet werden kann.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Tretet dem Streetteam in eurer Nähe bei!