Besonders eklig sind angebrütete Eier jetzt auch nicht

Zumindest nicht, wenn man Balut mit allen anderen Formen vergleicht, in denen wir Hühner essen.

28.Jun 2016

Klar, dass sich wieder alle aufregen, wenn Bilder von Balut durch die Medien gehen. Sieht ja auch ganz schön fies aus, so ein angebrütetes Hühner- oder Entenei, aus dem man Eiweiß und Eigelb schlürft, um dann auf einem halbfertigen Küken mit Schnabel und Federn herumzukauen.

Merkwürdig nur, dass so viele Leute Balut, das vor allem in asiatischen Ländern gegessen wird, eklig finden – selbst aber Eier, Produkte mit Eiern drin und Hühner essen, ohne groß darüber nachzudenken. Was genau ist daran jetzt weniger schlimm?

Noch mal zur Erinnerung: Allein die deutsche Eierindustrie tötet jedes Jahr 50 Millionen männliche Küken direkt nach der Geburt. Auch wer unbefruchtete Eier isst – egal ob pur oder zum Beispiel in Form von Kuchen oder Nudeln – unterstützt also, dass Küken getötet werden. Und übers Fleischessen müssen wir hoffentlich gar nicht mehr reden.

Was kann man denn dann überhaupt noch essen? Zitronenkuchen ohne Eier zum Beispiel.

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Was Seide für die Tiere bedeutet

Auch wenn ihr wahrscheinlich nicht allzu viele Klamotten aus Seide habt, kann es nicht schaden, zu wissen, wie diese hergestellt wird.

28.Jun 2016

Für ein Gramm Seidewe werden etwa 15 Tiere getötet werden, was bei einer weltweiten Produktion von etwa 192.692 Tonnen Seide (Stand 2016) den Tod von jährlich mehr als 2,8 Billionen Raupen bedeutet.

Der Seidenspinner

Dieser soll für die Eiablage und Nachzucht in der Seidenproduktion sorgen. Der Schmetterling ist mittlerweile so qualvoll überzüchtet, dass er kaum noch fliegen kann und sehr anfällig für Krankheiten durch Pilze und Bakterien ist.

Die Puppe

Die natürliche Verwandlung vom Ei über die Raupe zur Puppe und schließlich zum Falter wird bei der Produktion von Seide schon in der Puppenphase gewaltsam beendet. Nur die wenigen Tiere für die Nachzucht werden nach der Produktion des Kokons nicht getötet.

Der Kokon

Die Seidenraupe produziert die Seide durch Drüsen in ihrem Mund und legt einen dünnen Seidenfaden in bis zu 300.000 Windungen als Kokon um sich. Um schließlich an die Seide zu kommen, folgt nun die letzte Station, die den Tod für die Tiere bedeutet.

Das Brühbad

Normalerweise würde sich ein entwickelter Falter nun aus dem Kokon herausessen. Damit das Tier den Kokon beim Schlüpfen jedoch nicht zerstört und den Seidenfaden zerreißt, werden die Falter in ihren Kokons bei lebendigem Leib in heißem Wasser oder Dampf totgekocht. Viele Tiere winden sich im Todeskampf.

Die Alternativen

Heutzutage könnt ihr euch gegen Seide und stattdessen für Rayon aus Bambusfasern, Sojaseide, Tencel oder feine Polyesterstoffe entscheiden. Im Laden müsst ihr einfach genau das Label checken, damit euch nicht doch Seide – die deklariert werden muss – oder andere tierische Bestandteile untergejubelt werden.

In unserem Einkaufsguide findet ihr mehr Infos zu Kleidung, für die kein Tier leiden musste. Mit unseren Tipps zu toten Tieren an Klamotten entdeckt ihr, was Hersteller gerne verschweigen.