Warum gefärbte Eier Tierquälerei sind

Zu Ostern gibt es wieder überall gefärbte Eier zu kaufen. Leider stammen die meist von Hühnern, die dafür gequält wurden.

15.Mrz 2022

Um das direkt noch mal klarzustellen: Wir bei PETA ZWEI sind sowieso dagegen, Eier und sonstige Tierprodukte zu essen, egal in welcher Form und Farbe. Und wir glauben fest daran, dass die allermeisten Menschen sich fürs Vegansein entscheiden, wenn sie genug Informationen und ein bisschen Hilfe beim Einstieg bekommen, deshalb machen wir das hier ja. Und deshalb ist es auch wichtig, immer wieder daran zu erinnern, wo uns überall Produkte untergejubelt werden sollen, hinter denen Tierquälerei steckt.

Bestes Beispiel zu Ostern: gefärbte Eier. Normalerweise muss auf Eiern, die man zum Beispiel im Supermarkt kauft, vermerkt sein, aus welcher Art der Haltung sie stammen. Das heißt nicht, dass Eier von Biohühnern oder aus „Freilandhaltung“ irgendwie glücklicher wären als die aus Käfigen, aber es sorgt zumindest schon mal dafür, dass Menschen anfangen, sich über Haltungsbedingungen Gedanken zu machen. Dass Käfighaltung Tierquälerei ist, versteht schließlich jeder. Deshalb fängt Tierrechtsbewusstsein für viele Menschen damit an, keine Käfigeier mehr zu kaufen.

Dabei wissen sie aber oft nicht, wo sich Käfigeier überall verstecken können. Ungefähr 40 Prozent der Eier in Deutschland landen verarbeitet in Produkten wie Nudeln oder Gebäck, auf denen dann nicht mehr vermerkt ist, woher die Eier stammen. Auch für gefärbte Eier zu Ostern gilt die Kennzeichnungspflicht nicht. Das nutzen Hersteller aus und verkaufen so oft Eier aus Käfighaltung. Selbst wer die eigentlich vermeiden will und sonst darauf achtet, Eier aus anderer Haltung zu kaufen, unterstützt mit gefärbten Eiern so doch wieder, dass Hühner in winzigen Käfigen leben und sterben.

Dagegen hilft nur, sich zu informieren, öfter mal Dinge zu hinterfragen und in größeren Zusammenhängen zu denken. Schließlich kann man nicht nur manchmal für Tierrechte sein, genauso wie man nicht nur manchmal für Menschenrechte sein kann. Wenn beispielsweise Freunde oder Familienmitglieder von euch einsehen, dass Eier aus Käfighaltung gar nicht gehen, dann erklärt ihnen, dass auch gefärbte oder zu Produkten verarbeitete Eier oft aus Käfighaltung stammen – und dass auch andere Haltungsformen kaum besser sind. Solche Gespräche sind nicht immer leicht, aber jeder sollte wissen, woher die Sachen, die wir essen, kommen.

Ihr braucht nach so viel schwerem Ethikgerede ein bisschen leichte Kost? Hier ist unser fluffiger Zitronenkuchen ganz ohne Eier.

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Balut: Warum angebrütete Eier eigentlich nicht eklig sind

Besonders eklig ist Balut jetzt auch nicht. Zumindest nicht, wenn man es mit allen anderen Formen vergleicht, in denen wir Hühner essen.

15.Mrz 2022

Klar, dass sich alle aufregen, wenn Bilder von Balut durch die Medien gehen. Sieht ja auch ganz schön fies aus, so ein angebrütetes Hühner- oder Entenei, aus dem man Eiweiß und Eigelb schlürft, um dann auf einem halbfertigen Küken mit Schnabel und Federn herumzukauen.

Merkwürdig nur, dass so viele Leute Balut, das vor allem in asiatischen Ländern gegessen wird, eklig finden – selbst aber Eier, Produkte mit Eiern drin und Hühner essen, ohne groß darüber nachzudenken. Was genau ist daran jetzt weniger schlimm?

Hühnereier sind genauso schrecklich wie Balut

Allein die deutsche Eierindustrie tötet jedes Jahr zahllose männliche Küken im Ei, obwohl der Hühnerembryo auch da teilweise bereits entwickelt ist und Schmerzen empfinden kann. Auch wer unbefruchtete Eier isst – egal, ob pur oder verarbeitet in Kuchen oder Nudeln – unterstützt also, dass Küken getötet werden. Außerdem unterstützt man, dass sie, genau wie ihre Mütter und Väter in den Elterntierfarmen oder ihre Schwestern nach rund einem Jahr in den Legebetrieben, im Schlachthaus getötet werden – oder elendig in den Betrieben sterben, weil ein einzelnes Leben dort nichts wert ist.

Zum Glück gibt es genug leckere Sachen, die ohne Eier auskommen – angebrütet oder nicht. Veganer Zitronenkuchen zum Beispiel.