Das Hühnchen, das ihr esst, könnte aus Hundefleisch sein

Nennt sich „Chicken“, ist aber Hund: Eine Recherche deckt auf, wie Touristen auf Bali Hundefleisch verkauft wird.

03.Jul 2017

Wenn man ihnen die Haut abzieht und ihr Fleisch in Stücke schneidet, sehen sich die meisten Tiere ziemlich ähnlich. Das nutzen Verkäufer in Touristengegenden aus, um Hundefleisch als „Chicken“ auszuzeichnen und so an Urlauber zu verkaufen. Wie ein Video von Animals Australia zeigt, werden Hunde beispielsweise auf Bali auf der Straße eingesammelt und dann vergiftet, erwürgt oder erschlagen. Wenn Touristen später nachfragen, ob sich hinter dem „Chicken Satay“ auch wirklich kein Hund verbirgt, lügen die Händler einfach.

In Indonesien ist der Verzehr von Hundefleisch legal, aber Animals Australia berichtet, dass es für Touristen absichtlich falsch gekennzeichnet wird. Um garantiert keine Hunde zu essen, gibt es also nach wie vor nur eine Lösung: Gar keine Tiere essen. Die Unterscheidung ist sowieso willkürlich.

Noch ein paar Urlaubstipps: So erkennt ihr Tierquälerei auf Reisen.

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Go Vegan!

Wird „Okja“ der nächste „Earthlings“?

Der neue Netflix-Spielfilm „Okja“ klärt niedlich bis brutal über Massentierhaltung auf. Vielleicht hilft es.

© Netflix / Screenshot
03.Jul 2017

Wer vegane Menschen kennt, kennt meist mindestens auch einen, der nach dem Dokumentarfilm „Earthlings“ das Tiereessen gelassen hat. Egal wie gut man über Fakten und Zahlen Bescheid weiß: Am überzeugendsten sind immer noch Bilder.

Noch emotionaler als eine Doku kann das nur ein Spielfilm. Einer über ein sehr niedliches Riesenschwein namens Okja beispielsweise, das eher aussieht wie ein knuddeliges Nilpferd und der beste Freund von einem Mädchen namens Mija ist. Allerdings ist Okja nicht einfach so gezüchtet worden, sondern als eine neue Art von Super-Fleischlieferant – deshalb muss Mija ihre große graue Freundin vor dem Konzern Mirando retten.

Bong Joon-hos Film, in dem neben Hauptdarstellerin Ahn Seo-hyeon auch Hollywood-Stars wie Tilda Swinton, Lily Collins und Jake Gyllenhaal mitspielen, ist kein harmloser Kinderfilm, sondern ein genauer Blick auf die globale Massentierhaltung und darauf, was Entschlossenheit dagegen ausrichten kann. Damit könnte „Okja“ es schaffen, Menschen die Augen zu öffnen, die sonst lieber nicht so genau hinsehen. „Okja“ gibt es bei Netflix.

Ihr wollt direkt weiterstreamen? Hier sind unsere Netflix-Empfehlungen.