Warum gefärbte Eier Tierquälerei sind

Zu Ostern gibt es wieder überall gefärbte Eier zu kaufen. Leider stammen die meist von Hühnern, die dafür gequält wurden.

29.Mrz 2017

Um das direkt noch mal klarzustellen: Wir bei PETA ZWEI sind sowieso dagegen, Eier und sonstige Tierprodukte zu essen, egal in welcher Form und Farbe. Und wir glauben fest daran, dass die allermeisten Menschen sich fürs Vegansein entscheiden, wenn sie genug Informationen und ein bisschen Hilfe beim Einstieg bekommen, deshalb machen wir das hier ja. Und deshalb ist es auch wichtig, immer wieder daran zu erinnern, wo uns überall Produkte untergejubelt werden sollen, hinter denen Tierquälerei steckt.

Bestes Beispiel zu Ostern: gefärbte Eier. Normalerweise muss auf Eiern, die man zum Beispiel im Supermarkt kauft, vermerkt sein, aus welcher Art der Haltung sie stammen. Das heißt nicht, dass Eier von Biohühnern oder aus „Freilandhaltung“ irgendwie glücklicher wären als die aus Käfigen, aber es sorgt zumindest schon mal dafür, dass Menschen anfangen, sich über Haltungsbedingungen Gedanken zu machen. Dass Käfighaltung Tierquälerei ist, versteht schließlich jeder. Deshalb fängt Tierrechtsbewusstsein für viele Menschen damit an, keine Käfigeier mehr zu kaufen.

Dabei wissen sie aber oft nicht, wo sich Käfigeier überall verstecken können. Ungefähr 40 Prozent der Eier in Deutschland landen verarbeitet in Produkten wie Nudeln oder Gebäck, auf denen dann nicht mehr vermerkt ist, woher die Eier stammen. Auch für gefärbte Eier zu Ostern gilt die Kennzeichnungspflicht nicht. Das nutzen Hersteller aus und verkaufen so oft Eier aus Käfighaltung. Selbst wer die eigentlich vermeiden will und sonst darauf achtet, Eier aus anderer Haltung zu kaufen, unterstützt mit gefärbten Eiern so doch wieder, dass Hühner in winzigen Käfigen leben und sterben.

Dagegen hilft nur, sich zu informieren, öfter mal Dinge zu hinterfragen und in größeren Zusammenhängen zu denken. Schließlich kann man nicht nur manchmal für Tierrechte sein, genauso wie man nicht nur manchmal für Menschenrechte sein kann. Wenn beispielsweise Freunde oder Familienmitglieder von euch einsehen, dass Eier aus Käfighaltung gar nicht gehen, dann erklärt ihnen, dass auch gefärbte oder zu Produkten verarbeitete Eier oft aus Käfighaltung stammen – und dass auch andere Haltungsformen kaum besser sind. Solche Gespräche sind nicht immer leicht – und vielleicht versucht ihr es am Ostertisch nicht direkt mit einem Video übers Kükenschreddern – aber jeder sollte wissen, woher die Sachen, die wir essen, kommen.

Ihr braucht nach so viel schwerem Ethikgerede ein bisschen leichte Kost? Hier ist unser fluffiger Zitronenkuchen ganz ohne Eier.

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Bitte trinkt keinen Kaffee, den Schleichkatzen ausgekackt haben

Kann man sich nicht ausdenken: Kopi Luwak ist Kaffee aus dem Magen von Schleichkatzen. Und Tierquälerei.

© PETA Asia
29.Mrz 2017

Fleckenmusangs sind kleine Raubtiere, die zu den Schleichkatzen gehören, und vor allem in Asien und Afrika leben. Neben Insekten, Würmern und Nüssen ernähren sie sich auch von Kaffeefrüchten – und das nutzen die Menschen aus. Die Musangs verdauen nämlich nur das Fruchtfleisch der Kaffeefrüchte und scheidet die Bohne wieder aus. Diese im Magen der Musangs fermentierten Kaffeebohnen gelten unter dem Namen Kopi Luwak als Delikatesse und werden für mehrere hundert Euro pro Kilo gehandelt.

Um mit Kopi Luwak Geschäfte zu machen, lohnt es sich für die Händler nicht, in Freiheit lebenden Schleichkatzen hinterherzulaufen und ihre Hinterlassenschaften aufzusammeln. Deshalb fangen sie die Tiere ein, sperren sie in kleine Käfige und füttern sie ausschließlich mit Kaffeefrüchten, um mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Kopi Luwak einsammeln zu können.

Wie eine Videorecherche von PETA Asia schon vor ein paar Jahren gezeigt hat, sorgen die einseitige Ernährung und das Eingesperrtsein bei den Musangs für Nährstoffmangel, gesundheitliche Probleme und Stress. Selbst Tiere, die nach Jahren wieder freigelassen werden, weil sie nicht mehr genug Kopi Luwak „produzieren“, sind oft so krank und geschwächt, dass sie nicht mehr lange überleben.

https://www.youtube.com/watch?v=YJ3c69bbiHc

Kopi Luwak wird oft falsch als „Wildlese“ etikettiert, auch wenn er von eingesperrten Schleichkatzen stammt. Die Käufer wissen oft nicht, welche Tierquälerei sie damit unterstützen.

Deshalb: Kauft bitte keinen Kopi Luwak. Bittet eure Freunde und Familie, keinen Kopi Luwak zu kaufen. Nicht im Urlaub, nicht zum Ausprobieren, nicht zum Spaß. Dahinter steckt ziemlich sicher Tierquälerei.

Keine Sorge, Kaffee geht auch ohne Tiere. Diese veganen Kaffeegetränke für unterwegs sind nicht nur ohne Schleichkatzen, sondern ganz ohne Tierprodukte hergestellt.