Was ist so schlimm an Bienenwachs?

Bienenwachs steckt in vielen Fruchtgummis, Lippenstiften und anderen Produkten. Wo liegt das Problem?

12.Feb 2019

Was ist Bienenwachs?

Bienenwachs – auf Inhaltsstofflisten auch als E901 zu finden – ist ein Wachs, das von Bienen produziert wird. Die Tiere nutzen es, um daraus, Waben zu bauen, in denen sie ihren Nachwuchs mit ihrem Honig großziehen.

Was ist so schlimm an Bienenwachs?

Um an ihren Honig und ihr Wachs zu kommen, halten Imker Bienen in einer Massenzucht – ganz ähnlich wie Schweine, Kühe oder Hühner. Die Tiere leben dort unter unnatürlichen Bedingungen, werden beispielsweise am Ausschwärmen gehindert und mithilfe von künstlich in Wabenform gegossenem Wachs dazu gebracht, „produktiver“ zu sein. Außerdem verletzen Imker Bienen oft, wenn sie beim Einsammeln von Honig oder Wachs unachtsam sind und die empfindlichen Beine oder Flügel der Tiere abreißen. Wer Produkte mit Bienenwachs kauft, unterstützt diese Industrie.

Worin ist Bienenwachs enthalten?

Viele Hersteller setzen inzwischen auf pflanzliche oder synthetische Wachse oder andere Trennmittel. Allerdings wird Bienenwachs immer noch oft eingesetzt, um etwa Fruchtgummi damit zu beschichten oder es Kosmetikprodukten wie Lippenstiften beizugeben. Auch Kerzenhersteller nutzen nach wie vor Bienenwachs.

Welche Alternativen gibt es?

Eine ganz einfache vegane Alternative zum Bienenwachs bei Fruchtgummi ist der saure Zucker, mit dem viele Produkte ummantelt sind – wenn dann  nicht ausgerechnet Gelatine drinsteckt, sind auch Gummi-Süßigkeiten großer Hersteller oft zufällig vegan. In Kosmetik lassen sich etwa Candelillawachs oder Sheabutter verwenden, und Kerzen werden immer öfter aus Sojawachs gemacht.

Apropos: Hier sind 14 unnötige Inhaltsstoffe, die Veganern gerne mal den Tag vermiesen.

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Kostüme für Hunde: Ist das okay?

Wenn irgendwas in den sozialen Netzwerken noch besser läuft als niedliche Hunde, dann sind es niedliche Hunde in Kostümen. Aber wie finden die Tiere das?

12.Feb 2019

Hand aufs Herz: Wer hat beim Anblick eines als Löwe, Hot Dog oder Prinzessin verkleideten Hundes noch nie gedacht: „Wie süüüüüß!“? Es scheint irgendetwas in uns anzusprechen, wenn sowieso schon niedliche Tiere sich als andere niedliche Tiere, Snacks oder Menschen verkleiden, deshalb sind die sozialen Netzwerke auch voll mit entsprechenden Fotos. Spätestens, wenn man das erste Mal eins sieht, auf dem der lustig angezogene Hund aber eher deprimiert oder verwirrt aussieht, fragt man sich aber: Wie ist das für die Tiere?

Ob es Tierquälerei ist, einem Hund ein Kostüm anzuziehen, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt sicher besonders offene und selbstbewusste Hunde, denen es nichts ausmacht, für ein Foto mal in ein Kostüm gesteckt zu werden. Allerdings trifft das eben auf die meisten Hunde nicht zu. Viele Menschen denken, ihr Hund hätte kein Problem mit einem Kostüm, deuten aber seine Körpersprache völlig falsch. Ein Hund, der sich beispielsweise duckt, die Ohren anlegt oder sich kratzt, ist nicht lustig, sondern hat Angst.

Die Beziehung zwischen Mensch und Hund basiert immer auf Vertrauen. Und das sollte man nicht riskieren, nur um einem Tier für ein Instagram-Foto oder einen Ausflug an Karneval ein Kostüm aufzuzwängen. Viel besser: sich selbst verkleiden und die Hunde Hunde sein lassen.

Ganz anderes Thema allerdings: Mäntel, die Hunde im Winter vor der Kälte schützen.