Angora Shame List

90 Prozent der Angorawolle, die sich auf dem Weltmarkt befindet, stammt aus China. Einem Land, in dem es kein Tierschutzgesetz gibt.

PETA Asia Pacific

Ermittlungen von PETA Asia zeigen, dass Kaninchen in chinesischen Farmen alle drei Monate für eine brutale Schur aus den Käfigen gezerrt werden, oder ihnen wird das Fell von aus der empfindsamen Haut gerissen wird, während die Kaninchen ohrenbetäubende Schreie von sich geben. Selbst auf sogenannten „artgerechten“ Farmen, leiden die geselligen, reinlichen Tiere eingesperrt in dreckigen Einzelkäfigen ohne Freilauf und angemessene tierärztliche Versorgung.

Obwohl PETA Deutschland die Händler und Versandhäuser Peter Hahn, Falke, Galeria Kaufhof, Karstadt, Bader und Madeleine mehrfach über die Zustände auf den chinesischen Farmen informiert hat, verkaufen die Unternehmen weiterhin Produkte aus Angorawolle und weigern sich somit, sich den über 120 internationalen Firmen und Designern anzuschließen, die das Tierqualprodukt bereits ausgelistet haben.

Werdet aktiv!

Bitte helft den Angorakaninchen und kontaktiert Peter Hahn, Falke, Galeria Kaufhof, Karstadt, Bader und Madeleine über den Kundenservice. Fordert die Unternehmen auf, Produkte aus Angorawolle unbefristet aus dem Sortiment zu nehmen.

Was könnt ihr noch tun?

Tragt und kauft ausschließlich Kleidung aus pflanzlichen und synthetischen Fasern wie Baumwolle, Viskose und Lyocell. In unserem Einkaufsguide findet ihr übrigens eine ganze Menge vegane Onlineshops.

Go Vegan!

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht.

Was Seide für die Tiere bedeutet

Auch wenn ihr wahrscheinlich nicht allzu viele Klamotten aus Seide habt, kann es nicht schaden, zu wissen, wie diese hergestellt wird.

Im Jahr 2014 wurden weltweit etwa 178.000 Tonnen Seide produziert – überwiegend in China, Indien oder Usbekistan. Wenn man sich nun klar macht, dass für ein Seidenkleid etwa 50.000 Seidenraupen getötet werden, lohnt es sich, doch einmal etwas genauer hinzuschauen.

Der Seidenspinner

Dieser soll für die Eiablage und Nachzucht in der Seidenproduktion sorgen. Der Schmetterling ist mittlerweile so qualvoll überzüchtet, dass er kaum noch fliegen kann und sehr anfällig für Krankheiten durch Pilze und Bakterien ist.

Die Puppe

Die natürliche Verwandlung vom Ei über die Raupe zur Puppe und schließlich zum Falter wird bei der Produktion von Seide schon in der Puppenphase gewaltsam beendet. Nur die wenigen Tiere für die Nachzucht werden nach der Produktion des Kokons nicht getötet.

Der Kokon

Die Seidenraupe produziert die Seide durch Drüsen in ihrem Mund und legt einen dünnen Seidenfaden in bis zu 300.000 Windungen als Kokon um sich. Um schließlich an die Seide zu kommen, folgt nun die letzte Station, die den Tod für die Tiere bedeutet.

Das Brühbad

Normalerweise würde sich ein entwickelter Falter nun aus dem Kokon herausessen. Damit das Tier den Kokon beim Schlüpfen jedoch nicht zerstört und den Seidenfaden zerreißt, werden die Falter in ihren Kokons bei lebendigem Leib in heißem Wasser oder Dampf totgekocht. Viele Tiere winden sich im Todeskampf.

Die Alternativen

Heutzutage könnt ihr euch gegen Seide und stattdessen für Rayon aus Bambusfasern, Sojaseide, Tencel oder feine Polyesterstoffe entscheiden. Im Laden müsst ihr einfach genau das Label checken, damit euch nicht doch Seide – die deklariert werden muss – oder andere tierische Bestandteile untergejubelt werden.

In unserem Einkaufsguide findet ihr mehr Infos zu Kleidung, für die kein Tier leiden musste. Mit unseren Tipps zu toten Tieren an Klamotten entdeckt ihr, was Hersteller gerne verschweigen.