Corona: Warum ihr euch jetzt kein Haustier kaufen solltet

Euch ist zu Hause langweilig und ihr habt im Baumarkt richtig süße Kaninchen gesehen? Lasst bloß die Finger davon!

04.Mai 2020

Keine Frage, es sind schwierige Zeiten. Wenn man sich gerade keine Sorgen macht, ist einem langweilig, und so richtig knuddeln wäre auch mal wieder schön. Da kann man schon verstehen, dass viele Leute gerade beim Spaziergang zum Baumarkt, Gartencenter oder an der Zoohandlung vorbei auf die Idee kommen, eins der süßen Kaninchen oder ein paar putzige Rennmäuse zu kaufen, um sich das Leben in Isolation ein bisschen schöner zu gestalten. Allerdings solltet ihr das auf gar keinen Fall tun.

Denn erstens ist es nie gut, Tiere in Zoohandlungen, Baumärkten oder Gartencentern zu kaufen. Sie kommen meist von dubiosen Züchtern, die nur auf Profit aus sind und die Tiere deshalb richtig schlecht behandeln. Die Elterntiere werden als Gebärmaschinen gebraucht, und wenn man ihnen ihre Kinder dann weggenommen hat, werden die im Laden in kleine Käfige gesperrt und leben unter ständigem Stress. Kein Wunder, dass man das Gefühl bekommt, sie „retten“ zu müssen, indem man sie kauft. Aber leider unterstützt man damit diese Industrie nur. Außerdem sind Kaninchen sowieso keine Kuscheltiere und finden menschliche Nähe oftmals gar nicht so schön, wie wir denken.

Und zweitens wisst ihr selbst, in was für einer Ausnahmesituation wir uns alle gerade befinden. Klar, aktuell hätten viele von uns Zeit, sich den ganzen Tag lang um ein Tier zu kümmern, aber wie ist das, wenn Schule, Ausbildung oder Uni wieder losgehen? Viel zu oft passiert es, dass Leute sich spontan ein Tier zulegen und es dann entweder zu Hause vernachlässigen oder ins Tierheim bringen, weil sie eben doch nicht die nötige Zeit oder Energie dafür haben. So langweilig es euch gerade sein mag: Das wird nicht so bleiben. Und ihr wollt nicht, dass sich ein Tier dann noch viel eingesperrter und einsamer fühlt, weil ihr wieder draußen eurem normalen Leben nachgeht.

Deshalb überlegt bitte doppelt und dreifach, ob ihr euch wirklich dauerhaft um ein Tier kümmern könnt. Und wenn ihr euch sicher seid, dann geht auf jeden Fall nicht in einen Laden oder zu einem Züchter, sondern ins Tierheim. Dort warten so viele Tiere auf ein neues Zuhause.

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Tiger King: 39 Tiger gerettet und in Auffangstationen gebracht

Sie wurden eingesperrt und gequält. Heute genießen sie ihr Leben in Auffangstationen. Wie wurde das erreicht?

© PETA USA
04.Mai 2020

Wer die neue Netflix-Serie „Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere“ gesehen hat, hat auch einen Einblick in die unvorstellbar grausamen Machenschaften der Betreiber der ausbeuterischen Großkatzen-Industrie bekommen. Im Vordergrund steht das Leben des kriminellen Privatzoo-Besitzers Joseph Maldonado-Passage aka Joe Exotic. Was man in dieser Serie nicht erfährt, ist, dass PETA USA dabei geholfen hat, 39 Tiger, drei Bären, zwei Paviane und zwei Schimpansen aus der Gefangenschaft von Joe Exotic in eine Wildtier-Auffangstation zu überführen. Es wurde ihnen dabei ein Start in ein neues, artgerechtes Leben geschenkt.

© PETA USA
Pearl, ein weißer Tiger, lebt jetzt im Wild Animal Sanctuary.

Bevor sie ihr neues Leben in der Auffangstation starten konnte, wurde Pearl im Alter von nur wenigen Wochen aus einem Privatzoo in Mississippi in den Zoo Dade City’s Wild Things (DCTW) in Florida gekarrt. Pearl war einer der 19 Tiger, die einen gefährlichen Horror-Trip zu Joe Exotic hinter sich bringen mussten. 18 Stunden litten sie in der Hitze in einem Anhänger aus Metall – ohne Zugang zu Trinkwasser oder Abkühlung. Während dieser Reise wurden drei Tigerjunge geboren und starben.

© PETA USA
Curly (links) und Mo im Wild Animal Sanctuary.

PETA USA rettete die Tiger vor Joe Exotic

Jahrelang setzten sich Tierschützer für die Tiere ein. PETA USA ermittelte und zog vor Gericht. So wurde erreicht, dass Mo, Curly, Pearl und vielen weiteren Tigern ein neues, artgerechtes Leben in großzügigen und artgerechten Auffangstationen geschenkt werden konnte.

© PETA USA
Mo kann jetzt in der Auffangstation die Sonne genießen.

Statt wie früher in einem engen, kargen Gitterkäfig eingesperrt zu sein, kann Mo heute in der Wildtier-Auffangstation The Wild Animal Sanctuary in Colorado seinen großräumigen Lebensraum entdecken und die Sonne genießen.

Ihr möchtet, dass kein Tier solche Qualen durchleiden muss? Informiert euch auch über die Lage in deutschen Zoos und Zirkussen.