Warum Fleischlabels nichts bringen

Wer Fleisch mit einem Tierschutzlabel kauft, verlässt sich meist auf bessere Haltungsbedingungen. Die gibt es aber kaum.

29.Sep 2016

Die Probleme sind immer die gleichen. Meist fängt es schon mit den Auflagen an, die so lose sind, dass alle möglichen Misshandlungen der Tiere darunter fallen. Dazu kommt, dass selten kontrolliert wird, ob Betriebe diese Auflagen überhaupt einhalten. Und falls sie es nicht tun, gibt es in den wenigsten Fällen Strafen.

Das gilt leider für alle möglichen Tierschutzlabels, sowohl für industrieeigene wie auch für solche von Supermärkten oder Tierschutzverbänden. Immer wieder decken Ermittler auch in Betrieben, deren Fleisch mit solchen Siegeln gekennzeichnet ist, schlimme Zustände auf. So haben Schweine, Hühner und Kühe dort meist nicht mehr Platz als anderswo, leiden unter Hitze, Kälte und schlechter Luft und langweilen sich mangels Beschäftigung oder entwickeln vor Zuchtstress psychische Probleme. Und genau wie in ungelabelten Betrieben kümmert sich oft niemand um kranke oder verletzte Tiere, die schließlich genauso brutal getötet werden.

Letztlich dienen Fleischlabels also vor allem der Industrie, die damit bessere Haltungsbedingungen vortäuscht und so die Leute dazu bekommt, ihre Produkte zu kaufen. Dabei leben und sterben die Tiere dahinter immer noch unter den gleichen schlechten Bedingungen.

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Warum Pferderennen aufhören müssen

Immer wieder werden Pferde auf der Rennbahn schwer verletzt oder sterben sogar. Mit Sport hat das nichts zu tun.

29.Sep 2016

Eine Sportart, bei der sich regelmäßig Menschen so schwer verletzen, wäre längst verboten. Bei Pferden gehört es aber immer noch wie selbstverständlich dazu, dass sie beispielsweise nach Knochenbrüchen auf der Rennbahn eingeschläfert und zu Wurst oder Seife verarbeitet werden. Von Tierliebe merkt man bei Pferderennen wenig.

Das fängt schon damit an, dass die Tiere viel zu früh zu Rennpferden trainiert werden. Wenn sie mit zwei oder drei Jahren zu unnatürlichen Leistungen gezwungen werden, sind Skelett und Sehnen noch nicht richtig ausgebildet und deshalb umso anfälliger für Verletzungen. Dazu kommen die brutalen Trainingsmethoden, bei denen Jockeys mit scharfem Zug am Gebiss, Peitschenschlägen und den eigentlich verbotenen Zungenbändern arbeiten, die immer wieder für blutige Münder bei den Pferden sorgen.

Zungenbänder werden benutzt, damit sich die Tiere nicht auf die eigene Zunge beißen, während sie vom Jockey ins Ziel gepeitscht werden.

Damit Pferde überhaupt so schnell rennen und den physischen und seelischen Stress aushalten, werden sie außerdem oft mit Medikamenten vollgepumpt. Welche Folgen dieses Doping für die Tiere hat, spielt dabei keine Rolle.

Weil es unter diesen Bedingungen auf der Rennbahn immer wieder zu Stürzen und schweren Verletzungen kommt, bedeuten Pferderennen für viele Tiere einen frühen Tod. Pferde, deren Leistung nachlässt, werden ins Schlachthaus gebracht und beispielsweise zu Wurst verarbeitet. Oft sterben sie aber auch schon direkt auf der Rennstrecke, weil sie zum Beispiel nach Knochenbrüchen sofort eingeschläfert werden, und landen dann in der Tierkörperverwertungen, wo sie etwa zu Seife verarbeitet werden. Allein im Zeitraum von Januar 2011 bis Mai 2013 mussten mindestens 44 Pferde auf deutschen Rennbahnen ihr Leben lassen. Die Dunkelziffer ist laut Experten wesentlich höher.

Rennverbände billigen bis zu fünf Peitschenschläge pro Rennen. Die Jockeys machen regen Gebrauch davon, wie hier in Hamburg. Mit Sport hat das nichts zu tun.

Ihr wollt etwas gegen Pferderennen unternehmen? Informiert Freunde und Bekannte über die Methoden, mit denen Pferde zu Höchstleistungen gezwungen werden, und bittet sie, keine Pferderennen zu besuchen. Oder kommt ins Streetteam und setzt euch gemeinsam für Tierrechte ein.