Ein neues Video zeigt, wie die Wollindustrie Schafe verprügelt und blutig schneidet

An der Wolle, die ihr tragt, klebt Blut. Wortwörtlich.

© PETA Asia
14.Dez 2017

Einem Wollpullover sieht man nicht an, welche Tierquälerei dahinter steckt, aber im Jahr 2017 kann niemand mehr behaupten, nichts davon zu wissen. Schon seit Jahren gibt es immer wieder Recherchen in der Wollindustrie, die zeigen, dass eine Schur nicht einfach nur ein Haarschnitt ist, sondern oft blutig, traumatisch und sogar tödlich. Erst 2014 gab es eine Enthüllung in australischen Schurställen, die dazu geführt hat, dass ein Scherer zum ersten Mal wegen Tierquälerei verurteilt wurde.Wie neue Videaufnahmen von PETA Asia zeigen, geht es trotzdem noch weiter.

Für die Aufnahmen hat ein Augenzeuge fünf verschiedene Ställe in den australischen Bundesstaaten New South Wales und Victoria besucht, aus denen die meisten Wolle in Australien stammt, die dann auf der ganzen Welt verkauft wird. Im Video ist zu sehen, wie Scherer den Tieren ins Gesicht schlagen, auf sie treten und sie mit spitzen Metallscheren stechen. Sie werfen die Schafe umher und schmettern ihre Körper gegen den harten Holzboden.

© PETA Asia

Weil die Scherer meist pro Stück, nicht pro Stunde, bezahlt werden, gehen sie oft besonders rücksichtslos vor. Einige von ihnen nehmen Drogen wie Crystal Meth, um das Arbeitspensum zu schaffen. Die Tiere werden dabei immer wieder schwer verletzt und bleiben oft mit klaffenden Wunden zurück, die ohne Betäubung genäht werden.

© PETA Asia

Die Wolle ist teilweise blutgetränkt, wenn sie zur Weiterverarbeitung kommt. Ältere Schafe, die nicht mehr genug Wolle produzieren können, werden meist in den Nahen Osten verschifft, wo sie ohne Rücksicht auf Tierschutzgesetze getötet werden können. Dort wird ihnen meist ohne Betäubung die Kehle aufgeschlitzt. Dass Wolle ein Produkt vom lebenden Tier ist, ist also eine Illusion.

Ihr wollt etwas dagegen unternehmen? Kauft Klamotten aus Pflanzen- und Kunstfasern statt aus Wolle und erklärt auch eurem Umfeld, warum Wolle gar nicht geht.

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Diese Hundezüchter-Barbie spielt den Falschen in die Karten

Die Puppe kommt mit einer hochschwangeren Hündin und der Botschaft, dass Züchten schon okay ist.

14.Dez 2017

Eigentlich ist Barbie in Sachen Tierrechte ziemlich fortschrittlich drauf. Die Puppe ist pelzfrei, trägt lieber Plastikschuhe als welche aus Leder und arbeitet sogar als Tierärztin. Ein neues Modell vermittelt jetzt aber eine gar nicht tierfreundliche Botschaft: die Hundezüchter-Barbie.

https://www.instagram.com/p/BV-7jGOjimy/

Die „Newborn Pups“-Barbie, die in Deutschand als Barbie „Hundemama“ vertrieben wird, kommt mit einer hochschwangeren Hündin, in der drei Hundewelpen stecken. Das Problem daran? Barbie vermittelt Kindern damit, dass es eine super Idee ist, Hunde schwanger werden und immer neue Hundebabys in die Welt setzen zu lassen. In einer Zeit, in der die Tierheime überfüllt sind und Züchter allein für ihren Profit immer neue Tiere nachzüchten, spielt die Puppe damit den Falschen in die Karten.

So niedlich kleine Hunde auch sind: Solange Millionen von Tieren in den Tierheimen auf ein neues Zuhause warten, ist es unverantwortlich, neue Tiere nachzuzüchten. Deshalb sollten Menschen die Tiere, die sie schon bei sich haben, kastrieren lassen – und wer einen Hund oder eine Katze bei sich aufnehmen möchte, überlegt sich das am besten gut und geht dann ins Tierheim.

Unterschreibt jetzt die Petition von PETA USA an Mattel und fordert die Firma auf, die Hundezüchter-Barbie aus dem Sortiment zu nehmen.