Das Problem an Levi's

Die Jeansmarke beruft sich gerne auf Traditionen – und hängt dabei in einem Punkt viel zu sehr in der Vergangenheit. Was ihr dagegen unternehmen könnt.

02.Mai 2018

Eigentlich gehen Levi’s immer. Klassische Modelle wie die 501, Trends wie die Wedgie, und im Sommer alles auch als Shorts – die Jeansmarke hat es schon raus, im Gespräch zu bleiben, auch weil sie sich dabei immer auf ihre lange Tradition berufen kann. Allerdings setzt Levi’s an einer Stelle zu sehr auf überkommene Praktiken: bei den Patches.

Anders als viele andere Marken, die vegane Patches nutzen, um ihr Logo und die Größe hinten an der Jeans unterzubringen, nimmt Levi’s dafür immer noch Leder. Ein Material also, für das jedes Jahr über eine Milliarde Tiere geschlachtet werden. Die meisten von ihnen erleiden vorher alle Grausamkeiten der Intensivtierhaltung: In überfüllten Ställen wird ihnen jegliches natürliche Verhalten verwehrt. Sie werden ohne Betäubung kastriert, erhalten schmerzhafte Brandzeichen, ihre Schwänze werden gestutzt, die Hörner gekürzt.

Jährlich werden etwa 330.000 Kühe in deutschen Schlachthöfen nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird. Das Leder, das so entsteht, ist nicht einfach „über“. Es macht bis zu 50 Prozent des Gesamtwertes der Rindernebenprodukte aus. Auch die Häute von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet. Wer Jeans mit Lederpatches kauft, unterstützt das leider.

Deshalb helft uns jetzt, Levi’s lederfrei zu machen. Unterschreibt unsere Petition – und teilt sie, damit Levi’s endlich einsieht, dass niemand Lederpatches braucht.

Fordert Levi’s auf, Jeans mit veganem Lederpatch herzustellen

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht
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Go Vegan!

So rettet ihr die Bienen

Das Bienensterben ist nicht nur traurig, sondern kann zur echten Gefahr für die Menschen werden. So könnt ihr den Tieren helfen.

02.Mai 2018

Pflanzt Blumen und Kräuter

Bienen brauchen Nahrung, um zu überleben, und die finden sie immer weniger, je mehr ihre natürlichen Lebensräume zerstört werden. Wenn die Bienen sterben, werden aber die Pflanzen, von denen wir Menschen uns ernähren, nicht mehr bestäubt – und das kann auf Dauer ziemlich gefährlich werden. Ihr könnt den Bienen helfen, indem ihr Sonnenblumen, Säckelblumen, Lavendel und andere bienenfreundliche Blühpflanzen anpflanzt – und keine chemischen Unkrautvernichter oder Insektenbekämpfungsmittel benutzt. Oder ihr züchtet Kräuter wie Minze Schnittlauch, Salbei, Petersilie oder Oregano auf dem Fensterbrett oder Balkon. Das geht sogar in Mini-Wohnungen in der Stadt, und ihr habt nicht nur ein Buffet für die Bienen, sondern auch für euch.

Saat-Bomben

Für „Guerilla Gardening“ braucht ihr nicht mal eine eigene Fläche. Die mittlerweile überall erhältlichen Saatbomben einfach in einer tristen Gegend abwerfen, beim nächsten Regen öffnet sich die Kugel, das Saatgut kommt heraus und die Pflanzen können wachsen. Es gibt auch ganz spezielle Bienen-Saatgut Bomben.

Gebt ihnen Wasser

Einem Hund oder einer Katze würdet ihr ja auch eine Schale Wasser hinstellen, warum also den Bienen nicht? Die müssen schließlich auch trinken und finden gerade an heißen Sommertagen nicht immer Wasser. Füllt also eine flache Schale und legt Steine, Moos und Stöcke rein, damit die Bienen einen Landeplatz haben und nicht ertrinken.

Lasst sie raus

Eine Biene hat sich in euer Zimmer verirrt und findet den Ausgang nicht mehr? Wenn ihr schon alle Fenster aufgerissen hat und sie trotzdem noch planlos herumsitzt, hilft der alte Trick: vorsichtig ein Glas über sie stülpen, ein Blatt Papier drunterschieben und sie sanft ins Freie setzen – oder ihr gönnt euch einen Insektenfänger.

Mixt ihnen einen Energy Drink

Wenn eine Biene zu schwach ist, um sich alleine wieder aufzurappeln, könnt ihr mit einem kleinen Energy Drink weiterhelfen: Mischt ein bisschen Zucker mit Wasser und stellt es ihr vorsichtig in einer flachen Schale mit einer Rampe aus Papier hin. Einer Biene, die es nicht mehr über die Rampe schafft, könnt ihr auch ein paar Tropfen der Zuckerlösung vorsichtig vor den Rüssel tropfen (dabei hilft zum Beispiel eine leere Spritze, die ihr in der Apotheke kaufen könnt).

Baut ihnen ein Häuschen

Ihr habt einen Garten oder großen Balkon und ein bisschen handwerkliches Talent? Dann könnt ihr den Bienen eine Unterkunft bauen und so neuen Lebensraum für sie schaffen. Wenn ihr nicht gerne bastelt, könnt ihr auch eins kaufen – achtet nur darauf, kein billiges Modell aus dem Ramschladen zu nehmen, die sind oft nicht bienentauglich.

Kauft bio

Ein großer Faktor im Bienensterben: die Monokulturen und Pestizide in der herkömmlichen Landwirtschaft. Wenn ihr das nicht unterstützen wollt, kauft euer Obst und Gemüse lieber in Bioqualität.

Esst Agavensirup

Oder Reissirup oder Ahornsirup oder was auch immer ihr am liebsten zum Süßen auf euren Pancakes oder in eurem Tee mögt – Hauptsache kein Honig. Denn für den werden Bienen ausgebeutet, und der Honig, den sie eigentlich als Nahrung brauchen, wird ihnen weggenommen.

Schminkt euch vegan

In Kosmetikprodukten wie Lippenstiften oder Lippenbalsam steckt oft Bienenwachs – das die Bienen eigentlich brauchen, um daraus ihre Waben zu bauen. Wenn ihr auf vegane und tierversuchsfreie Kosmetik umsteigt, helft ihr damit nicht nur den Bienen, sondern auch ziemlich vielen anderen Tieren.

Ihr wollt euch noch mehr für Tiere einsetzen? Kommt ins Streetteam!