Der Bergmannfuchs: Berliner Instagram-Star wird PETA-Botschafter

Der berühmteste Fuchs Berlins ist nun Influencer für die PETA-Kampagne gegen die Fuchsjagd. Jetzt lesen!

15.Dez 2020

Füchse gehören mittlerweile zum Berliner Stadtbild dazu – doch ein Fuchs sorgt seit Monaten besonders für Aufmerksamkeit: Der Bergmannfuchs. [1] Mit Tausenden Followern auf Instagram und verschiedenen regionalen Presseberichten ist der Bergmannfuchs der wohl bekannteste Vierbeiner seiner Art in der Hauptstadt. Jetzt wird der Rotfuchs zusätzlich Botschafter einer Kampagne gegen die Jagd auf Füchse.

derbergmannfuchs

Immer mehr Füchse zieht es in die deutschen Metropolen; in Berlin leben etwa 1.700 von ihnen. [2] Einer davon ist der Bergmannfuchs, der in den sozialen Medien zu unerwarteter Berühmtheit gelangte. Als Instagram-Star der etwas anderen Art wird der Bergmannfuchs zum Influencer für die Fuchsjagd-stoppen-Kampagne von PETA Deutschland. Wir fordern, dass zunächst Berlin als erstes Bundesland die Fuchsjagd verbietet und davon ausgehend die Jagd auf Füchse bundesweit verboten wird. Berlins tierischer Influencer zeigt nämlich: Eine friedliche Koexistenz von Füchsen und Menschen in der Stadt ist möglich.

Der Bergmannfuchs als Botschafter für PETA zeigt: Jagd ist nicht notwendig

Seit einiger Zeit nennt der Fuchs die Bergmannstraße in Kreuzberg sein Zuhause: Am Tag und in der Nacht erkundet er die Gegend, beobachtet das Geschehen, schaut neugierig in Hauseingänge und entspannt sich gelegentlich faul in der Mittagssonne. [3] Seit Mai 2020 fotografiert ihn ein Anwohner regelmäßig für Instagram. Als das Tier im Sommer jede Nacht unter seinem Balkon saß, hat der Fotograf sich entschlossen, die Fotos zu veröffentlichen. [4] Fotogen posiert der Fuchs auf der Straße, auf Bürgersteigen und Hauseingängen. Der Bergmannfuchs zeigt – entgegen den Behauptungen vieler Jäger –, dass die Tiere auch ohne die Jagd friedlich neben uns Menschen leben können, ohne dass die Fuchspopulation außer Kontrolle gerät.

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So groß die Verlockung auch ist, die Füchse in der Stadt mit Snacks anzulocken und zu streicheln: Füchse sind keine Kuscheltiere, sondern Wildtiere, die sich ihre Nahrung selbst beschaffen können. Wer also in der Bergmannstraße unterwegs ist, kann zwar mit etwas Glück den Berliner Influencer erspähen, bewundern und Fotos von ihm machen – ihn zu streicheln oder zu füttern, ist keine gute Idee.

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In Deutschland werden jede Jagdsaison über 420.000 Füchse von Jägern getötet. Wenn ihr euch gegen die Jagd einsetzen wollt, könnt ihr euch kostenlos das PETA ZWEI-Demopaket gegen Jäger holen.

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Warum Rassenwahn auch bei Hunden und Katzen schlimm ist

Wer sich Hunde oder Katzen nach einer bestimmten Rasse aussucht, schadet damit nicht nur diesen Tieren, sondern auch denen, die dafür im Tierheim bleiben.

15.Dez 2020

So große, niedliche Augen, dass sie den Tieren beim Sprung vom Sofa aus dem Kopf fallen, Gelenkprobleme, Organmissbildungen und Schwierigkeiten beim Atmen: Mit sogenannten Qualzuchten machen Händler viel Geld. Dass die im wahrsten Sinne des Wortes „kaputt gezüchteten“ Tiere dabei unter massiven Gesundheitsproblemen leiden, die von Generation zu Generation nur schlimmer werden, ist diesen Menschen egal. Sie gehen voll in dem Rassenwahn auf. Darum ist das Geschäft mit den Qualzuchten so furchtbar.

Angezüchtet wird, was gerade „in“ ist

Viele Menschen schaffen sich Haustiere bestimmter Rassen an, weil sie sich davon spezifische Merkmale erhoffen oder eine Rasse gerade in Mode ist. „Modehunde“ wie Bulldoggen oder Möpse haben wegen ihrer verkürzten Nasen aber oft Probleme, ausreichend Luft zu bekommen, im Sommer fallen sie in vielen Fällen ohnmächtig um. Es gibt Katzen, denen die Beine kurz gezüchtet werden, sodass sie das Gleichgewicht nicht mehr halten und schon gar nicht mehr springen können. So lustig das auch auf Instagram aussehen mag – für die Tiere ist es eine Katastrophe.

Französische Bulldogge

Tiere werden als Ware gesehen, die „optimiert“ werden muss

Solange Menschen Tiere aufgrund von Eigenschaften wie der Fellfarbe, der Gesichts-, Nasen- oder Beinform kaufen, unterstützen und fördern sie die Qualen für Tiere. Viele Züchter produzieren dann ihre Ware – denn genau so sehen sie die Tiere oft – auf genau diese Nachfrage hin. Oft passiert das durch Inzucht, wodurch nicht nur optische Eigenschaften, sondern auch schlimme Krankheiten weitervererbt werden. [1]

Adoptieren statt kaufen!

Wenn solche „Modetiere“ die Erwartungen nicht erfüllen oder ihre Menschen sie nicht mehr halten können, weil beispielsweise die lebensnotwendigen Operationen zu teuer wären, landen die Lebewesen im Tierheim. Allein in deutschen Tierheimen warten jährlich 350.000 Tiere auf ein liebevolles Zuhause. Dort warten so viele verschiedene Hunde, Katzen und andere Tiere auf ein neues Zuhause, dass jeder Mensch den passenden tierischen Gefährten für sich findet. Für jedes Tier, das man beim Züchter kauft, bleibt aber ein anderes im Tierheim zurück. Das gilt nicht nur für gewinnorientierte Großzüchter, Händler im Internet und Zoohandlungen, sondern auch für kleine Züchter.

Wer Tiere mag, sollte deshalb nicht zum Züchter gehen, sondern eins aus dem Tierheim adoptieren.

Ihr denkt über ein exotisches Haustier nach?

Lasst das lieber. Fische und Einsiedlerkrebse oder Reptilien gehören beispielsweise überhaupt nicht in menschliche Häuser.