Sind Allbirds-Schuhe vegan?

Die Sneaker-Marke Allbirds will besonders nachhaltig und umweltfreundlich sein. Was bedeutet das für ihre Materialien?

04.Dez 2019

Bequeme Sneaker aus nachhaltigen Materialien in minimalistischen Designs, mit denen man sich im Start-up-Büro genau so sehen lassen kann wie draußen – mit dieser Formel hat die amerikanische Marke Allbirds bereits das Silicon Valley übernommen. Jetzt gibt es die Schuhe auch in Deutschland – und wer genauer hinschaut, fragt sich schnell: Wie nachhaltig sind diese Schuhe wirklich?

Denn Allbirds verwendet für sämtliche Modelle ein Material, das an Turnschuhen eigentlich nichts zu suchen hat: Wolle. Die kommt aus Neuseeland, wo Schafe routinemäßig verstümmelt und kastriert werden, um an ihre Haare zu kommen – häufig ohne Schmerzmittel. Lämmern werden bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung riesige Fleischstreifen von den Beinen und im Bereich des Schwanzes weggeschnitten, damit sich dort keine Fliegen einnisten. Bei der Schur werden Schafe oft verletzt, und wenn im Alter ihre Wollproduktion nachlässt, werden sie verkauft und geschlachtet. Egal wie „fair“ oder „tierfreundlich“ Wolle sich gibt – dahinter steckt immer Leid.

Umso frustrierender, dass es bei Allbirds keinen einzigen Sneaker ohne Wolle gibt. Eigentlich setzt das Label auf nachhaltige und innovative Materialien wie Sohlen aus Zuckerrohr und Schnürsenkel aus recycelten Plastikflaschen und ist damit auf einem super Weg. Aber selbst die Modelle aus der „Tree“-Kollektion, bei denen Lyocell aus Bäumen verarbeitet ist, enthält eine Innensohle aus Wolle. Wenn Allbirds wirklich die Sneaker-Marke aller zukunftsorientierten Menschen sein will, muss sich das auf jeden Fall noch ändern.

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Diese Pelzfarm köpft lebende Kaninchen

Eine neue Videoenthüllung von PETA Asien zeigt: Auf russischen Pelzfarmen werden Tiere geschlagen, geköpft und mit Elektroschocks getötet.

© PETA Asia
04.Dez 2019

Harte Bilder aus Russland: Tiere stecken in engen, völlig verschmutzten Drahtkäfigen. Sie laufen ständig hin und her, weil sie vor Angst und Stress durchdrehen. Ein Fuchs kauert panisch in der hintersten Ecke. Chinchillas müssen von ihren Käfigen aus mit ansehen, wie Arbeiter versuchen, einen ihrer Artgenossen per analem Stromschlag zu töten. Über eine Minute lang kämpft und schreit das Tier in Todesangst. Schließlich bricht ihm einer der Arbeiter noch lebend das Genick.

Diese Videoaufnahmen hat PETA Asien veröffentlicht und zeigt damit, wie grausam es auf russischen Pelzfarmen zugeht. In einem Betrieb zeigen die Bilder, wie Kaninchen aus einer Kiste gezerrt werden und ein Arbeiter ihnen immer wieder mit einer Metallstange auf den Kopf schlägt. Dann hängt er sie an den Beinen auf und schneidet ihnen den Kopf mit einem Messer ab. Einige Tiere leben noch und sind bei Bewusstsein, wenn er ansetzt.

© PETA Asia
© PETA Asia

Das sind nur einige Beispiele dafür, wie schrecklich die Pelzindustrie mit Tieren umgeht. Egal, ob ein Pelz aus Russland stammt oder aus einem anderen Land wie China, Kanada, Frankreich oder Polen – dahinter stecken immer Leid und Tod. Und das gilt nicht nur für Pelzmäntel, sondern auch für Jacken mit Fellkragen, Pelzbommel an Mützen und Boots mit Fell. Viele von uns kaufen solche Stücke unwissentlich, weil wir denken, es sei Kunstpelz, dabei handelt es sich in ganz vielen Fällen um echte Tiere.

Informiert euch darüber, wie ihr Kunstpelz von Echtfell unterscheiden könnt.