Diese Hochschule züchtet Hunden für Experimente lähmende Muskelerkrankungen an

Eine französische Hochschule führt Tierversuche an Hunden durch, um Muskeldystrophie zu erforschen. Heilung bringt das nicht – nur mehr Leid.

ATA / PETA France
01.Dez 2016

Eigentlich will die Organisation Téléthon Heilungsmöglichkeiten für die Krankheit Muskeldystrophie finden. Deshalb finanziert sie mit Spendengeldern Experimente an der französischen Hochschule Alfort National. Das Problem: Statt mit modernen Forschungsmethoden zu arbeiten, führt Alfort Tierversuche durch, bei denen sie Hunden gezielt genau die Krankheit anzüchtet, die sie heilen will, schafft also absichtlich kranke Tiere, die extrem leiden und meist früh sterben. Die Forschung bringt das nicht weiter.

Die französische Tierschutzorganisation Animal Testing hat PETA France Videoaufnahmen zur Verfügung gestellt, die zeigen, was mit den Hunden im Labor passiert. Die Hunde können kaum gehen und selbst das Atmen fällt ihnen schwer. Das Gesicht eines Hundes war mit Erbrochenem bedeckt, da er die Nahrung nicht bei sich behalten konnte. Andere Hunde hatten eine derart geschwächte Kiefermuskulatur, dass ihnen der Speichel aus dem Mund lief.

Einige Hunde müssen ab einem bestimmten Punkt durch eine Magensonde ernährt werden, weil sie nicht mehr selbstständig schlucken können. Die Tiere, die lange genug überleben, entwickeln Herzprobleme, weil die Krankheit den Herzmuskel angreift. Die meisten Hunde erreichen nie das Erwachsenenalter. Einige sind bereits mit unter sechs Monaten vollständig durch die Erkrankung beeinträchtigt, die Hälfte der Tiere stirbt noch vor dem zehnten Lebensmonat.

Ein Mitarbeiter des Labors gibt sogar zu, dass Alfort die Forschungsgelder für diese Experimente verlieren könnte, wenn diese Bilder an die Öffentlichkeit gelangen. Denn natürlich wollen wir alle, dass eine Heilung für Muskeldystrophie gefunden wird. Aber dafür Tiere zu quälen, ist falsch.

Foto: ATA / PETA France

Tierversuche sind nicht nur ethisch nicht zu vertreten, sondern auch unwissenschaftlich. Jahrzehntelange Experimente an Hunden haben keine Heilmethode oder Behandlung für Menschen gebracht. Studien zeigen, dass sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht einfach so auf Menschen übertragen lassen. In einigen Punkten kommen Tierversuche sogar zu völlig entgegengesetzten Ergebnissen. Viel sinnvoller ist es, beispielsweise Hautzellen von menschlichen Patienten zur Forschung zu nutzen oder gesunde menschliche Muskelzellen zu züchten, die dann erkrankten Menschen transplantiert werden können.

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So macht ihr euren Weihnachtsbaum katzensicher

Hier sind ein paar Tipps, wie ihr und eure tierischen Mitbewohner (und der Weihnachtsbaum) die Feiertage gesund und munter übersteht.

01.Dez 2016

1. Der Weihnachtsbaumkauf

Wie wäre es mit einem Kunstbaum? Klar, ein echter Baum duftet besonders weihnachtlich, aber genau das macht ihn auch so anziehend für eure Katzen. Und wenn die sich an den Nadeln verschlucken, kann das zu Magen- und Darmproblemen führen. Es gibt inzwischen ziemlich gute echt aussehende Kunstbäume, die man außerdem jahrelang verwenden kann. Egal ob Kunst- oder echter Baum: Ein kleiner Baum ist sicherer als ein großer, wenn die Katzen ihn mal zum Umfallen bringen.

2. Den Weihnachtsbaum aufstellen

Bevor ihr anfangt, den Weihnachtsbaum zu schmücken, solltet ihr euren Katzen die Möglichkeit geben, sich an das neue Objekt zu gewöhnen. Stellt den Baum ein paar Tage ohne Deko auf. Mit ein bisschen Glück finden eure Katzen ihn schon nach kurzer Zeit total langweilig und lassen ihn in Ruhe. Natürlich solltet ihr beim Aufstellen außerdem darauf achten, dass der Baum einen stabilen Fuß hat und vielleicht sogar zusätzlich an der Wand befestigt ist. Stellt den Baum am besten nicht in die Nähe von möglichen Katzensprungbrettern wie hohe Möbel. Und sorgt dafür, dass die Katzen bei einem echten Baum nicht an das Wasser im Fuß drankommen, weil ihnen das auf den Magen schlagen könnte. Um den Baum noch ein bisschen unattraktiver für eure Katzen zu machen, könnt ihr den Stamm mit Alufolie umwickeln oder Orangen- und Zitronenschalen um den Baum auslegen.

3. Der Baumschmuck

Legt beim Schmücken den Fokus auf die obere Baumhälfte, an die eure Katzen schlechter herankommen. Benutzt auf keinen Fall echte Kerzen, und achtet auch bei Lichterketten darauf, dass ihr die Kabel außerhalb der Katzenreichweite platziert. Je nachdem, worauf eure Katzen besonders stehen, solltet ihr beim Schmuck beispielsweise auf die kleinen Metallhäkchen der Christbaumkugeln oder auf alle Formen von Schnüren achten. Sucht den Schmuck aus, der eure Katzen am wenigsten interessiert, und befestigt ihn sicher. Giftige Pflanzen und Materialien wie Weihnachtssterne, Kunstschnee und Lametta lasst ihr am besten ganz weg und nehmt stattdessen lieber Deko aus Holz oder Papier.

Gilt das ganze Jahr: 10 Anzeichen dafür, dass es eurer Katze nicht so gut geht.