Diese Lebensmittel sind giftig für Hunde und Katzen

04.Apr 2016

Wer mit einem Tier zusammenlebt, kennt das: Man sitzt auf der Couch und gönnt sich etwas Schokolade oder greift genüsslich in die Nusstüte, während ein Paar Augen jeden Handgriff mitverfolgt. Teilen ist in diesem Fall aber nicht in Ordnung, denn diese Lebensmittel vertragen Hunde und Katzen nicht.

1. Auberginen, Paprika und Tomaten

Diese drei Gemüsesorten gehören zu den Nachtschattengewächsen und deshalb nicht auf den Speiseplan von Hunden oder Katzen. Sie enthalten teilweise Solanin, das Brechdurchfall oder sogar eine Beeinträchtigung der Hirnfunktion hervorrufen kann.

Tomaten, Aubergine und Paprika

2. Avocados

So lecker Guacamole auch ist: Avocados enthalten Persin, das für Menschen zwar in Ordnung ist, bei Tieren aber zu massiven Herzmuskelschäden führen kann.

3. Trauben und Rosinen

Hiervon reichen schon kleine Mengen, um bei Hunden akutes Nierenversagen hervorzurufen. Auch Pressrückstände, sogenannte Trester, die häufig in Weinbergen zu finden sind, sollten die Vierbeiner nicht zu essen bekommen. Apfelstücke oder Möhren sind dagegen absolut okay.

Rosinen

4. Schokolade

Kakao enthält Theobromin, das zu Brechdurchfällen, Krampfanfällen und sogar zum Tod führen kann. Für einen zehn Kilo schweren Hund kann schon eine einzige Tafel Schokolade tödlich sein. Aber auch kleinere Stückchen sind gefährlich, weil Theobromin sich im Tierkörper immer weiter einlagert.

5. Macadamianüsse

Schon 20 Gramm gemahlene Macadamias pro Kilo Körpergewicht können bei Tieren zu Fieber und Erbrechen führen.

Macadamias

6. Knoblauch und Zwiebeln

Beide enthalten Schwefelverbindungen, die in größeren Mengen sogar für Menschen gefährlich sind. Wenn man bedenkt, wie viel weniger Katzen vergleichsweise wiegen, ist klar, dass die kritische Menge für sie viel schneller erreicht ist. Bei einem fünf Kilo schweren Hund reichen schon rund 100 Gramm Zwiebeln, um Schäden wie eine Blutarmut hervorzurufen.

7. Xylitol

Xylitol ist ein Zuckeraustauschstoff, der vor allem in Light-Getränken und anderen zuckerfreien, süßen Lebensmitteln verwendet wird. Er ist äußerst gefährlich, weil schon kleine Mengen Unterzucker-Symptome hervorrufen können. Ab 500 Gramm pro Kilo Körpergewicht drohen bei Tieren akutes Leberversagen und der Tod.

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Go Vegan!

Warum lieben wir Hunde und essen Schweine?

Dass wir manche Tiere als Freunde sehen und andere als Fleisch, hat keine logischen Gründe, sondern mit einem Glaubenssystem zu tun.

04.Apr 2016

Die Psychologin Melanie Joy hat dafür den Begriff Karnismus geprägt. Was sie damit meint, ist ganz einfach: Wir sortieren Tiere in „essbar“ und „nicht essbar“. Und die „essbaren“ sehen wir nicht mehr als Tiere, sondern als Fleisch. Das funktioniert, weil wir sie versachlichen (also schon lebend wie Objekte behandeln, die maschinell aufgezogen, transportiert und getötet werden) und entindividualisieren (also nicht an einzelne Lebewesen mit einer Persönlichkeit und Gefühlen denken, sondern an eine anonyme Masse).

Warum lieben wir Hunde…

Die meisten Menschen essen kein Fleisch von Tieren, die sie zu Lebzeiten kannten oder zu denen sie eine Bindung hatten. Solange man aber nicht darüber nachdenken muss, dass das Schnitzel auf dem Teller mal ein Tier war, solange es keinen Namen hatte und man es nie gesehen hat, wird es einfacher, es zu essen.

Dabei sind die Regeln, nach denen Tiere in Freunde und Fleisch eingeteilt werden, sehr willkürlich. Zu niedliche Tiere will niemand essen, zu hässliche Tiere aber auch nicht. Dass Schweine intelligenter sind als Hunde und mindestens so treue Begleiter, blenden die meisten Menschen lieber aus. Und während Kühe in manchen Kulturen ganz selbstverständlich als Nutztiere gelten, sind sie in anderen heilig.

PETA
…und essen Schweine?

Auf Argumenten basiert der Karnismus also nicht. Stattdessen rechtfertig er sich mit den drei „N“: Menschen glauben, Fleisch zu essen, wäre normal, natürlich und notwendig. Bei genauerer Betrachtung stimmt das natürlich nicht, schließlich sind Normen von Menschen gemacht und veränderbar, hat die Menschheit spätestens mit der Entdeckung des Feuers alle Natürlichkeit abgelegt und braucht niemand Tierprodukte, um gesund zu bleiben. Wer das einmal verstanden hat, merkt auch, dass das vegane Leben die logischste Konsequenz ist.

Das Buch zum Thema

In ihrer ausführlichen Einführung in den Karnismus erklärt die amerikanische Psychologin Melanie Joy noch genauer, woher dieses Glaubenssystem stammt und wie wir es ablegen können. „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ gibt es im Buchhandel.