Der Dackeltrend muss aufhören

Gerade waren Französische Bulldoggen noch der It-Hund, jetzt laufen alle mit Dackeln herum. Warum das gefährlich ist.

18.Sep 2018

Man sollte es nicht glauben, aber auch bei Tieren gibt es Trends. Wenn Hollywood-Stars von ihren Minischweinen erzählen, wollen plötzlich alle ein Minischwein in der Wohnung haben. Wenn animierte Clownfische an den Kinokassen ziehen, werden mit einem Mal massenhaft echte Clownfische verkauft – und bald im Klo heruntergespült. Und selbst bei „normalen“ Haustieren wie Hunden sind immer wieder andere Rassen im Trend. Nachdem zuletzt sämtliche Modeblogger und Privathipster mit Französischen Bulldoggen herumliefen, sieht man inzwischen immer mehr Dackel. Und das ist ein Problem.

Dackel

Denn wenn bestimmte Rassen besonders gefragt sind, werden diese Rassen gezielt nachgezüchtet. Dabei steht meist nicht die Gesundheit der Tiere im Vordergrund, sondern dass sie merkwürdigen rein optischen „Rassezielen“ entsprechen – bei Dackeln also zum Beispiel die kurzen Beine zum langen Körper. Das führt dazu, dass viele Dackel unter Wirbelsäulenproblemen leiden, Bandscheibenvorfälle bekommen und sich teilweise nicht mal mehr bewegen können. Den Züchtern ist das egal, solange sie damit Geld verdienen.

Deshalb ist es wichtig, solche Trends nicht mitzumachen. Klar sind Dackel niedlich – so wie Französische Bulldoggen, Möpse, Sphinx-Katzen und andere Qualzuchten auch. Aber wer ein Tier aufgrund der Rasse kauft, fördert damit immer die Nachfrage und die Nachzucht. Viel besser ist es immer, ins Tierheim zu gehen und dort einen Hund zu finden, dessen Persönlichkeit zu einem passt. Instagramtauglich ist sowieso jedes Tier.

Immer noch unsere liebste Adoptionsgeschichte: Krysten Ritter und Mikey.

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Wollen Pferde überhaupt geritten werden?

Wer Pferde liebt, will ihnen nicht schaden. Lässt sich das mit dem Reiten vereinbaren?

18.Sep 2018

Die meisten Menschen, die reiten gehen, tun das, weil sie Pferde lieben. Sie haben Spaß an der gemeinsamen Bewegung, achten darauf, dass sich die Tiere dabei möglichst nicht verletzen und pflegen sie gut, indem sie ihnen Futter geben und sie und ihre Ställe sauber halten. Trotzdem taucht oft irgendwann die Frage auf: Lässt sich das Reiten überhaupt mit Tierliebe vereinbaren?

In einer perfekten Welt würden Pferde in Freiheit leben und kein Mensch würde etwas von ihnen verlangen. Pferde sind Herdentiere, die in freier Wildbahn in großen Gruppen zusammenleben, auf Wiesen grasen, weite Strecken zurücklegen und sich gegenseitig umwerben. Sie haben ihre ganz eigenen Bedürfnisse und Interessen, und keins davon ist, einen Menschen auf ihrem Rücken herumzutragen. Diese Entscheidung treffen alleine die Menschen.

Wer Reitstunden nimmt oder ein Pferd kauft, unterstützt damit leider immer, dass mit Tieren, die kein Mitspracherecht haben, Geld verdient wird. Auch wenn sich ein Pferd vielleicht über einen Snack oder eine Striegeleinheit freut: Es hat sich dieses Leben nicht ausgesucht. Wenn wir aufhören wollen, Tiere als minderwertige und uns untergeordnete Lebewesen zu sehen, sollten wir das also hinterfragen.

Was sowieso nicht klargeht: Der professionelle Rennsport.