Was hat Angeln mit Naturschutz zu tun?

Angler behaupten gerne mal, Naturschützer zu sein. Was ist da dran?

26.Mai 2020

Es gibt viele gute Möglichkeiten, die Natur zu schützen: regionales Bio-Obst essen, Flugreisen sein lassen, mit Fridays for Future auf die Straße gehen und für politischen Wandel demonstrieren. Was der Natur nicht hilft: Angeln.

Angler behaupten zwar gerne mal, dass sie Naturschützer sein, weil sie angeblich ähnlich wie Förster die Umwelt im Blick behalten und außerdem dafür sorgen, dass heimische Arten nicht von anderen Tieren bedroht werden. In Wahrheit sind sie leider nur ganz klassische Jäger: Sie fangen und töten Tiere und schaden der Natur dabei oft auch noch.

Logisch: Fische sind Teil der Natur, und wer Fische tötet, schadet der Natur automatisch. Schlimmer noch: Oft setzen Angler neue Fische in Gewässer, um sie anschließend wieder herauszuangeln und stören damit das natürliche Gleichgewicht extrem – wer Gewässer schützen will, kann das besser komplett ohne zu angeln. Dazu kommt zurückgelassener Angelmüll wie Haken, an denen sich zum Beispiel Vögel schwer verletzen können.

Wenn Angler sich als Naturschützer bezeichnen, dann ist das also eine ziemlich durchsichtige Schutzbehauptung, die sich leicht widerlegen lässt. Lasst euch also keinen Quatsch einreden und setzt lieber auf echten Umweltschutz.

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Angeln in Videospielen: Warum ihr auch in Games keine Fische fangen solltet

Von „Far Cry“ bis „Animal Crossing” – Angeln ist auch in virtuellen Games keine gute Idee.

26.Mai 2020

Ooooooh, jetzt übertreibt PETA mal wieder hart, haben die nichts Besseres zu tun? Echte Tiere retten zum Beispiel? Schon klar, wer sich gegens virtuelle Angeln ausspricht, bekommt leicht eine Portion Hate ab. Aber wir bleiben dabei: Auch in Videospielen ist es assi, Fische zu fangen.

Gaming-Trend Angeln

Seit Games wie „Far Cry“ oder „Animal Crossing” macht sich ein merkwürdiger Trend breit: Menschen, Tiere oder sonstige Charaktere können in den Spielen Fische fangen – zum Essen, als Zeitvertreib oder um das Punktekonto aufzufüllen. Spielemacher und einige Spieler verteidigen das als harmlos. Sie meinen: Das Angeln passe halt gut in die virtuelle Welt oder in die Geschichte des Spiels. Und solange keine echten Tiere zu Schaden kommen, sei doch alles okay. Aber ist das wirklich so?

Die Realität

Denn natürlich tut es Fischen, die nur aus Einsen und Nullen bestehen, nicht weh, wenn man sie fängt und tötet. Aber das Problem ist, dass es Unmengen von Fischen im echten Leben genauso geht. Jedes Jahr werden Milliarden von Fischen im großen Stil gefangen und getötet, die meisten davon von kommerziellen Fischereien, aber einige auch von einzelnen Anglern. Sie werden an spitzen Haken aus dem Wasser gezogen, um dann langsam zu ersticken oder erschlagen zu werden. Das ist die brutale Realität. Und wer die als nettes Hobby darstellt, macht sich leider mitschuldig.

Traumwelten in Videospielen

Games sind eigentlich ziemlich gut darin, die echte Welt zu hinterfragen oder zumindest kreativ zu erweitern. Wenn man in Videospielen auf Aliens schießt oder Autos in die Luft jagt, dann ist das zwar brutal, aber in den meisten Fällen eher unrealistisch – ganz zu schweigen von den Traumwelten in Spielen wie „Animal Crossing“. Wenn man auf dem Weg dahin aber mal schnell einen Fisch aus dem Wasser zieht, dann sagen die Spielemacher damit: Das ist völlig normal, denk nicht weiter drüber nach. Und das ist ziemlich gefährlich. Denn die meisten von uns sind zwar smart genug, Spiel und Wirklichkeit auseinanderzuhalten, aber wenn uns eine Sache immer wieder als völlig normal und nebensächlich vorgesetzt wird, dann nehmen wir sie vielleicht irgendwann einfach so hin.

Und jetzt?

Es ist doch nicht so abwegig, von großen Spielen wie „Far Cry“ oder „Animal Crossing“ ein bisschen mehr zu erwarten, als dass sie stumpf Werbung für die Fischindustrie machen. In manchen Spielen kann man sich aussuchen, ob man Angeln will und dem Spiel damit rückmelden, ob so ein Feature überhaupt genutzt wird. Bei anderen hilft nur der öffentliche Protest, auch wenn sich manche Leute darüber immer noch lustig machen. Die werden es auch noch verstehen.

So viel Theorie, hier ist die Praxis: ein Fischbrötchen ohne Fisch.