Balut: Warum angebrütete Eier eigentlich nicht eklig sind

Besonders eklig ist Balut jetzt auch nicht. Zumindest nicht, wenn man es mit allen anderen Formen vergleicht, in denen wir Hühner essen.

15.Mrz 2022

Klar, dass sich alle aufregen, wenn Bilder von Balut durch die Medien gehen. Sieht ja auch ganz schön fies aus, so ein angebrütetes Hühner- oder Entenei, aus dem man Eiweiß und Eigelb schlürft, um dann auf einem halbfertigen Küken mit Schnabel und Federn herumzukauen.

Merkwürdig nur, dass so viele Leute Balut, das vor allem in asiatischen Ländern gegessen wird, eklig finden – selbst aber Eier, Produkte mit Eiern drin und Hühner essen, ohne groß darüber nachzudenken. Was genau ist daran jetzt weniger schlimm?

Hühnereier sind genauso schrecklich wie Balut

Allein die deutsche Eierindustrie tötet jedes Jahr zahllose männliche Küken im Ei, obwohl der Hühnerembryo auch da teilweise bereits entwickelt ist und Schmerzen empfinden kann. Auch wer unbefruchtete Eier isst – egal, ob pur oder verarbeitet in Kuchen oder Nudeln – unterstützt also, dass Küken getötet werden. Außerdem unterstützt man, dass sie, genau wie ihre Mütter und Väter in den Elterntierfarmen oder ihre Schwestern nach rund einem Jahr in den Legebetrieben, im Schlachthaus getötet werden – oder elendig in den Betrieben sterben, weil ein einzelnes Leben dort nichts wert ist.

Zum Glück gibt es genug leckere Sachen, die ohne Eier auskommen – angebrütet oder nicht. Veganer Zitronenkuchen zum Beispiel.

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Macht mit beim Welttag zur Abschaffung der Fischerei!

Jedes Jahr findet am letzten Samstag im März der Welttag zur Abschaffung der Fischerei statt. Das kannst du tun, um zu helfen!

15.Mrz 2022

Was war noch mal das Problem mit der Fischerei? Ach ja, dass sie jedes Jahr weltweit 790 bis 2.300 Milliarden Fische und Millionen Krebs- und Weichtiere tötet – sowie unzählige weitere Tiere, die „zufällig“ im Netz gelandet sind, z. B. Fische, Korallen, Tintenfische, Krebse, Delfine oder Schildkröten.

Sobald man einen Fisch aus dem Wasser zieht, zeigt er deutliche Zeichen von Schmerz und Stress. Er zappelt, windet sich und ringt nach Sauerstoff. Aufgrund des enormen Druckunterschieds zwischen Wasser und Land reißt oft seine Schwimmblase, der Magen quillt aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während er langsam und qualvoll über Minuten oder Stunden erstickt. Oft werden Fische lebend und bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und ihre Organe entfernt. Mal ganz abgesehen von den Hunderttausenden Meeresschildkröten, Delfinen und Vögeln, die auch in den Geisternetzen ums Leben kommen, und dass die Fischerei für einen Großteil des Plastiks im Meer verantwortlich ist.

Damit das endlich aufhört, unterstützen mehr als 150 internationale Organisationen den Welttag zur Abschaffung der Fischerei. Seit 2017 findet er jedes Jahr am letzten Samstag im März statt und wird begleitet von weltweiten Aktionen für Fische und Krebstiere. Die Kampagne soll darauf aufmerksam machen, dass Fische und andere Meerestiere fühlende Individuen sind, die Schmerzen, Angst und Leid spüren – auch wenn man ihnen das nicht ansieht. Am Welttag zur Abschaffung der Fischerei kann jeder etwas für die Rettung der Fische tun.

Und so machst du mit:

  • Mach mit bei einer Aktion für die Fische. Schreib uns und finde heraus, welche Demos geplant sind und wo du helfen kannst.
  • Organisiere selbst eine Veranstaltung. Das kann zum Beispiel eine Flyer-Aktion oder eine Demonstration sein. Kündige sie hier an.
  • Teile online Artikel und Videos zum Thema. Ein guter Einstieg ist zum Beispiel unsere Infoseite zum Thema Fisch oder unsere Liste mit veganen Fischalternativen.
  • Schreibe einen Leserbrief über den Welttag zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur an deine Lokalzeitung.
  • Lade deine Freund:innen zum veganen Fischessen ein oder organisiere ein Picknick.

Du willst dich auch zu anderen Themen für Tierrechte engagieren? Komm ins Streetteam!