Füchse als Haustier halten: Warum das eine schlechte Idee ist

Es gibt tatsächlich Leute, die Füchse als Haustiere halten. Wir sagen dir, warum das eine sehr idiotische Idee ist.

09.Jan 2019

Manchen Menschen scheint es nicht zu reichen, mit Hunden, Katzen oder Kaninchen zusammenzuleben. Weil es ihnen besonders lässig vorkommt, holen sie sich Schlangen, Affen oder Quokkas ins Haus. Ein ganz spezieller Trend, der sich seit einigen Jahren beobachten lässt: Füchse als Haustiere.

Füchse sind Wildtiere

Das ist allerdings eine ganz schlechte Idee. Denn Füchse sind zwar in unseren Gefilden heimisch, aber trotzdem immer noch Wildtiere, die nicht ans Leben mit Menschen angepasst sind. Auch bei angeblich „zahmen“ Füchsen kann man nie wissen, wie viel Wildtier noch in ihnen steckt, weshalb die Nähe zu Menschen nicht nur Angst und Stress für sie bedeuten kann, sondern im Zweifel auch für die Menschen gefährlich wird. Deshalb ist das Halten von Füchsen in der Wohnung oder im Haus auch tierschutzwidrig.

Füchse leiden in Zuchtfarmen

Dazu kommt, dass Füchse, die als Haustiere verkauft werden, oft von speziellen Zuchtfarmen stammen. Schon 2015 berichtete Galileo [1] über eine solche Farm in Russland, auf der 3.000 Füchse in kahlen Drahtkäfigen auf engstem Raum leben. Die „zahmsten“ von ihnen werden verkauft; darüber, was mit den anderen passiert, schweigen die Händler. Wer einen Fuchs als Haustier kauft, unterstützt dieses brutale Geschäft.

Ihr wollt ein Tier bei euch aufnehmen? Macht euch erst mal Gedanken, ob ihr euch um einen Hund, eine Katze oder ein Kleintier kümmern könnt, und geht dann nicht zum Züchter, sondern ins Tierheim.

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So hilft Anti-Terror-Technologie, Welpenfabriken aufzudecken

Ein Software-Spezialist enttarnt illegale Welpenfarmen. Dabei hilft ihm Technologie, die sonst gegen Terroristen eingesetzt wird.

09.Jan 2019

Wenn es um internationalen Terrorismus oder Kindesmissbrauch geht, setzen Ermittler schon lange spezielle Technologien ein, um Kriminellen online auf die Spur zu kommen. Ein Software-Spezialist aus Irland hat jetzt ein ganz ähnliches Programm entwickelt, um illegale Welpenfarmen aufzudecken. Obwohl Irland nämlich wegen seiner laschen Tierschutzgesetze als Hundezüchter-Hochburg gilt, ist auch dort nicht alles erlaubt – was Züchter dazu bringt, ihre Aktivitäten im Internet zu verschleiern. Mit seinem „Project Capone“ stellt sich Keith Hinde dem nun entgegen.

Die von ihm entwickelte Software durchsucht Websites, auf denen Hunde zum Kauf angeboten werden, und schlägt Alarm, wenn etwa verschiedene Fake-Namen mit derselben Telefonnummer oder denselben Fotos gelistet sind. So ist es schon gelungen, zwei irische Hundefabriken auffliegen zu lassen, in denen Welpen meist auf engstem Raum eingesperrt sind, schlecht versorgt werden und oft schon von Geburt an körperlichen Problemen leiden, die ihnen im Rassewahn angezüchtet werden. Solche Betriebe müssen dringend noch viel öfter erkannt und dichtgemacht werden. Das neue Projekt in Irland zeigt, wie das gehen kann.

Und falls ihr selbst einen Hund bei euch aufnehmen wollt: Geht niemals zum Züchter, sondern auf jeden Fall ins Tierheim.