7 Gründe, Cesar Millans Trainingsmethoden den Mittelfinger zu zeigen

Im Herbst 2019 kommt Cesar Millan wieder auf Deutschland-Tour. Die Methoden, mit denen er Hunde „trainiert“, sind mehr als fragwürdig.

Foto: PETA / Conny Maisch
16.Nov 2016

Der selbsternannte „Hundeflüsterer“ wurde durch seine gleichnamige TV-Serie bekannt. Um Hunden mit Verhaltensproblemen zu helfen, wenden sich ihre Halter immer wieder an Cesar Millan. Wir erklären euch, warum das keine gute Idee ist.

1.    Cesar Millans „Hilfsmittel“

Millan setzt Elektroschock- und Würgehalsbänder ein, damit die Hunde tun, was er will. Das Ergebnis sind meist verängstigte und in Panik geratene Tiere.

2.    Druck und Gewalt

Cesar Millan arbeitet mit dem Ansatz, Rudelführer sein zu wollen. Deshalb verwendet er einschüchternde und gewalttätige Erziehungsmethoden, die aus Hunden tickende Zeitbomben machen können. Warum Millans Methoden nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind, hat das Verwaltungsgericht Hannover klar gestellt.

3.    Gestörte Vertrauensverhältnisse

Auch wenn Millan von „Kommunikation und Verständnis“ spricht, tut er alles dafür, dass die Hunde aus purer Angst reagieren. Ein Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch kann nicht entstehen, wenn Hunde bestraft und misshandelt werden.

4.    Veraltete Methoden

Millans Methoden, die auf der Rudeltheorie basieren, sind uralt und gelten seit Langem als überholt. Hunde sind Familienmitglieder und sollten auch so behandelt werden.

5.    Tierschutzwidriges Merchandise

Cesar Millan vertreibt ein Endlos-Würgehalsband und eine Hundebox, die er für die „Aufbewahrung“ der Schützlinge empfiehlt – und zwar nicht nur zum Transport, sondern auch für die Nacht oder wenn der Halter das Haus verlässt. Wenn man einen Hund bei sich aufnimmt, muss man auch die Zeit aufbringen können, sich um ihn zu kümmern.

6.    Tierquälerei auf Video

Es gibt viele Videos im Internet, die zeigen, dass Cesar Millan die Hunde in Angst und Schrecken versetzt und Tiere in Gefahr bringt. In einem solchen Video „trainiert“ er einen Hund, der schon einmal ein Schwein getötet hat. Dabei lässt er den Hund ohne Leine oder Maulkorb auf ein Schwein los, dass von einem Assistenten festgehalten wird. Mindestens ein Tier wird von dem Hund verletzt.

7.    Keinen Schimmer von richtiger Hundeerziehung

Seriöse Hundetrainer arbeiten mit positiver Verstärkung und können, anders als Cesar Millan, eine erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung vorweisen. Millan hat diese trotz Dolmetscher in Niedersachsen nicht bestanden.

Besucht bitte keine Shows von Cesar Millan und klärt auch euer Umfeld über die tierquälerischen Methoden des selbsternannten „Hundeflüsterers“ auf.

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Vorsicht! In diesen Produkten können Daunen stecken

Federn sind gar nicht mehr so kuschelig, wenn man sie lebenden Tieren aus der Haut reißt. Bei diesen Produkten lohnt es sich, aufs Etikett zu schauen.

Foto: Krista Mangulsone
16.Nov 2016

Kissen und Decken

Für Daunenkissen und –decken werden Gänsen und Enten in Ländern wie Polen, Ungarn und China bei lebendigem Leib ihre weichen Unterfedern herausgerissen. Dabei brechen die Arbeiter den Tieren in der Eile oft Knochen oder hinterlassen offene Wunden, die notdürftig mit Nadel und Faden genäht werden. Einige der Tiere sterben an den Folgen ihrer Verletzungen. Auf Daunenkissen lässt sich nur ruhig schlafen, wenn man kein bisschen nachdenkt. Viel besser für Tiere und fürs Schlafklima sind Kissen und Decken, die mit Baumwolle, Viskose, Polyester, Lyocell oder Kapok gefüllt sind. Wichtig auch: Bei der nächsten Hotelbuchung um daunenfreies Bettzeug bitten.

Matratzenbezüge

Daunen stecken nicht nur in Kissen und Decken, sondern auch in Matratzenbezügen, selbst wenn die relativ dünn sind. Alternativen gibt es auch hier mit synthetischer Fülling – einfach mal aufs Etikett schauen.

Sofas

Die meisten von uns kaufen nicht ständig neue Sofas, aber wenn, dann sollte man auch hier aufs Material achten. Selbst Sofas, die auf den ersten Blick tierfrei wirken, weil sie nicht mit Leder oder Wolle bezogen sind, können mit Daunen gefüttert sein. Wer nicht auf Tieren sitzen will, kauft lieber Polstermöbel mit Polyesterfüllung.

Wintermäntel, Jacken und Westen

Keine Sorge, die klassischen Michelin-Männchen-Jacken gibt es auch ohne Federn drin. Die Versionen mit pflanzlicher Kapokfaser oder synthetischer Füllung halten perfekt warm, ohne dass Gänse oder Enten kaltgemacht werden.

Petition: Fordert Volcom auf, keine Daunen mehr zu verwenden!

Handschuhe

Bei plusterigen Mänteln kommt man vielleicht noch von allein drauf, dass da Daunen drinstecken, aber bei Handschuhen? Auch da reicht es leider nicht, auf Leder und Wolle zu achten, weil gerade Funktionshandschuhe aus dem Ski- und Snowboardbereich oft mit Daunen gefüttert sind. Am besten also im Laden beraten lassen und die synthetische Alternative nehmen.

Schlafsäcke

Ekligstes Gefühl überhaupt: nasskalt verschwitzt aufzuwachen. Schlafsäcke werden oft mit Daunen gefüttert, weil das isolieren soll, aber dummerweise funktioniert das nur so lange, wie die Federn trocken bleiben. Viel besser ist es, Schlafsäcke mit einer Füllung aus schlauen Kunstfasern zu kaufen, die schneller trocknen und besser warmhalten.

Staubwedel

Da muss man erst mal drauf kommen: Auch die Staubwedel, die man entweder zum Putzen oder als zweckentfremdetes Katzenspielzeug kauft, bestehen oft aus echten Daunen. Ganz schön makaber eigentlich, Tieren die Federn auszureißen, um damit dann durch den Dreck zu wischen. Vor allem, weil es reichlich tierfreie Putzgeräte, Putzmittel und Katzenspielzeuge gibt.

Bitte kauft keine Daunen und erinnert auch eure Familie und Freunde daran, beim nächsten Einkauf aufs Etikett zu schauen. Fordert außerdem Volcom auf, keine Daunen mehr zu verwenden!