Warum ist Fleisch so lecker?

Stimmt halt. Aber wieso?

03.Jun 2019

Zubereitung

Wer hat Lust, einer Kuh in den Rücken zu beißen? Genau, niemand. Damit wir Fleisch lecker finden, müssen wir es erst mal lecker machen – durch Kochen, Braten und jede Menge Gewürze. Wenn wir Appetit auf Fleisch haben, denken wir deshalb auch meist eher an ein verarbeitetes Produkt: einen schön fettigen Döner, den Umami-Geschmack und den Biss eines Steaks oder die krosse Panade von Fischstäbchen. Diese Eigenschaften haben aber nicht viel mit dem Fleisch selbst zu tun, sondern es gibt sie alle auch bei Pflanzenprodukten.

Gewohnheit

Und warum haben wir dann Lust auf ein Schweineschnitzel und nicht auf eine schöne Misosuppe mit Tofu? Einfache Antwort: Gewohnheit. Die meisten von uns wachsen nicht nur in dem Glauben auf, dass es normal, natürlich und notwendig sei, Fleisch zu essen – sondern bekommen auch direkt beigebracht, für wessen Fleisch das gilt. Hunde: nein. Schweine: ja. Insekten: igitt. Ist halt nur überhaupt nicht logisch. Unser Geschmack ist eben sehr geprägt durch das Essen, mit dem wir aufwachsen – aber das heißt nicht, dass er in Stein gemeißelt ist. So leckere Dinge wie Oliven, Kaffee, Mate, Pilze oder extrascharfe Soße fanden viele von uns schließlich als Kind auch noch nicht so super.

Ignoranz

Gut und schön, aber warum sollte man seinen Geschmack überhaupt umgewöhnen? Weil wir Fleisch letztendlich nur aus einem dritten Grund so lecker finden können: Wir blenden aus, was es wirklich ist. Wenn wir mal kurz aufhören, uns selbst etwas vorzulügen, kommen die wenigsten von uns auf den Gedanken klar, dass der Cheeseburger auf unserem Teller mal ein lebendiges Tier war. Wir haben Mitgefühl, wir ignorieren es nur. Sonst würde uns ganz schnell der Appetit auf Fleisch vergehen.

Lecker ohne Selbstbetrug: Unsere fleischfreien Rezepte.

Streetteam

Mit anderen für Tiere aktiv werden.
Mitmachen

Go Vegan!

4 Tierprodukte, die dem Klima schaden

Klimaschutz ist euch wichtig? Dann solltet ihr diese 4 tierischen Produkte lieber vermeiden.

03.Jun 2019

1. Fleisch

Die Tierwirtschaft spielt in der aktuellen Klimakrise eine große Rolle. Grund: Sie erzeugt die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoff, Methan und Lachgas in extrem großen Mengen, produziert massenhaft umweltbelastende Schadstoffe wie Feinstaub und verbraucht dabei viel mehr Ressourcen wie Wasser und Energie als die pflanzliche Landwirtschaft. Deshalb gehen Fleischkonsum und Klimaschutz nicht zusammen.

2. Milch

Was für Fleisch gilt, gilt auch für Milch: Um Kühe zu halten, zu ernähren, künstlich zu befruchten, ihnen die Milch wegzunehmen und sie schließlich zu töten, werden extrem viele Ressourcen verbraucht. Für den Sojaanbau werden die Regenwälder abgeholzt – und zwar hauptsächlich, um damit Kühe zu ernähren oder neue Weideflächen zu schaffen. Direkt Soja- oder andere Pflanzenmilch zu trinken, ist viel klimafreundlicher.

3. Butter

Milch ist klimaschädlich, also sind es auch Milchprodukte, soweit logisch. Eine besonders schlechte Bilanz hat aber Butter, weil sie so konzentriert ist und deshalb wenig Lebensmittel für viel Aufwand liefert. Fürs Klima ist es am besten, pflanzliche Öle und Fette zu benutzen.

4. Leder

Auch Leder trägt dazu bei, dass Wälder für den Futtermittelanbau gerodet werden und über die Ausscheidungen der Tiere Methan freigesetzt wird. Außerdem muss Leder erst mal gegerbt werden, damit daraus Schuhe, Taschen oder sonstige Teile entstehen können – und das passiert mit einer enormen Vielzahl an Chemikalien, darunter Chrom III, aus dem das krebserregende Chrom IV entstehen kann. Dieses wurde bereits in vielen Lederprodukten nachgewiesen – sogar in Kinderschuhen. Mit Umweltschutz hat das nichts zu tun.

Übrigens: Dieses Video erklärt euch in 4 Minuten alles zu veganer Kleidung.