8 Fakten über Fische, die euch überraschen werden

Wusstet ihr, dass Fische singen können, Werkzeuge benutzen und mit ihren Mündern klettern? Hier findet ihr 8 spannende Fakten über Fische!

25.Jun 2021

Dass Fische Schmerz empfinden können, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Doch wusstet ihr, dass manche Fische ihr Geschlecht ändern? Oder dass es ihnen wichtig ist, was die anderen Fische von ihnen halten? Wir haben weitere spannende Fakten über Fische für euch.

1. Fische haben ein sehr gutes Gedächtnis

Von wegen nach drei Sekunden wieder alles vergessen – Fische haben genauso ein gutes Gedächtnis wie nicht-menschliche Primaten. Sie können sich noch viele Monate lang an Dinge erinnern und zum Beispiel Nahrung einem bestimmten Geräusch zuordnen. [1]

Forschungen haben gezeigt, dass Karmin-Regenbogenfische sich elf Monate später noch daran erinnern konnten, wie sie aus einem Netz im Aquarium entkommen konnten. Zum Vergleich: Das ist, als würden wir uns an etwas erinnern, was wir von 40 Jahren gelernt haben! [2]

2. Fische können singen

Fische sind absolute Gesangskünstler – einige Fischarten treffen sich jeden Morgen und Abend, um gemeinsam im Chor zu singen. [3] Fische haben zwar keine Stimmbänder, kommunizieren aber über verschiedene Geräusche, Gerüche, Bewegungen und elektrische Impulse miteinander.

3. Manche Fische sind genderfluid oder transgender

Viele Fischarten können ihr Geschlecht ändern. Einige können sogar zurückwechseln, wenn sich dadurch ihre Chancen auf Fortpflanzung erhöhen. Clownfische werden beispielsweise als männliche Tiere geboren, können aber später zu weiblichen werden. [4]

4. Fische haben starke Super-Münder

Da bei Fischen der Kiefer nicht am Schädel befestigt ist, können einige von ihnen ihren Mund wie eine Feder nach vorne schießen, um Nahrung zu fangen. Einige Fische wie z. B. die Nopoli-Klettergrundel klettern sogar Felswände und Wasserfälle mit Saugnäpfen an ihrem Mund und am Bauch hoch. [5] Andere Fische können außerordentlich gut schmecken – Welse haben beispielsweise über 27.000 Geschmacksknospen. Wir Menschen haben weniger als 10.000.

5. Fische tarnen sich auf spezielle Art

Manche Fische schützen sich auf eine … sagen wir, besondere Art. So schlafen viele Papageienfische in einer Schleimdecke, um sich vor Parasiten zu schützen. Jeden Abend vor dem Schlafengehen scheiden sie einen Schleim aus, der ihren gesamten Körper mit einer Schutzschicht ähnlich einem Moskitonetz oder einem Kokon umhüllt. [6] Klingt für uns vielleicht komisch, funktioniert aber.

Eine andere beliebte Tarnmethode bei vielen Fischen ist das Ändern ihrer Farbe. [7] Sie passen sich so ihrer Umwelt und sogar den Jahreszeiten an. Dabei können sie alle Farben des Regenbogens annehmen.

6. Fische haben außergewöhnlichen Sex

Wenn Seeteufel sich paaren, verschmelzen die kleineren Männchen mit den größeren Weibchen und werden für den Rest ihres Lebens eins – obwohl die Männchen dabei ihr Gehirn, ihr Herz und ihre Augen verlieren und nur ein Paar Hoden bei Bedarf verwendet werden können. Ein einzelnes Weibchen kann in seinem Leben mit bis zu sechs Männchen „verschmelzen“. [8]

Auch Seepferden pflanzen sich auf außergewöhnliche Weise fort: Die Weibchen legen ihre Eier in einem Beutel auf dem Bauch des Männchens ab. Wenn die Babys zum Schlüpfen bereit sind, hält sich das Männchen mit seinem Schwanz an einem Stück Alge fest und schaukelt hin und her, bis die Babys aus seinem Beutel springen.

6. Lachse machen regelrechte Weltreisen

Lachse sind ausgezeichnete Schwimmer. Auf ihren Laichreisen legen sie jeden Tag bis zu 50 Kilometer zurück. Insgesamt kann ihre Reise über 4.500 Kilometer lang sein. Dabei schwimmen sie oft flussaufwärts, was keine leichte Aufgabe ist – aber Lachse sind großartige Springer, die bis zu 1,80 Meter hoch aus dem Wasser springen können, um Hindernisse auf ihrem Weg zu überwinden.

7. Fische wissen, wer sie sind

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Blaustreifen-Putzerlippfisch sich selbst im Spiegel erkennen kann, was auf ein Ich-Bewusstsein hinweist. [9]

8. Fische haben ein komplexes Sozialleben

Das soziale Leben ist für Fische genauso wichtig wie für uns Menschen. Fische haben unterschiedliche Charaktere. Sie erkennen und erinnern sich an andere Individuen und bauen komplexe soziale Netzwerke auf. [10] Sie ändern ihr Verhalten oft und passen es den Lebensumständen an.

Helft Fischen, indem ihr sie nicht esst

Fischen helfen ist ganz leicht – wir lassen sie einfach in Ruhe. Jedes Jahr werden über 2.400 Milliarden Fische getötet, um auf unseren Tellern zu landen. [11, 12] Helft, das Leid all dieser Fische und Meerestiere zu verhindern, indem ihr kein Fischfleisch esst. Inzwischen gibt es viele leckere vegane Alternativen, sodass eigentlich kein Lebewesen mehr für Fischstäbchen oder Sushi leiden muss.

