Ist Aperol vegan?

Kein Sommer ohne Aperol Spritz – aber bitte ohne tierische Inhaltsstoffe.

Kaum noch ein Urlaubsfoto – sei es vom Balkon oder von einem mediterranen Strand – kommt gefühlt noch ohne ein bis zwei Gläser Aperol Spritz aus. Wer im Sommer Alkohol trinken möchte, trinkt den orangefarbenen Likör aus dem Hause Campari (und wer lieber keinen trinkt, mixt sich einfach einen Vrappuccino oder Leitungswasser mit Geschmack). Aber wie sieht es mit den Inhaltsstoffen aus? Verstecken sich da irgendwelche fiesen Tierprodukte? Schließlich kann das bei rötlichen Getränken mit Fruchtsaftanteilen durchaus mal sein.

Auf Anfrage beruhigt die Firma: Aperol wird nicht mit Gelatine geklärt, und die rote Farbe ist kein echtes Karmin aus Läusen, sondern eine synthetische Alternative. Aus veganer Sicht also alles super. Wer sich einen Aperol Spritz mischen möchte, sollte nur darauf achten, dass auch der Prosecco oder Wein nicht mit Gelatine geklärt wurden (auf vielen Etiketten steht inzwischen drauf, ob ein Produkt vegan ist, ansonsten hilft unser Einkaufsguide oder eine Produktanfrage) – und dass auch veganer Alkohol kein Argument für Komplettbesäufnisse ist.

Auch ein sehr gutes Sommergetränk: Veganer Ayran selbstgemacht.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
Go Vegan!

Was ist der Unterschied zwischen pflanzenbasiert und vegan?

In letzter Zeit hört man immer öfter, dass sich Leute „pflanzenbasiert“ oder „plant-based“ ernähren. Ist das dasselbe wie vegan?

Jetzt ist der Begriff „vegan“ endlich in der breiten Masse angekommen, und da steht schon das nächste Wort bereit, um für neue Verwirrung zu sorgen. „Mir ist eine pflanzenbasierte Ernährung wichtig“, lassen sich da beispielsweise Sportler zitieren, und in internationalen Großstädten kann man in „plant-based restaurants“ essen. Ist das nur eine andere Bezeichnung für „vegan“ oder was ganz Anderes?

Was ist „vegan“?

Zuerst die einfache Definition: Vegan bedeutet, keine tierischen Produkte zu konsumieren, also weder Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Honig oder Gelatine zu essen, noch Pelz, Leder oder Wolle zu tragen oder Lippenstift mit Karmin zu benutzen. Viele Menschen leben aus ethischen Gründen vegan, also weil sie nicht dafür verantwortlich sein wollen, dass Tiere gequält und getötet werden. Es gibt aber auch Menschen, die für den Umweltschutz oder aus gesundheitlichen Gründen vegan leben.

Was ist „pflanzenbasiert“?

Jetzt wird es ein bisschen schwammiger. Es gibt nirgendwo ein Gesetz, das festlegt, was unter „pflanzenbasiert“ zu verstehen ist, aber die meisten Menschen meinen damit eine vegane Ernährungsform, bei der vor allem relativ unverarbeitete Lebensmittel auf den Teller kommen. Deshalb gibt es manchmal auch noch Ergänzungen wie „plant-based whole foods diet“, die klarmachen sollen, dass es hier eher um Gemüsepfannen, Hummus und Vollkornbrot als um vegane Chips und Weingummi geht.

Wo ist der Unterschied?

Vegan und pflanzenbasiert bedeuten oft dasselbe, aber nicht immer. In einem pflanzenbasierten Restaurant stehen meist ausschließlich vegane Gerichte auf der Karte – aber manche Köche verstehen die Pflanzen tatsächlich nur als „Basis“ und verwenden trotzdem Milchprodukte, Fleisch oder Honig. Außerdem steht bei der pflanzenbasierten Ernährung oft der Gesundheitsaspekt der Ernährung im Vordergrund, und andere Tierprodukte (beispielsweise bei der Kleidung) und Tierrechtsthemen (wie Zoos, Zirkusse oder Adoption von Haustieren) spielen eine kleine oder keine Rolle. Andersherum ist eine vegane Lebensweise wörtlich genommen natürlich immer pflanzenbasiert, aber nicht unbedingt so ausgewogen und gesund, wie man das bei diesem Begriff vermuten könnte.

Warum das alles?

Oft sagen Leute einfach lieber „pflanzenbasiert“, weil ihnen bei „vegan“ zu viele Vorurteile mitschwingen. Ein „pflanzenbasierter“ Burger lässt sich manchmal besser verkaufen als ein „veganer“ Burger, weil er irgendwie gesünder und weniger nach Tierbefreiungs-Guerilla klingt. Ein bisschen platt könnte man sagen, dass pflanzenbasiert ein Lifestyle ist und vegan eine Lebenseinstellung. Das heißt aber nicht, dass sich beides ausschließen muss oder eins davon irgendwie schlecht wäre. Es gibt genug vegan lebende Menschen, die in Sachen ausgewogener Ernährung noch ein bisschen was dazulernen können. Und es gibt genug Menschen, die mit einer pflanzenbasierten Ernährung anfangen und sich dann auch Gedanken über Tierrechte machen.

Darauf jetzt erst mal ein Topf veganes und pflanzenbasiertes One Pot Curry.