Darum ist es keine gute Idee, Wildfleisch zu essen

Ein Rehbraten zu Weihnachten, eine Wildschweinkeule als Sonntagsessen? Warum ihr Wildfleisch lieber am Leben lasst.

07.Dez 2016

Jagd ist grausam und sinnlos

Jäger erzählen gerne, dass die Jagd wichtig für die Natur oder sogar die Tiere ist. Das ist Unsinn. Wer jagt, tötet nicht nur Tiere auf brutalste Art, sondern bringt auch das natürliche Gleichgewicht durcheinander und bringt ganz nebenbei auch Menschen in Gefahr.

Wildfleisch kann gefährlich sein

Außer bei Wildschweinen, wo eine Trichinenuntersuchung vorgeschrieben ist, kann jeder Jäger selbst entscheiden, ob er eine amtliche Fleischuntersuchung anmeldet. Immer wieder weisen Überprüfungen in Wildfleisch Keime, Dauergifte wie Dioxine oder Bleirückstände durch die Jagdmunition nach. Gesund ist das nicht, dabei wird einem Wildfleisch oft als „natürlicher“ verkauft als Fleisch von Schweinen oder Kühen aus tierischer Landwirtschaft.

Wildtiere sind Lebewesen

Keine große Überraschung: Wir finden es genauso falsch, Wildschweine, Rehe oder Hirsche zu essen, wie jedes andere Tier. Wildtiere sind Lebewesen, die soziale Kontakte pflegen, Familien haben, Schmerz und Angst empfinden können und an ihrem Leben hängen. Es gibt keinen Grund, sie zu töten und zu essen.

Und übrigens bekommt ihr das perfekte Festtagsessen auch locker ohne Tiere hin.

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Weil es gar nicht so lustig ist.
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Diese Hochschule züchtet Hunden für Experimente lähmende Muskelerkrankungen an

Eine französische Hochschule führt Tierversuche an Hunden durch, um Muskeldystrophie zu erforschen. Heilung bringt das nicht – nur mehr Leid.

ATA / PETA France
07.Dez 2016

Eigentlich will die Organisation Téléthon Heilungsmöglichkeiten für die Krankheit Muskeldystrophie finden. Deshalb finanziert sie mit Spendengeldern Experimente an der französischen Hochschule Alfort National. Das Problem: Statt mit modernen Forschungsmethoden zu arbeiten, führt Alfort Tierversuche durch, bei denen sie Hunden gezielt genau die Krankheit anzüchtet, die sie heilen will, schafft also absichtlich kranke Tiere, die extrem leiden und meist früh sterben. Die Forschung bringt das nicht weiter.

Die französische Tierschutzorganisation Animal Testing hat PETA France Videoaufnahmen zur Verfügung gestellt, die zeigen, was mit den Hunden im Labor passiert. Die Hunde können kaum gehen und selbst das Atmen fällt ihnen schwer. Das Gesicht eines Hundes war mit Erbrochenem bedeckt, da er die Nahrung nicht bei sich behalten konnte. Andere Hunde hatten eine derart geschwächte Kiefermuskulatur, dass ihnen der Speichel aus dem Mund lief.

Einige Hunde müssen ab einem bestimmten Punkt durch eine Magensonde ernährt werden, weil sie nicht mehr selbstständig schlucken können. Die Tiere, die lange genug überleben, entwickeln Herzprobleme, weil die Krankheit den Herzmuskel angreift. Die meisten Hunde erreichen nie das Erwachsenenalter. Einige sind bereits mit unter sechs Monaten vollständig durch die Erkrankung beeinträchtigt, die Hälfte der Tiere stirbt noch vor dem zehnten Lebensmonat.

Ein Mitarbeiter des Labors gibt sogar zu, dass Alfort die Forschungsgelder für diese Experimente verlieren könnte, wenn diese Bilder an die Öffentlichkeit gelangen. Denn natürlich wollen wir alle, dass eine Heilung für Muskeldystrophie gefunden wird. Aber dafür Tiere zu quälen, ist falsch.

Foto: ATA / PETA France

Tierversuche sind nicht nur ethisch nicht zu vertreten, sondern auch unwissenschaftlich. Jahrzehntelange Experimente an Hunden haben keine Heilmethode oder Behandlung für Menschen gebracht. Studien zeigen, dass sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht einfach so auf Menschen übertragen lassen. In einigen Punkten kommen Tierversuche sogar zu völlig entgegengesetzten Ergebnissen. Viel sinnvoller ist es, beispielsweise Hautzellen von menschlichen Patienten zur Forschung zu nutzen oder gesunde menschliche Muskelzellen zu züchten, die dann erkrankten Menschen transplantiert werden können.