Streetteam

Mit anderen für Tiere aktiv werden.
Mitmachen

Go Vegan!

Elefanten im Zirkus: 10 Gründe, warum das Tierquälerei ist

In deutschen Zirkussen dürfen noch immer Wildtiere wie Elefanten gehalten und zu Show-Einlagen gezwungen werden. Jetzt lesen!

25.Jun 2021

Tierdressuren im Zirkus sind in vielen Ländern verboten oder eingeschränkt: So gilt zum Beispiel in Griechenland ein Verbot für alle Tiere im Zirkus, [1] während in Österreich, den Niederlanden, Irland und vielen weiteren Ländern zumindest bestimmte Tierarten in Zirkussen verboten sind. [2] In Deutschland hingegen dürfen Zirkusse nach wie vor Wildtiere wie Elefanten zu Auftritten zwingen. Erfahrt hier, warum das Tierquälerei ist.

1. Für spektakulär aussehende „Kunststücke“ zwingen Dompteure Elefanten dazu, völlig artfremde Körperhaltungen einzunehmen. Dressurnummern wie der Kopfstand oder das Stehen auf den Hinterbeinen belasten jedoch Gelenke und Sehnen der Tiere stark und bedeuten ein hohes Gesundheitsrisiko für die grauen Riesen.

2. Um Elefanten zu solchen Tricks zu bringen, werden sie mit brutalen Dressurmethoden und Gewalt gefügig gemacht. Die Dompteure fügen ihnen häufig mit spitzen Elefantenhaken Schmerzen zu, damit die Tiere ihnen gehorchen.

3. In der Natur legen Elefanten täglich durchschnittlich 25 Kilometer zurück [3] – im Zirkus hingegen können sie sich kaum frei bewegen und leiden in der Enge der Gefangenschaft.

4. Das entbehrungsreiche Leben hinterlässt Spuren, und so zeigen die meisten Elefanten im Zirkus teilweise schwere Verhaltensstörungen. Beim sogenannten „Weben“ wackeln die Tiere mit dem Kopf oder wippen mit dem Körper vor und zurück.

https://www.youtube.com/watch?v=Yo_Qh1s8bHw

5. Wanderzirkusse ziehen regelmäßig von einer Stadt zur nächsten, sodass sich die Tiere nie richtig an einen Standort gewöhnen­ können. Sie werden auf engen LKW ständig quer durch Deutschland transportiert und leiden dabei unter den enormen Strapazen.

6. Nachts werden die Elefanten in der Regel an zwei Beinen angekettet, damit sie nicht weglaufen. Das ist vollkommen legal. Dadurch sind sie in ihrer Bewegungsfreiheit noch mehr eingeschränkt als sowieso schon.

7. Apropos weglaufen: Sollte ein Elefant mal die Chance zur Flucht nutzen und ausbrechen, wird er direkt wieder eingefangen. Wenn das nicht gelingt, wird er getötet – so wie die Elefantendame Tyke, die 1994 auf ihrer Flucht in den USA erschossen wurde. [4] Für die Elefanten im Zirkus gibt es kein Entkommen.

8. Alle Elefanten, die in deutschen Zirkusse leben, wurden als Kinder ihren Familien und ihrem natürlichen Lebensraum entrissen. Meist werden sie bis zum letzten Atemzug dazu gezwungen, uns Menschen zu unterhalten. [5]

9. Die Familie ist das Wichtigste im Leben von Elefanten. In der Natur leben miteinander verwandte weibliche Tiere in großen Herden. Das Leben im Zirkus hingegen hat nichts mit diesem normalen Sozialgefüge zu tun. Im Zirkus leben Elefanten in kleinen Gruppen mit nicht verwandten Artgenossen, weshalb es auch zu Konflikten kommt. [5] Manche werden sogar einzeln gehalten, was für die sozialen Tiere eine absolute Qual bedeutet.

10. Elefanten im Zirkus sterben meist viel früher als ihre Artgenossen in freier Wildbahn. [5] Die Gründe dafür sind vielfältig: In Gefangenschaft leiden sie extrem unter oftmals schlechten Haltungs- und Lebensbedingungen – Einsamkeit, Bewegungsmangel, Gewalt und Stress setzen den sensiblen Tieren zu.

So könnt ihr Elefanten und anderen Tieren im Zirkus helfen

Obwohl in vielen Ländern die Haltung von Wildtieren wie Elefanten bereits verboten wurde, hat die Bundesregierung in Deutschland jahrzehntelang nicht gehandelt. Im Herbst 2020 wurde zwar der Entwurf für ein Wildtierverbot vorgestellt, das zumindest die Haltung einiger Arten in reisenden Zirkussen verbieten soll. [6, 7] Neben Elefanten soll in Wanderzirkussen in Zukunft auch die Neuanschaffung von Giraffen, Nashörnern, Flusspferden, Bären und Affen verboten werden.

Das reicht aber bei Weitem nicht aus. Ein Gesetz, das in einem ersten Schritt zumindest alle Wildtiere im Zirkus verbietet, ist überfällig. Solange es das nicht gibt, könnt ihr euch einem Streetteam in eurer Nähe anschließen und gemeinsam gegen Tierquälerei in Zirkussen aktiv werden.